Dieser Teil meiner Belichtungsmesserseite ist mittlerweile (Stand 12.10.2011) entsprechend meinem Sammlungsbestand weitgehend komplett. Alle bedeutenden deutschen und auch ausländische Hersteller sind aufgenommen, zuletzt noch Dorn und Rex. Ergänzungen und Änderungen werden nach und nach folgen - ich weiß, dass es über meine Aufstellung hinaus noch etliche Belichtungsmesser gegeben hat. Die Reihenfolge der Belichtungsmesser bestimmt sich bis auf Weiteres nach dem Gerätenamen, nur ausnahmsweise nach dem Herstellernamen. Mit der Zeit werde ich noch eine andere Suchsystematik nach Hersteller und Bauzeit einbauen. Allerdings ist der Seitenumfang bereits jetzt schon umfangreich und die Ladezeiten lang, so dass wohl eine weitere Aufteilung erforderlich werden wird. Bitte schauen Sie also gelegentlich wieder vorbei, danke.
Meine Einführung in das Thema Belichtungsmesser finden Sie auf der Belichtungsmesser-Hauptseite und dort auch mehr zu den anderen Belichtungsmesserarten. Hier sind ausschließlich die ab etwa 1930 angebotenen photoelektrischen Belichtungsmesser mit Selenzelle ohne Batteriebetrieb aufgeführt.
Diese Geräte „messen“ in der Tat das Licht, indem sie es mittels eines Photoelementes in Strom umwandeln. Der Strom wiederum treibt über ein Drehspulelement eine Anzeigenadel zu einem mehr oder minder großen Ausschlag. Auf einer Skala kann dieser Messwert abgelesen werden. Je nach Anzeige- und Bedienkonzept wird der Wert auch in Blendenzahl und/oder Belichtungszeit umgerechnet, die dann abgelesen werden kann. Als Photoelement zur Stromerzeugung wurde nahezu ausschließlich Selen verwendet. Ein Nachteil der Selenzellen war, dass sie sich mit der Zeit zersetzen. Dabei ließ ihre stromerzeugende Wirkung nach oder versiegte ganz. Paradoxerweise wird dieser Zersetzungsprozess durch Lichteinwirkung meist noch beschleunigt.
Obwohl die praktische Anforderung an einen Belichtungsmesser immer eindeutig war - er soll zu einer gewählten Blende die passende Belichtungszeit (oder umgekehrt) ermitteln - hat es unterschiedliche Verfahren gegeben, dies in eine Skalenanzeige umzusetzen. So entstanden Lichtwertskalen, Drehskalen, Nachführskalen, Kanalskalen und direkt ablesbare Belis mit nur einem Blenden und Belichtungswert. Hinsichtlich der Skalenwerte hatte sich gegenüber den Vorgängern die Einheitsblendenskala (1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 36 - 45) durchgesetzt. Für die Leica gab es bis in die 50er Jahre auch Modelle mit abweichenden Werten nach der alten deutschen Skala (1,5 - 2,2 - 3,2 - 4,5 - 6,3 - 9 - 12,5 - 18 - 25 - 32).
Die ersten Selenbelichtungsmesser kamen im Jahr 1932 in England auf den Markt. Es folgten kurz darauf nahezu zeitgleich die späteren ewigen Konkurrenten Gossen und Weston sowie Müller & Ziegler und Metrawatt. Weitere Anbieter folgten rasch, Bertram, General Electric (GE) und Zeiss als größere und auch etliche kleinere Hersteller.
Acron
Made in Japan ist dieser Selenbelichtungsmesser etwa aus den 60er Jahren. Über den Hersteller ist mir nichts Genaues bekannt, vermutlich ist es Sekonic, Tokyo. Nach der Fabrik-Nr. 701381 sollte es sich jedoch nicht um ein Einzelstück handeln..... Das hübsche Gerät mit cremefarbenem Kunststoffgehäuse und grünem Skalendruck ist mit einer Plexiglasplatte abgedeckt. Im übrigen hat er das gleiche Gehäuse, wie viele dieser japanischen Belis. Die Handhabung erfolgt per Rändelrad, die Diffusorplatte ist fest angebracht und muss für Normalmessungen per Knopfdruck hochgeklappt werden.
Werte: Empfindlichkeit 9-30 DIN (zwei Skalen, eine für Norm-, eine für Zwischenwerte); Blenden 1-45 (mit Leica-Zwischenwerten 3,5/4,5/6,3); Belichtungszeiten 8-1/1000 Sek. (alte und lineare Werte), Lichtwerte 1-20; Kino-Gangzahlen
ACTINO

Das kleine Familienunternehmen Weigand & Ehemann, Erlangen, stellte diesen Belichtungsmesser im Jahr 1939 vor. Nach Kriegsende führte K.H. Weigand, Messtechnik, Erlangen, den Betrieb allein weiter und bot ab 1948 den ACTINO zum Preis von 39,- DM wieder an. Schon kurze Zeit später wurde dieses Modell vom SUPER ACTINO abgelöst. Das formschöne Gerät im schwarzen Bakelitgehäuse diente wohl u.a. auch dem dem Zeiss Ikophot als Vorlage.
Werte: Empfindlichkeit 4-25/10 DIN; Blenden 1-22; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.
ACTINO U Vers. 1

Nachfolge- und zugleich letzte Actino-Version wurde 1954 der Actino U, zunächst als Normal- und später auch als Lichtwertversion und mit linearen Verschlusszeiten. Der kleine Familienbetrieb K. H. Weigand Meßtechnik, Erlangen, produzierte diesen Belichtungsmesser bis Ende der 50er Jahre, Verkaufspreis war 39,- DM zzgl. Lederetui.
Das formschöne Gerät ähnelt dem Zeiss Ikophot, der Actino ist jedoch noch etwas kleiner. Auch in der Einhandbedienung steht er dem Zeiss-Beli nicht nach (den Actino gab es schon vor dem Ikophot...). Der praktische Diffusor ist fest mit dem Gerät verbunden, der Federmechanismus öffnet durch leichtes Antippen.
Werte: Empfindlichkeit 8-26 DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-22; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.; Cine-Gangzahlen.
ACTINO U Vers. 2

Diesen geringfügig veränderten und um die neuen linearen Verschlusszeiten und eine Lichtwertskala erweiterten Actino U gab es ab etwa 1957 zum unveränderten Preis von 39,- DM zu kaufen.
Ausstattung und Bedienung entsprechen der ersten Version. Beide Ausführungen waren eine Zeitlang parallel erhältlich.
Werte: Empfindlichkeit 9-27 DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-22; Belichtungszeiten 60-1/500 Sek.; Lichtwerte 0-17; Cine-Gangzahlen.
actinos

Im typischen "Nierentischdesign" der späten 50er Jahre erscheint die letzte Belichtungsmesser-Kreation von Weigand zum Verkaufspreis von 49,50 DM. Im ersten Quelle-Fotokatalog kostete er noch 34,80 DM zzgl. Etui DM 5,25. Anstelle der üblichen Rechenskala hat der Actinos zwei Drehrädchen. Damit wird jeweils eine Rollenskala bewegt, das untere Rad dient zur Einstellung der Filmempfindlichkeit. Mit dem oberen Rad wird die rote Dreieckmarkierung an der Kanalskala auf den Nadelausschlag gedreht. Eine kleine Besonderheit des Actinos - er hat zwei Zeitenskalen, einmal mit den "alten" und eine weitere mit den linearen Werten. Die beiden Skalen liegen auf dem Gummiband gegenüber; man muss das obere Rad also einmal ganz durchdrehen.
Das cremefarbige Kunststoffgehäuse mit den blaugrünen Skalen ist ein wenig belichtungsmesseruntypisch aber nicht unhübsch. Die Einstellung ist sehr handlich. Auch die fest mit dem Gehäuse verbundene Diffusorklappe hat noch den Actino-spezifischen Federmechanismus, funktioniert jetzt aber "anders herum". Die beweglichen Skalenbänder sind - wie beim klassischen Electro BEWI - aus bedrucktem Gummi. Das heisst, man muss hier mit Defekten oder ungenauer Anzeige rechnen.
Werte: Empfindlichkeit 10-33° DIN / 7-1280 ASA; Blenden 1-45; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek. Lichtwerte 1-20; Cine-Werte.
AKALUX
Wer diesen hübschen Belichtungsmesser zum ersten Mal sieht, ist geneigt, das Gerät den AKA-Kamerawerken in Friedrichshafen zuzuordnen. Hersteller war jedoch die - dem HiFi-Fan eher für ihre hochwertigen Magnettonabnehmersysteme für Plattenspieler bekannte - AKG Akustische- und Kino-Geräte GmbH, Wien um 1955
Das Gerät im Plexigehäuse verfügt über zwei Messbereiche. Ein nahezu baugleiches Gerät in anderer Gehäuse-Fargebung stellte kurz darauf der ebenfalls in Wien ansässige Elektro- und feinmechanische Apparatebau GmbH als "ELFA Spezial L20" her. In welcher Weise diese beiden Unternehmen kooperierten und wer welches Gerät zuerst entwickelte, ist mir nicht bekannt.
AMATO

Kindermann & Co ist Photographica-Sammlern eher als Hersteller von hochwertigen Projektoren und Dunkelkammergeräten bekannt. Doch im Jahr 1936 wurde in dem damals noch in Berlin-Tempelhof gelegenen Betrieb auch ein Selen-Belichtungsmesser hergestellt. Es sollte jedoch der einzige dieses Herstellers bleiben.
Der Amato verwendet ein eher ungewöhnliches Mess- und Anzeigeprinzip. Der Zeigerausschlag muss mit dem Rändelrad auf die mittlere rote Fenstermarkierung abgeglichen werden. Danach lassen sich die Zeit-/Blendenkombinationen entsprechend der Filmempfindlichkeit ablesen. Das Gerät entspricht im rotbraunen Bakelitgehäuse dem Stil der Zeit und ist recht schwer.
Werte: Empfindlichkeit 17-32° Scheiner bzw. 6/10-21/10 DIN; Blenden 1-45; Belichtungszeiten 1 Min - 1/1000 s.
argus LC-3 Aufsteckbelichtungsmesser


Für seine "Bricks" lieferte Argus Cameras, Ann Arbor, USA, Aufsteckbelichtungsmesser als Zubehör. Produziert wurden diese gegen Ende der 1950er Jahre allerdings in Japan, vermutlich bei Sekonic.
Bei dem hübschen Gerätchen erinnert lediglich die Einstellscheibe an das deutsche Vorbild all dieser Teile, den Metraphot. Ansonsten ist der LC-3 aber eine eingenständige Schöpfung. Ähnlich Polaroid hatte Argus für seine Kameras eine eigene Lichtwertreihe eingeführt. Auch die Blendenzahlen entsprechen nicht der üblichen Norm. Deshalb liefert auch dieser Belichtungsmesser andere Einstellwerte als sonst üblich.
Werte: Empfindlichkeit 5-800 ASA; Blenden 3 1/2-16 (Argus-Spezialreihe, einige internationale Werte stehen zusätzlich auf der Skala); Shutter-Setting 4-8
argus Lc3 001 Aufsteckbelichtungsmesser



Für seine "Bricks" lieferte Argus Cameras, Ann Arbor, USA, Aufsteckbelichtungsmesser als Zubehör. Produziert wurden diese gegen Ende der 1950er Jahre in Japan, vermutlich bei Sekonic.
Dies ist eine spezielle Version für die "Golden Shield". Das Gehäuse ist etwas größer als die Normalausführung und hat - passend zum Golden Shield-Outfit - eine verchromte Deckplatte. Ähnlich Polaroid hatte Argus für seine Kameras eine eigene Lichtwertreihe eingeführt. Auch die Blendenzahlen entsprechen nicht der üblichen Norm. Deshalb liefert auch dieser Belichtungsmesser andere Einstellwerte als sonst üblich.
Werte: Empfindlichkeit 2,5-1250 ASA auf zwei Skalen mit unterschiedlicher Teilung; Blenden 3 1/2-16 (Argus-Spezialreihe, einige internationale Werte stehen zusätzlich auf der Skala); Shutter-Setting 4-8
AVO EXPOSURE METER

The Automatic Coil Winder & Electrical Equipment Co. Ltd., London, war Wegbereiter des elektrischen Belichtungsmessers in Grossbritannien. Hier zeige ich eines der ersten Geräte im scharzen Bakelitgehäuse etwa aus dem Jahr 1938.
Im kleinen Bild unten sehen Sie den ersten AVO-Belichtungsmesser aus dem Jahr 1935 (Prospektfoto).

AVO EXPOSURE METER MODEL 1

The Automatic Coil Winder & Electrical Equipment Co. Ltd., London, war Wegbereiter des elektrischen Belichtungsmessers in Grossbritannien. Das letzte Gerät in einem schweren beigefarbenen Bakelitgehäuse war der hier gezeigte AVO Model 1 aus dem Jahr 1951. Es wurde in Zusammenarbeit mit ILFORD herausgegeben und hatte bereits einen Nachführzeiger. Die Empfindlichkeit kann für zwei Skalenbereiche (weiss/schwarz) voreingestellt werden bzw. erfolgt am jeweiligen Skalenende automatisch.
Werte: Empfindlichkeit 5 - 40 B.S.I. (logarithmische Werte); Blenden 1,4-32; Belichtungszeiten 60-1/2000 Sek.; Kine-Markierung.
BEWI Bertram / Will
Bertram in München war neben Gossen und Metrawatt der größte Hersteller von Belichtungsmessern in Deutschland. Die Entstehungsgeschichte ist etwas unübersichtlich. Das Unternehmen wurde 1929 von Ernst Bertram aus einer schon länger bestehenden Werkstatt "Leiner & Bertram" gegründet. Dessen erste (optische) Belichtungsmesser in verschiedenen Ausführungen vertrieb allerdings ab 1930 der in München-Pasing benachbarte Betrieb von Paul Will. Bertrams Bruder Wilhelm entwickelte 1935 den elektrischen Belichtungsmesser "Elektro Bewi", der ebenfalls von Paul Will vertrieben wurde. Ernst und Wilhelm Bertram gründeten 1940 die Firma Bertram. Bis 1945 vertrieb noch Paul Will deren Geräte, danach Bertram selbst.
Die Namensgebung "BEWI" für die Bertram-Erzeugnisse wird allgemein aus Bertram, Wilhelm abgeleitet, doch gehörte dieser im Jahr 1930 bei der Einführung des optischen BEWI noch gar nicht zum Unternehmen. Es dürfte sich also anfangs um eine Kombination der Namen Bertram und Will gehandelt haben. Einerlei, wie die Namensgebung zustandekam - die BEWI-Belichtungsmesser gehörten bis Ende der 1970er Jahre zu den bekanntesten Geräten dieser Art. Die ersten finden Sie in der Gruppe 2 bei den optischen Belis.
ELEKTRO BEWI - Urversion
Der Elektro Bewi ist der von Wilhelm Bertram im Jahr 1935 entwickelte erste elektrische Belichtungsmesser von Bertram / Will. Die Konstruktion wurde noch bis in die 50er Jahre unter den Namen "Elektro Bewi Standard" und Electro Bewi Super" weitergebaut. Bemerkenswert ist, dass dieses Gerät auch noch über einen eingebauten optischen Belichtungsmesser als Ergänzung verfügt (Photo rechts, s. Pfeil). Der Verkaufspreis betrug seinerzeit RM 36,-.
Die Konstruktion des Elektro Bewi ist vergleichweise unüblich und hat neben der ohnehin verschleißanfälligen Selenzelle noch andere Elemente, die in den langen Jahren nur selten überlebensfähig waren. Die Selenzelle sitzt im aufklappbaren Deckel, der über ein Kabel mit dem Gehäuse verbunden ist. Dieses Kabel wird durch die Deckelbewegung stark beansprucht und ist oft defekt. Eine weitere Schwachstelle ist das bewegliche Skalenband im Anzeigefenster. Dieses schwarz und gelb bedruckte Band ist aus Gummi! Fast immer ist das Gummiband spröde oder sogar gerissen. Man bemerkt dies, wenn man an dem kleinen frontseitigen Drehknopf dreht, meistens tut sich dabei nichts mehr. Die Selenzellen hingegen sind oft noch funktionsfähig, weil sie durch den Deckel lichtgeschützt aufbewahrt worden sind.
Ein Tip, falls sich die Anzeigenadel nicht bewegen will: halten Sie das Abdeckschild des Deckels (außen) und die Teleskopblende (innen) zwischen Daumen und Zeigefinger und drücken Sie vorsichtig darauf und schieben es leicht hin und her. Gelegentlich hat die Selenzelle nur ein Kontaktproblem und der Zeiger bewegt sich danach wieder. Ein noch voll funktionsfähiger Elektro Bewi ist aber eine absolute Rarität!
Wie schon beschrieben ist der Elektro Bewi in etlichen - zum Teil nur geringfügig unterschiedlichen - Versionen zu finden. Der engagierte Sammler hat mit diesem Gerätchen durchaus Einiges zu tun! Bei Allen sitzt die recht große runde Selenzelle im Deckel. In der abgebildeten Ur-Ausführung aus dem Jahr 1935 wird diese von einer Plexischeibe geschützt, dazwischen ist seitlich ein Streugitter angeordnet. Dieses Ur-Modell hat noch keine Haltevorrichtung für eine Tragekette oder -Band.
Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit, dass jemand sie noch nutzen kann, möchte ich hier die ungewöhnliche Bedienung beschreiben: Die Filmempfindlichkeit wird zunächst mit dem kleinen Rädchen neben der Skala auf einen Wert zwischen 17 bis 29° Scheiner eingestellt. Die Blendenwerte stehen auf zwei Skalenreihen mit internationalen Werten von 1,4 bis 32 und deutschen Blenden von 1,7 bis 36. Die Messanzeige gibt einen Skalenwert zwischen 0 bis 16. Mit dem frontseitigen Drehrädchen wird das Gummiband verdreht, bis dieser Wert gegenüber dem Empfindlichkeitsfenster steht. Dann lassen sich Belichtungszeiten zwischen 1 Stunde bis 1/3000 Sek. ablesen.
Wenn bei schwachen Lichtverhältnissen kein Ausschlag mehr angezeigt wird, können Werte zwischen 1 bis 3 von der optischen Skala abgelesen und wie zuvor mit dem Gummiband eingestellt werden.
Als Ergänzung ist noch eine Tiefenschärfentabelle für Objektive mit 5 / 7,5 / 10,5 / 13,5 cm Brennweite aufgeklebt.
Wichtiger Nachtrag
Sammlerfreund Thomas Meyer hat mich aufgeklärt, dass dieser - von mir "Urversion" genannten Ausführung noch eine, die wirkliche Urversion vorausging. Diese steckt zwar im gleichen Gehäuse, unterscheidet sich aber in einigen Details, z.B. ist das vordere Rädchen zum Drehen des Gummibandes in das Gehäuse seitlich eingelassen. Diesen echten "Ur-Elektro-Bewi" habe ich (noch) nicht. Vielleicht überlässt mir Thomas Meyer bis auf Weiteres ja ein Foto ....
ELEKTRO BEWI - Modell 2

Das zweite Modell des Elektro Bewi von Bertram / Will, etwa 1935/36, jetzt mit Filmempfindlichkeitswerten nach DIN. Ausstattung und Funktion entsprechen ansonsten dem ersten Modell mit geringfügigen Änderungen. Die Konstruktion und Bedienung der Elektro Bewi habe ich oben beim Ur-Modell beschrieben, bitte lesen Sie dort nach.
Neben der DIN-Skala 10-22 anstelle der bisherigen Scheiner-Skala wurde folgendes geändert: vor der Selenzelle ist jetzt ein engmaschiges Streugitter angebracht, davor liegt eine Cellophanfolie. Außerdem ist jetzt eine Halteöse für eine Tragekette oder -Band vorhanden. Die Skala mit den Leica-Blendenwerten ist hier oben und die Normskala unten; beim ersten Modell sind die beiden Skalen umgekehrt angeordnet.
ELEKTRO BEWI SUPER
Der ELEKTRO BEWI SUPER ist ein Nachfolgemodell des von Wilhelm Bertram im Jahr 1935 entwickelten ersten elektrischen Bertram-Belichtungsmessers. Diese Ausführung wurde um 1938 produziert. Auch dieses Gerät hat noch den eingebauten optischen Belichtungsmesser als Ergänzung. Das Modell Super ist - lt. Werbung- 4x empfindlicher als der Electro Bewi, das zeigt sich in einer etwas anderen Teilung der Mess-Skala. Abgesehen davon und etwas mehr Chrom am Gehäuse habe ich sonst keinen Funktionsunterschied zwischen den Modellen Super und Standard feststellen können. Der Verkaufspreis betrug RM 38,- für das Normal- und für das Leica-Modell.
Die Konstruktion und Bedienung der Elektro Bewi habe ich weiter oben beim Ur-Modell beschrieben, bitte lesen Sie dort nach. Anders als bei den frühen Versionen sitzt vor der Selenzelle im Deckel eine beim Öffnen teleskopartig herausspringende zweiteilige Streulichtblende, die gleichzeitig den Messwinkel verringert. Wie alle Elektro-Bewi's ist auch diese - ohnehin schon sehr seltene - Version so gut wie nie in noch funktionsfähigem Zustand zu finden.
Die Filmempfindlichkeit ist jetzt in DIN zwischen 10 bis 22° einstellbar. Die rote Punktmarkierung weist darauf hin, dass in den Aussparungen der verschiebbaren Blende die Belichtungswerte jeweils einen Wert darunter oder darüber ablesbar sind. Die Blendenwerte stehen nach wie vor auf zwei Skalenreihen mit internationalen Werten von 1,4 bis 32 und deutschen Blenden von 1,7 bis 36. Von der Gummiskala sind auch Gangzahlen für Filmkameras ablesbar.
Bei schwachen Lichtverhältnissen können Werte zwischen 1 bis 3 von der optischen Skala abgelesen und wie zuvor mit dem Gummiband eingestellt werden.
Als Ergänzung sind noch eine Tiefenschärfentabelle für Objektive mit 5 / 7,5 / 10,5 / 13,5 cm Brennweite und Hinweise für Filmkameras aufgeklebt.
ELECTRO BEWI STANDARD - Universal

Die Nachkriegsversionen des Electro Bewi hießen "ELECTRO BEWI STANDARD". Die Gehäuse sind in geringfügig unterschiedlicher Lackierung und mit mehr oder weniger blanken oder gar verchromten Kanten zu finden. Abgesehen von den anderen Leica-Versionen unterscheiden sie sich in Technik und Funktion jedoch nicht. Hier sehen Sie einen frühen UNIVERSAL-ELECTRO BEWI STANDARD, etwa aus dem Jahr 1948. Auch dieses Gerät hat den eingebauten optischen Belichtungsmesser als Ergänzung. Erster Nachkriegs-Verkaufspreis war 54,- DM.
Die Konstruktion und Bedienung der Elektro Bewi habe ich weiter oben beim Ur-Modell beschrieben, bitte lesen Sie dort nach. Gegenüber der 2stufigen Blende der Vorkriegsversion ELECTRO BEWI SUPER haben die Nachkriegsausführungen eine dreistufige Teleskop-Blende vor der Selenzelle.
Die Filmempfindlichkeit ist in DIN zwischen 10 bis 22° einstellbar. Die roten Punktmarkierungen rechts und links weisen darauf hin, dass in den Aussparungen der verschiebbaren Blende die Belichtungswerte jeweils einen Wert darunter oder darüber ablesbar sind. Die Blendenwerte 1,4-32 / 1,7-36 entsprechen den Vorversionen. Die Belichtungszeiten sind jetzt von 20 Min. bis 1/1500 einstellbar. Von der Gummiskala sind auch Gangzahlen für Filmkameras ablesbar.
Bei schwachen Lichtverhältnissen können auch bei diesem Gerät Werte zwischen 1 bis 3 von der optischen Skala abgelesen und wie zuvor mit dem Gummiband eingestellt werden. Auch die aufgeklebte Tiefenschärfentabelle für Objektive mit 5 / 7,5 / 10,5 / 13,5 cm Brennweite und die Hinweise für Filmkameras sind noch vorhanden.
ELECTRO BEWI STANDARD - Leica Version

Der Electro Bewi war in zwei Versionen erhältlich - als UNIVERSAL- und als LEICA-Spezial-Gerät. Die Leica-Version war für die Belichtungszeiten und Blenden der damaligen Leica's vorgesehen, entsprach aber in Bedienung und Funktion der Universal-Version. Hier sehen Sie die Leica-Version, etwa aus dem Jahr 1950 noch vor der Umbenennung in "BERTRAM". Auch dieses Gerät hat den eingebauten optischen Belichtungsmesser als Ergänzung.
Die Konstruktion und Bedienung der Elektro Bewi habe ich weiter oben beim Ur-Modell beschrieben, bitte lesen Sie dort nach. Wie der UNIVERSAL-BEWI STANDARD hat auch dieser Beli die dreistufige Teleskop-Blende vor der Selenzelle und ist - wie alle Elektro-Bewi's - nur selten in noch funktionsfähigem Zustand zu finden.
Die Filmempfindlichkeit ist in DIN zwischen 10 bis 22° einstellbar. Die rote Punktmarkierung weist darauf hin, dass in den Aussparungen der verschiebbaren Blende die Belichtungswerte jeweils einen Wert darunter oder darüber ablesbar sind. Die Blendenwerte 1,5-36 stehen bei der Leica-Version auf weißem Skalengrund. Die internationalen Werte von 2 bis 32 stehen in einer roten Reihe noch darüber. Die Belichtungszeiten sind ebenfalls zweireihig vorhanden - die Leica-Zeiten in schwarz und die "normalen" Zeiten in rot. Von der Gummiskala sind auch Gangzahlen für Filmkameras ablesbar.

Bei schwachen Lichtverhältnissen können auch bei diesem Gerät Werte zwischen 1 bis 3 von der optischen Skala abgelesen und wie zuvor mit dem Gummiband eingestellt werden. Ein Aufkleber weist auf die Besonderheiten der Leica-Wertereihen hin.
BERTRAM STANDARD

Die letzte Version des ELEKTRO BEWI mit verändertem Namen. Für Herstellung und Vertrieb unter dem neuen "BERTRAM"-Warenzeichen firmieren ab 1950 Ernst & Wilhelm Bertram, München Pasing. Der Belichtungsmesser ist bau- und funktionsgleich mit seinen oben beschriebenen Vorgängern. Auch dieses Gerät hat noch den eingebauten optischen Belichtungsmesser als Ergänzung.
Die Konstruktion und Bedienung der Elektro Bewi habe ich weiter oben beim Ur-Modell beschrieben, bitte lesen Sie dort nach. Wie sein Vorgänger BEWI STANDARD hat auch dieser Beli die dreistufige Teleskop-Blende vor der Selenzelle. Wie alle Elektro-Bewi's ist auch diese Version nur selten noch in funktionsfähigem Zustand zu finden.
Die Filmempfindlichkeit ist in DIN zwischen 10 bis 22° bzw. 9 bis 21° einstellbar. Die roten Punktmarkierungen rechts und links weisen darauf hin, dass in den Aussparungen der verschiebbaren Blende die Belichtungswerte jeweils einen Wert darunter oder darüber ablesbar sind. Die Blendenwerte stehen nach wie vor auf zwei Skalenreihen mit internationalen Werten von 1,4 bis 32 und deutschen Blenden von 1,7 bis 36. Die Belichtungszeiten reichen von 20 Minuten bis 1/1500 Sek. Von der Gummiskala sind auch Gangzahlen für Filmkameras ablesbar.
Bei schwachen Lichtverhältnissen können auch bei diesem Gerät Werte zwischen 1 bis 3 von der optischen Skala abgelesen und wie zuvor mit dem Gummiband eingestellt werden.
Als Ergänzung sind noch eine Tiefenschärfentabelle für Objektive mit 5 / 7,5 / 10,5 / 13,5 cm Brennweite und Hinweise für Filmkameras aufgeklebt.

Der Bertram Standard ist in zwei unterschiedlichen Versionen zu finden. Diese unterscheiden sich nicht nur durch geringfügig verschiedene Skalen sondern eigenartigerweise auch durch ihr Gewicht.
Die erste Version (links) mit grünlichem Skalenband hat die übliche DIN-Skala von 10-22° und wiegt 121 g. Die Version 2 (rechts) mit gelbem Skalenband hat eine DIN-Skala von 9-21° und wiegt nur noch 78 g. Am Gehäuse selbst sind keinerlei Unterschiede festzustellen.
ELECTRO BEWI Typ 56

Zur Photokina 1956 stellte Bertram seine Belichtungsmesser-Neuschöpfungen in einem völlig neuen Gehäuse vor. Das mit dem Typ 56 und dem BEWI AUTOMAT A kreierte Gehäusedesign im 50er Jahre Cocktailsessel-Stil sollte das nächste Jahrzehnt bestimmen. Diese Gehäuselinie wurde 1960 auch von Gossen mit dessen Lunasix übernommen.
Der Elektro-Bewi Typ 56 hatte mit der aus den 30er Jahren stammenden Konstruktion des Elektro Bewi nichts mehr gemein. Er sollte auch nicht allzu lange im Bertram Produktionsprogramm bleiben und wurde wenig später durch den Bewi Quick ersetzt. Das Gehäuse ist zwar hübsch und handlich, die Einstellung mit dem kleinen Drehrädchen jedoch nicht nach jedermanns Geschmack. Es wird zwar nur für die Bertram-typische Übertragung des angezeigten Lichtwertes gebraucht, ist jedoch in dieser Form nicht gut gelöst. Der gleichzeitig und im gleichen Gehäuse vorgestellte Automat A war jedenfalls erheblich erfolgreicher.
Werte: Empfindlichkeit 11-25° DIN (11-30 DIN) / 10-250 ASA 10-800 ASA); Blenden 1,5-22; Belichtungszeiten 4 Min - 1/1000 sek.; Lichtwerte 1-19; CINE 8-128.
Obwohl der klassische ELEKTRO Bewi als "BERTRAM STANDARD" auch in den frühen 50er Jahren noch produziert wurde, stellten Ernst & Wilhelm Bertram, München Pasing, 1950 mehrere Neuentwicklungen vor. Wie schon der Elektro Bewi zeichneten sich auch die neuen Bertram-Belichtungsmesser durch eigenwillige Bauformen aus und hoben sich schon dadurch von den Konkurrenten Gossen und Metrawatt ab.
Rückseite eines BERTRAM AMATEUR mit der Bajonettaufnahme für das Armband in der Mitte.
Der BERTRAM AMATEUR im formschönen, lyraförmigen Gehäuse war im Jahr 1950 die erste der eigenwilligen Bertram'schen Beli-Schöpfungen der frühen 50er Jahre. Das durch und durch praxisgerechte und dabei sehr leichte und handliche Messgerät sollte bis 1958 im Produktionsprogramm bleiben. Technisch blieb es in diesen Jahren so gut wie unverändert, der Sammler kann aber verschiedene attraktive Gehäusevarianten und Unterschiede im Detail finden. Sein Verkaufspreis war mit 39 DM vergleichsweise günstig.
Der BERTRAM AMATEUR im formschönen, lyraförmigen Gehäuse war im Jahr 1950 die erste der eigenwilligen Bertram'schen Beli-Schöpfungen der frühen 50er Jahre.
Die hier im Bild gezeigte Version 2 stammt etwa aus dem Jahr 1951 und hat ein schwarzbraunes Bakelitgehäuse mit der gleichen seitlich umlaufenden silberfarbigen Einprägung wie Version 1. Der Gehäuseboden mit der Bajonettaufnahme für das Armband in der Mitte ist mattschwarz. Diese Ausführung hat jetzt einen Alu-Einstellknopf mit Kreuzschlitz für die Filmempfindlichkeit.
Die Einstellskalen sind gegenüber der Version 1 unverändert.
Der BERTRAM AMATEUR im formschönen, lyraförmigen Gehäuse war im Jahr 1950 die erste der eigenwilligen Bertram'schen Beli-Schöpfungen der frühen 50er Jahre. Das durch und durch praxisgerechte und dabei sehr leichte und handliche Messgerät blieb bis 1958 im Produktionsprogramm. Technisch wurde es in diesen Jahren wenig verändert, der Sammler kann aber etliche unterschiedliche Ausführungen finden.
Die hier im Bild gezeigte Version 3 stammt etwa aus dem Jahr 1953 und hat ein dunkelrotbraunes Bakelitgehäuse und die gleiche seitlich umlaufende silberfarbige Einprägung wie die Versionen 1 und 2. Der mattschwarze Gehäuseboden mit der Bajonettaufnahme für das Armband in der Mitte hat bei dieser Ausführung eine blanke Einfassung. Diese Ausführung hat einen Alu-Einstellknopf mit Kreuzschlitz für die Filmempfindlichkeit. Die Einstellskalen sind - bis auf etwas andere Scheiner-Werte - gegenüber der Version 1 unverändert.
Der BERTRAM AMATEUR im formschönen, lyraförmigen Gehäuse war im Jahr 1950 die erste der eigenwilligen Bertram'schen Beli-Schöpfungen der frühen 50er Jahre. Das durch und durch praxisgerechte und dabei sehr leichte und handliche Messgerät sollte bis 1958 im Produktionsprogramm bleiben. Technisch wurde in diesen Jahren wenig verändert, der Sammler kann aber einige Unterschiede im Detail finden.
Die hier im Bild gezeigte Version 4 stammt etwa aus dem Jahr 1955 und hat jetzt ein weißes Bakelitgehäuse mit einer seitlich umlaufenden schwarzen Einprägung. Der Gehäuseboden mit der Bajonettaufnahme für das Armband in der Mitte ist unverändert mattschwarz. Diese Ausführung hat einen Alu-Einstellknopf mit Kreuzschlitz für die Filmempfindlichkeit. Die Einstellskalen sind - bis auf etwas andere Scheiner-Werte - gegenüber der Version 1 unverändert.
Zweifellos ist die hier im Bild gezeigte letzte AMATEUR-Version auch die schönste. Die goldfarbene Hammerschlaglackierung und das goldfarbene Knopfkettchen gleichen sich den Goldvorgaben von Sixtomat und Ikophot dieser Zeit an. Bertram als Markenbezeichnung wurde - wie schon in den 1930er Jahren - wieder durch BEWI ersetzt.
Diese Ausführung stammt etwa aus dem Jahr 1957 und hat ein weißes Bakelitgehäuse mit einer seitlich umlaufenden goldfarbenen Einprägung. Der Gehäuseboden - jetzt ohne Bajonettaufnahme für das Armband - ist goldfarben hammerschlaglackiert. Dieses Modell hat wieder den gerändelten Messing-Einstellknopf meiner Version 1 für die Filmempfindlichkeit. Die Einstellskalen erhielten neue Werte und nun auch die neumodischen Lichtwertzahlen.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN / 20-38° Scheiner / 6-400 ASA; Blenden 2 - 22; Belichtungszeiten 4 Min. - 1/1000 Sek.; Lichtwerte 2-17.
Praktisch zeitgleich mit dem Bertram Amateur wurde 1950/51 die formal recht eigenwillige "Uhrenserie" CHROLON, CHRONOS und CHROSTAR vorgestellt. Alle drei Belichtungsmesser sind technisch und in ihren Messdaten weitestgehend baugleich. Auch die Bedienung ist nahezu identisch und entspricht wie das Messwerk dem Bewi Amateur. Wie bei diesem wurde ebenfalls die vom Electro Bewi gewohnte Einstellung durch Übertragung einer Lichtwertzahl von der Anzeigeskala übernommen. Gegenüber dem Amateur erhielt das Uhrentrio jedoch einen erweiterten Einstellbereich von 1-16.


Praktisch zeitgleich mit dem Bertram Amateur wurde die formal recht eigenwillige "Uhrenserie" CHROLON, CHRONOS und CHROSTAR vorgestellt. Alle drei waren technisch und in ihren Messdaten weitestgehend baugleich. Auch die Bedienung ist nahezu identisch und entspricht wie das Messwerk dem Bewi Amateur. Wie bei diesem wurde ebenfalls die vom Electro Bewi gewohnte Einstellung durch Übertragung einer Lichtwertzahl von der Anzeigeskala übernommen. Gegenüber dem Amateur hat das Uhrentrio jedoch einen erweiterten Einstellbereich von 1-16.
Die Namensgebung Chro.... verleiht diesen Belichtungsmessern trotz gewisser Bauunterschiede einen einheitlichen Anwendungsbereich - mit dem passenden Armband können sie wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen werden. Das Armband kann mittels Bajonettverbindung auf der Geräterückseite angebracht werden. Der Klappdeckelmechanismus tut ein Übriges dazu, die Uhrenverwandschaft zu betonen. Sonderlich erfolgreich war diese Reihe jedoch offensichtlich nicht - nach nur kurzer Bauzeit wurde sie um 1952 bereits wieder eingestellt.
Der CHRONOS hat lediglich eine Blendenskala mit internationalen Werten. Die Scheiner-Werte sind jetzt geringfügig anders skaliert (20-35°). 
Etwa zeitgleich mit dem Bertram Amateur wurde 1950/51 die formal recht eigenwillige "Uhrenserie" CHROLON, CHRONOS und CHROSTAR vorgestellt.

Der CHROSTAR weicht in seiner Bauweise am meisten von seinen Schwestermodellen CHROLON und CHRONOS ab. Doch lassen das - etwas größere - runde Gehäuse und der Springdeckel die Verwandschaft schon äußerlich erkennen.
Auch der CHROSTAR hat eine Blendenskala mit den damals noch von der Leica verwendeten deutschen Werten, diese endet aber wieder beim Wert 22. An der DIN-Empfindlichkeitsskala wird sich ein früher Industriedesigner versucht haben, dafür finden sich in der Vergleichsuhr im Deckel jetzt zusätzlich noch Weston-Werte. Die Cine-Skala wurde stattdessen in die Drehskala integriert. 
Mit dem Bewi AUTOMAT machte Bertram, München, seinem Ruf als Schöpfer ungewöhnlicher Belichtungsmesser wieder alle Ehre. Einen Belichtungsmesser, der auf Knopfdruck und ohne jede Rädchendreherei aktuelle Belichtungswerte lieferte, gab es jedenfalls bisher noch nicht.Ist dies soweit korrekt abgelaufen, kann der Messwert abgelesen werden. Eine kleine rote Marke im oberen Sichtfenster signalisiert, wenn die Messung nicht erfolgreich war. Wegen defekter Selenzellen funktioniert das heute leider nicht mehr so wie es eigentlich gedacht war - meist wird immer die gleiche Skalenreihe angezeigt. Hat man aber mit viel Glück einen noch funktionstüchtigen Automaten erwischt, muss man den Druckknopf bedächtig aber doch mit Nachdruck betätigen und ihn überfallartig wieder loslassen. Wenn man das ganze dreimal wiederholt, kann man aus den jeweils angezeigten Werten einen Mittelwert bilden und hat gewisse Chancen, einen brauchbaren Belichtungswert zu ergattern. Zuvor muss mit dem Rändelrad, das den Druckknopf umgibt, die Filmempfindlichkeit in den drei oberen Fenstern eingestellt werden.
Werte: Empfindlichkeit 11-25° DIN / 10-250 ASA / 8-200 Weston; Blenden 1,5 - 22; Belichtungszeiten 2 Min. - 1/1000 Sek.; Lichtwerte 2-15
BEWI AUTOMAT A

Zur Photokina 1956 stellte Bertram seine Belichtungsmesser-Neuschöpfungen in einem völlig neuen Gehäuse vor. Das mit dem Typ 56 und dem BEWI AUTOMAT A kreierte Gehäusedesign im 50er Jahre Cocktailsessel-Stil sollte das nächste Jahrzehnt bestimmen. Diese Gehäuselinie wurde 1960 auch von Gossen mit dessen Lunasix übernommen. Der zwei Jahre zuvor neu entwickelte Bewi AUTOMAT wurde als AUTOMAT A in dem neuen Gehäuse erheblich erfolgreicher.
Es wird wohl auch daran gelegen haben, dass die etwas traktorähnliche Mechanik des ersten Automat im Modell A nun wesentlich leichtgängiger und auch zuverlässiger funktioniert. Das rote Warnzeichen für einen erfolglosen Messversuch konnte deshalb entfallen. Der hakelige Bedienungsknopf wurde von einer eleganten und leichtgängien Taste abgelöst, die das Gerät nun wirklich zum idealen Einhand-Beli machte. An den Einstellwerten änderte sich hingegen nichts Bedeutendes.
Werte: Empfindlichkeit 11-25° DIN / 10-250 ASA / 8-200 Weston; Blenden 1,5-22; Belichtungszeiten 4 Min - 1/1000 sek.; Lichtwerte 1-17.

Der neu entwickelte Bewi AUTOMAT wurde im neuen Gehäuse als AUTOMAT A recht erfolgreich. Die "Automatik" war damals kein elektronisches Hexenwerk sondern ein eher simpler feinmechanischer Vorgang.

Wohl nach dem Motto "alle zwei Jahre ein neuer BEWI AUTOMAT" gab es ab 1958 auch den BEWI AUTOMAT B zu kaufen. Dieser hatte zwar nach wie vor das stromlinienförmige Gehäuse, aber nun in tiefschwarz mit weißer Messtaste. Was aber vielleicht wichtiger ist - Empfindlichkeit und Messumfang wurden nicht unerheblich erweitert.
Auch mit dieser Aufsteckversion des BEWI AUTOMAT schuf Bertram, München, wieder einen außergewöhnlichen Belichtungsmesser.
Mit dem großen Rändelrad muss lediglich die Filmempfindlichkeit auf die rote Gehäusemarkierung gedreht werden. Danach zeigt der Beli Lichtwert und Belichtungszeit zu den Blendenwerten auf der Skala an. Leider gilt auch hier das übliche Problem - wegen defekter Selenzellen funktioniert das heute leider nicht mehr so wie es eigentlich gedacht war - meist wird immer die gleiche Skalenreihe angezeigt. Hat man aber mit viel Glück einen noch funktionstüchtigen Automaten erwischt, geht das ganze wie Hexenwerk.
Obwohl der BEWI Automat in einem hübschen Lederetui geliefert wird, eignet er sich als Handbelichtungsmesser eher nicht. Immerhin nimmt das Lederetui den Diffusorvorsatz für Lichtmessung auf.
Werte: Empfindlichkeit 12-30 DIN / 12-800 ASA; Blenden 2 - 22; Belichtungszeiten 2 - 1/1000 Sek.; Lichtwerte 2-17
BEWI AUTOMAT C - Mini Aufsteckbelichtungsmesser

Dies ist die Ausführung der als BEWI AUTOMAT C bekannten Aufsteckversion des BEWI AUTOMAT, die das "C" nun auch im Namensschild trägt.
Gegenüber der ersten Ausführung (s. oben) sind auch die Werte geringfügig verändert worden, nicht jedoch die einfache Bedienung. Er liefert auf Knopfdruck und ohne jede Rädchendreherei aktuelle Belichtungswerte - sofern die Selenzelle dabei noch mitspielt....
Diese zweite Version des Aufsteck-BEWI Automat ist auf den ersten Blick an der nun schwarz-weiß bedruckten Skala erkennbar. Das Gehäuse ist identisch mit seinem Vorgänger. Produktionszeit ist um 1962.
Die Bedienung ist unverändert: mit dem großen Rändelrad muss lediglich die Filmempfindlichkeit auf die rote Gehäusemarkierung (gegenüber der Vorversion etwas versetzt angeordnet) gedreht werden. Danach zeigt der Beli Lichtwert und Belichtungszeit zu den Blendenwerten auf der Skala an. Leider gilt auch hier das übliche Problem - wegen defekter Selenzellen funktioniert das heute leider nicht mehr so wie es eigentlich gedacht war - meist wird immer die gleiche Skalenreihe angezeigt. Hat man aber mit viel Glück einen noch funktionstüchtigen Automaten erwischt, geht das ganze wie Hexenwerk. Obwohl der BEWI Automat in einem hübschen Lederetui geliefert wird, eignet er sich als Handbelichtungsmesser eher nicht. Immerhin nimmt das Lederetui den Diffusorvorsatz für Lichtmessung auf.
Werte: Empfindlichkeit 12-36 DIN / 12-2500 ASA; Blenden 1,4 - 22; Belichtungszeiten 30 - 1/1000 Sek.; Lichtwerte 2-19
Im rechten Foto zeige ich die Gehäuseunterseite des BEWI AUTOMAT C mit dem fest montierten Aufsteckschuh. Vorn ist auch der aufgesteckte Diffusor für Lichtmessung erkennbar.
BEWI PICCOLO Aufsteckbelichtungsmesser - Urversion


Mit dem Piccolo holte Bertram um 1960 beileibe nicht den antiken optischen Beli gleichen Namens der 1930er Jahre aus der Mottenkiste, sondern schuf einen der wohl kleinsten Belichtungsmesser als Aufsteckversion.
Das hellgraue Kunststoffgehäuse unterbietet noch den Metraphot 3 von Metrawatt. Es hat im Laufe von einigen Jahren mehrere geringfügig unterschiedliche Ausführungen des Piccolo gegeben. Hier zeige ich zunächst die Urversion.
Trotz seiner kleinen Gehäusemaße glänzt der Piccolo mit übersichtlicher Skala und handlicher Bedienung. Das Gerätchen ist zwar als reine Aufsteckversion konstruiert, kann aber im Original-Lederetui auch als Handbelichtungsmesser verwendet werden.
Mit seinem Nachführzeiger, der von dem die gesamte Gehäuseoberseite dominierenden Rändelrad bewegt wird, ist der Bewi Quick leicht zu bedienen. Den roten Zeiger auf Nadelausschlag gestellt und fertig - auf der kleinen aber übersichtlichen Skala kann danach direkt die gewünschte Zeit-/Blendenkombination abgelesen werden. Die Filmempfindlichkeit wird mit dem hier mit einer Spiegelscheibe (es gab auch andere Ausführungen) abgedeckten Mittelknopf eingestellt.
Werte: Empfindlichkeit 12-33 DIN / 12-1600 ASA; Blenden 2 - 22; Belichtungszeiten 1 - 1/500 Sek.
BEWI PICCOLO Aufsteckbelichtungsmesser - Amateurversion

Dieser BEWI PICCOLO hat zwar ein mit dem Urmodell identisches Gehäuse, jedoch einen gegenüber diesem eingeschränkten Mess- und Anzeigebereich. Auch Skalenanordnung und Einstellkonzept sind - aus welchem Grund auch immer - anders gelöst.
Heute würde man diese Ausführung wohl als Einsteigermodell bezeichnen. Die Namensgebung "Amateurversion" ist meine Schöpfung und wurde von Bertram so nicht verwendet. Mir ist allerdings nicht bekannt, ob beide Ausführungen zur gleichen Zeit und evtl. zu unterschiedlichen Preisen angeboten worden sind.
Ungeachtet dessen ist auch dieser Aufsteckbelichtungsmesser einfach zu handhaben und trotz der kleinen Skalenbeschriftung gut ablesbar. Wie das Urmodell ist dieser Piccolo als reine Aufsteckversion konstruiert, kann aber im Original-Lederetui ebenfalls auch als Handbelichtungsmesser verwendet werden.
Auf das Nachführzeigerprinzip hat Bertram hier verzichtet, stattdessen wird nach dem Nadelausschlag auf die Blendenskala eingestellt. Im kleinen Fenster auf der Skalenunterseite kann die Belichtungszeit dann direkt abgelesen werden. Die Filmempfindlichkeit wird auch hier mit dem ebenfalls mit einer Spiegelscheibe (es gab auch andere Ausführungen) abgedeckten Mittelknopf eingestellt.
Werte: Empfindlichkeit 15-27 DIN / 25-400 ASA; Blenden 2,8 - 22; Belichtungszeiten 1/15 - 1/500 Sek.
BEWI PICCOLO Aufsteckbelichtungsmesser - Amateurversion 2

Wie die zuvor beschriebene "Amateurversion" hat auch dieser BEWI PICCOLO ein mit dem Urmodell identisches Gehäuse, jedoch einen gegenüber diesem eingeschränkten Mess- und Anzeigebereich. Bis auf die veränderte Abdeckung des Einstellknopfes für die Filmempfindlichkeit - mit BEWI-Prägung statt Spiegel - entspricht er der zuvor beschriebenen Version.
Werte: Empfindlichkeit 15-27 DIN / 25-400 ASA; Blenden 2,8 - 22; Belichtungszeiten 1/15 - 1/500 Sek.
Die Gehäuseunterseite mit dem fest angeschraubten Steckschuh ist bei allen Piccolos gleich. Das nur aufgeklebte Schild mit dem Namen fehlt oft, manchmal findet man auch andere Hersteller (z.B. Voigtländer).
BEWI PICCOLO II Aufsteckbelichtungsmesser

Mit diesem BEWI PICCOLO II kehrte Bertram reumütig zum übersichtlichen Einstell- und Bedienkonzept der "Urversion" zurück. Auch die Mess- und Einstellwerte entsprechen diesem jetzt wieder, die Filmempfindlichkeit wurde geringfügig erweitert. Dieses Modell wird etwa um 1970 angeboten worden sein. Das kleine hellgraue Kunststoffgehäuse blieb aber unverändert.
Wie die Urversion hat auch dieser Piccolo II eine übersichtliche Skala und ist in gleicher Weise handlich zu bedienen. Weiterhin ist das Gerätchen als reine Aufsteckversion konstruiert, kann aber im (jetzt schwarzen Kunststoff-)Original-Etui auch als Handbelichtungsmesser verwendet werden.

Mit seinem Nachführzeiger, der von dem die gesamte Gehäuseoberseite dominierenden Rändelrad bewegt wird, ist der Bewi Quick leicht zu bedienen. Den roten Zeiger auf Nadelausschlag gestellt und fertig - auf der kleinen aber übersichtlichen Skala kann danach direkt die gewünschte Zeit-/Blendenkombination abgelesen werden. Die Filmempfindlichkeit wird weiterhin mit dem Mittelknopf eingestellt.
Dieser Mittelknopf ist bei diesem Modell in zwei Ausführungen zu finden - mit dunkelgrauer Plastikkappe mit "BEWI"-Prägung (Bild links) bzw. ohne (Bild rechts). In der Ausführung ohne BEWI-Prägung gibt es ihn auch mit anderen Namensschildern, so u.a. als "Voigtländer".
Werte: Empfindlichkeit 12-33 DIN / 22-1600 ASA; Blenden 2 - 22; Belichtungszeiten 1 - 1/500 Sek.
BEWI QUICK

Der BEWI QUICK ist ein extrem leichter Hand-Belichtungsmesser von Bertram, München. Mit dem grauen Gehäuse entstand er Anfang der 1960er Jahre in der gefälligen Gehäuseform des BEWI Automat.
Auch andere Beli-Hersteller orientierten sich damals an diesem Gehäusedesign (Agfa Lucimeter, Gossen).
Mit seinem Nachführzeiger, der von dem großen griffigen Rändelrad bewegt wird, ist der Bewi Quick ausgesprochen handlich zu bedienen. Zeitweilig war der Bewi Quick auch mit einem hellgrauen Gehäuse erhältlich.
Werte: Empfindlichkeit 12-36 DIN / 10-3200 ASA; Blenden 1,4 - 22; Belichtungszeiten 4 Min. - 1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-19; CINE-Gänge 8-128
Von Wolfgang Kreib erhielt ich ein Foto, dass den BEWI Quick auch in einer elfenbeinfarbenen Ausführung zeigt. Dieses Gehäuse passt damit gut zu den den Beli-Gehäusen von Bewi aus der zweiten Hälfte der 1950er Jahre (BEWI Automat A, Elektro Bewi 56).
Diese Ausführung wird demnach auch in dieser Zeit vertrieben worden sein, so dass der BEWI Quick entgegen meiner obigen Angabe offenbar schon früher als in den 60er Jahren erhältlich war. Dadurch erklärt sich auch die zeitliche Lücke zwischen dem Electro Bewi 56 und dem als dessen Nachfolger anzusehenden BEWI Quick.
Da der Electro Bewi Typ 56 mit dem elfenbeinfarbenen Gehäuse selten auftaucht, wird er wohl schon früh von diesem BEWI Quick abgelöst worden sein. Allerdings findet man den elfenbeinfarbenen BEWI Quick auch nicht auf jedem Fotobörsentisch....
BEWI BOY

Die letzte Belichtungsmesser-Kreation von Bertram, München, aus dem Jahr 1967. Der Boy ist ein kleiner, sehr einfacher Belichtungsmesser. Offenbar hatte man die zuvor mit ansprechenden Ergebnissen arbeitende Designabteilung aufgelöst (oder Bertrams Chefentwickler aus dem Betrieb gemobbt). In Form und Ausführung erinnert der Boy eher an fernöstliche Billigprodukte oder späte DDR-Fertigung denn an Made in Germany.
Wie dem auch sei - als Abgesang auf das Münchener Traditionsunternehmen gehört er in eine Sammlung (man kann ihn ja hinter dem BEWI-ZOOM-SPOT-Monster verstecken...).
Werte: Empfindlichkeit 15-27 DIN / 25-400 ASA; Blenden 1,4 - 22; Belichtungszeiten 4 - 1/1000 Sek.; CINE-Gänge 8-64.
BLENDUX - Kinematographisches Luxmeter, Version 1
Hersteller GOSSEN, Fabrik Elektrischer Präzisionsmessgeräte Erlangen/Bay, um 1934. Diese Spezialversion des OMBRUX für Filmkameras dürfte wohl der erste elektrische Spezialbelichtungsmesser für Filmkameras gewesen sein. Die Abbildung zeigt eine frühe Ausführung mit der Fabr.-Nr. 359. Die Bedienung des BLENDUX unterschied sich nicht von der OMBRUX-Normalversion. Die hier beiliegenden Alu-Tabellen geben die Werte für verschiedene Gangzahlen und Blenden bei unterschiedlichem Schmalfilmmaterial. Die Tabellen stecken wie bei den anderen Versionen normalerweise in einer Klemmhalterung des Lederetuis, fehlen aber heute leider oft.
Wie alle frühen Gossen-Belis hat auch der BLENDUX zwei Messbereiche, durch Druck auf den roten Knopf gilt die empfindlichere rote Blendenskala. Alle ablesbaren Werte von Blende 1,5 bis 8 / 5,6 bis 32 gelten bei 16 Bilder/sec = 1/32 sec. Belichtungszeit für Filme mit 20/21° Scheiner. Vergleichswerte für andere Empfindlichkeiten - wie bei der Fotoversion - fehlen, stattdessen gelten die Tabellenwerte für die jeweiligen Filmfabrikate. Für andere Filmsorten war die nächst kleinere bzw. nächst größere Blende zu nehmen.
Das Gehäuse war im übrigen baugleich mit dem PHOTOLUX und den anderen frühen Gossen-Belis. Der Verkaufspreis betrug RM 26,50 zzgl. Lederetui RM 2,50.
BLENDUX - ORIG. GOSSEN - Kinematographisches Luxmeter, Version 2
Hersteller GOSSEN, Fabrik Elektrischer Präzisionsmessgeräte Erlangen/Bay, um 1934. Diese Spezialversion des OMBRUX für Filmkameras dürfte wohl der erste elektrische Spezialbelichtungsmesser für Filmkameras gewesen sein. Die Abbildung zeigt eine Ausführung mit der Fabr.-Nr. 976. Die Bedienung des BLENDUX unterschied sich nicht von der OMBRUX-Normalversion. Die hier beiliegenden Alu-Tabellen geben die Werte für verschiedene Gangzahlen und Blenden bei unterschiedlichem Schmalfilmmaterial. Die Tabellen stecken wie bei den anderen Versionen normalerweise in einer Klemmhalterung des Lederetuis, fehlen aber heute leider oft.
Wie alle frühen Gossen-Belis hat auch der BLENDUX zwei Messbereiche, durch Druck auf den roten Knopf gilt die empfindlichere rote Blendenskala. Alle ablesbaren Werte von Blende 1,5 bis 8 / 5,6 bis 32 gelten bei 16 Bilder/sec = 1/32 sec. Belichtungszeit für Filme mit 20/21° Scheiner. Vergleichswerte für andere Empfindlichkeiten - wie bei der Fotoversion - fehlen, stattdessen gelten die Tabellenwerte für die jeweiligen Filmfabrikate. Für andere Filmsorten war die nächst kleinere bzw. nächst größere Blende zu nehmen.
Das Gehäuse war im übrigen baugleich mit dem PHOTOLUX und den anderen frühen Gossen-Belis. Der Verkaufspreis betrug RM 26,50 zzgl. Lederetui RM 2,50.
BROCKWAY SEKONIC Studio MODEL-S

Dieses Messinstrument ist wohl einer der universellsten Selen-Belichtungsmesser speziell für professionelles Arbeiten. Laut Typenschild ist der Hersteller SEKONIC ELECTRIC CO., Tokyo, für BROCKWAY CAMERA CORP. New York. Die Bauzeit dürfte um 1960 sein. Es sind auch andere baugleiche oder -ähnliche Versionen mit anderen Herstellerangaben (z.B. Norwood Director) zu finden.
Das Gerät hat einen um ca. 300° drehbaren Messkopf. Dieser kann unterschiedliche Messvorsätze aufnehmen. Im übrigen weichen sowohl die Werte als auch die Einstellung von dem weiter unten beschriebenen Norwood Director ab; offenbar ist diese Version einige Jahre jünger. Mit dem Revue Studio ist dieser Belichtungsmesser jedoch baugleich. Es unterscheiden sich lediglich die Farben der Skalen.



Durch ein einschiebbares Sperrblech lässt sich die Selenzelle bei Nichtgebrauch vor Lichteinfall schützen, anstelle des Sperrblechs kann auch eine gelochte Scheibe zur Lichtreduktion eingeschoben werden. Bei diesem Gerät können mit zwei unterschiedlichen Locheinschüben bestimmte Verschlusszeiten für eine jeweilige Filmempfindlichkeit vorgewählt werden. Die Filmempfindlichkeit wird im übrigen mit der rastenden Stellmarke im ASA-Fenster eingestellt; es ist nicht mehr - wie beim Norwood Director - notwendig, die Rändelscheibe dabei festzuhalten. Je nachdem ob mit oder ohne eingesetzten Lochvorsatz gemessen wird, muss die Messmarke "SLIDE IN/OUT" direkt auf den Anzeigewert der Nadel (Lichtwerte 4-1000 fc) gedreht werden. In einer aufwendigen, für alle diese Typen ähnlichen Ledertasche können die Messvorsätze und Lochscheiben griffbereit untergebracht werden (Foto).
Werte: 0,1-12.000 ASA; Blenden 1-45 (internationale Werte); Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-20; Polaroid-EV-Lichtwerte; Cine-Werte.
Capital Selenbelichtungsmesser

Kleiner Handbelichtungsmesser aus den 1950er Jahren aus japanischer Fertigung. Capital war auch eine Vertriebsmarke vom Neckermann Fotoversand. Das sehr leichte Gerät entspricht der üblicher Bauweise japanischer Belichtungsmesser aus dieser Zeit, ist aber etwas kleiner. Das Gehäuse ist aus schwarzem Bakelit. Im uuml;brigen ist der Belichtungsmesser bis auf dessen Plexiabdeckung baugleich mit dem Deltz. Auch die Messparameter beider Belis stimmen überein.
Werte: Empfindlichkeit 9-30 DIN / 6-1600 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 8-1/1000 Sek.; Lichtwerte 3-20; Cine-Gangzahlen 8-32.
CAPITAL Movie Meter

Ab etwa Mitte der 1950er Jahre werden immer mehr Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung angeboten. Manche unterscheiden sich nur wenig und gehören zu Handelsmarken, etliche sind Nachbauten deutscher Belichtungsmesser. Dieser Filmbelichtungsmesser ist vielleicht dem Weston DR854 nachempfunden, aber formal ein eigenständiges Modell. Mit dem Drehrad werden verschiedene ASA-Werte eingestellt, die Walze im Anzeigefenster zeigt dazu die passende Blendenskala für die Standardgeschwindigkeit.
Werte: Empfindlichkeit 10-200 ASA in acht Stufen; Blenden 0,7-64 je nach Einstellung.
Capital TK79

Nach Ende der etwa Mitte der 1950er Jahre beginnenden Nachbauperiode sind ab etwa 1970 mehr und mehr Belichtungsmesser aus eigener japanischer Entwicklung zu finden. Bei den meisten handelt es sich um einfache und leichte Geräte in Plastikgehäusen, die auch von Porst oder Revue als Eigenmarken vertrieben worden sind.
Ob das noch sammelnswerte Teile sind, ist durchaus strittig. Für praktische Fotozwecke sind diese Geräte jedoch meist ganz ordentlich zu gebrauchen. Als Beispiel hier ein solcher Beli der Marke Capital aus dem Jahr 1982 mit Nachführzeiger. Ob dies auch der Hersteller ist, ist mir nicht bekannt. Das Gerät ist baugleich mit DANUBIA TK-79 und HAMA SELEN-1, die Sie weiter unten in dieser Aufstellung finden können.
Werte: Empfindlichkeit 9-39° DIN / 6-6.400 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 8-1/2000 Sek.; Lichtwerte 0-20.
CIMBRUX - ORIG. GOSSEN
Hersteller GOSSEN, Fabrik Elektrischer Präzisionsmessgeräte Erlangen/Bay, um 1934. Spezialversion des OMBRUX für Foto- und Filmkameras in einer Bezeichnungsvariante zum BLENDUX (Fabr.-Nr. 397). Unterschiede in der Funktion oder den Skalenwerten zu dem zeitgleich produzierten BLENDUX habe ich nicht feststellen können.
Allerdings geben die hier beiliegenden Alu-Tabellen neben den Schmalfilm- auch Belichtungswerte für verschiedene Empfindlichkeiten (12-13 DIN/20° Scheiner; 15-16 DIN/ 23° Scheiner; 18-19 DIN/26° Scheiner) und dazu passende Zeit-/Blendenkombinationen. Es wird sich also um ein Kombinationsgerät für Foto- und Filmverwendung gehandelt haben. Die Tabellen stecken wie bei den anderen Versionen normalerweise in einer Klemmhalterung des Lederetuis, fehlen aber heute leider oft. Die Bedienung unterschied sich nicht von der Normalversion.
Wie alle frühen Gossen-Belis hat auch der CIMBRUX zwei Messbereiche, durch Druck auf den roten Knopf gilt die empfindlichere rote Blendenskala. Alle ablesbaren Werte von Blende 1,5 bis 32 gelten für 16 Bilder/sec = 1/32 sec. Belichtungszeit. Die Tabellen geben Vergleichswerte für andere Empfindlichkeiten bei Blenden zwischen 1,5 bis 32 und Belichtungszeiten von 20 bis 1/1000 Sek.
Das Gehäuse war im übrigen baugleich mit dem PHOTOLUX und den anderen frühen Gossen-Belis.
Cinemax-8

Futuristisch geformter Movie-Belichtungsmesser japanischer Herkunft. Das Teil war wohl als Ergänzung für eine Schmalfilmkamera gleichen Namens aus den 1950er Jahren vorgesehen.
Die Bildgeschwindigkeit 8-48 FPS (Bilder pro Sek.) wird zunächst auf die Filmempfindlichkeit eingestellt. Danach kann auf der Kanalskala entsprechend dem Nadelausschlag direkt die Blende abgelesen werden.
Werte: Empfindlichkeit 10-24° DIN; Blenden 1-22; Laufgeschwindigkeiten 8, 12, 14, 16, 24, 32, 48 Bilder/s.
Dieser Billig-Belichtungsmesser aus den 1970er Jahren ist bis auf das Typenschild identisch mit dem HAMA SELEN-1. JAPAN steht auf der Skala, der Hersteller ist mir nicht bekannt (evtl. Soligor?. Das Gerät ist durchaus handlich zu bedienen, hat einen Nachführzeiger und kann im Normalgebrauch auch heute noch dadurch überzeugen, dass es keine Batterien benötigt.
Schwerer Handbelichtungsmesser im stromlinienförmigen Bakelitgehäuse von De JUR AMSCO Co., New York, etwa aus dem Jahr 1940. Dem von der Messnadel angezeigten Wert zwischen 0,1 bis 4000 Foot Candles wird mit dem Chromrad auf der linken Skalenhälfte die Filmempfindlichkeit gegenübergestellt. Der rechte (rote) Skalenteil gibt dann über die Belichtungswerte Auskunft.
Schwerer Handbelichtungsmesser im stromlinienförmigen Bakelitgehäuse von De JUR AMSCO Co., New York, aus dem Jahr 1945. Der Verkaufspreis betrug $ 18,75 zzgl. Etui $ 1,75.
Der deJUR CRITIC 50 als CINE-Modell für Filmkameras. Die Ausführung entspricht dem zuvor beschriebenen Modell von De JUR AMSCO Co., New York, aus dem Jahr 1945. 

Offenbar als Sparversion bot De JUR AMSCO Co., Shelton Conn. in der Zeit kurz nach Ende des 2. Weltkrieges den EXPOSURE METER 5A an. Der Verkaufspreis betrug $ 11,50 zzgl. $ 1 für das Schweinslederetui. Der kleine Handbelichtungsmesser im schwarzen Bakelitgehäuse ist für diese Bauzeit erstaunlich leicht und handlich.
Das "Gesicht" dieses US-Belichtungsmessers von De JUR AMSCO Co., New York, aus dem Jahr 1947 erinnert eher an einen Cadillac-Straßenkreuzer als an ein fotografisches Gerät ... Beim Abklappen dieser massiven Frontverkleidung schaltet sich zugleich die Drehskala mit den Blendenwerten um. Die Messbereiche sind mit "reflected" (hood up) für normale und "incident" (hood down) für schwächere Lichtverhältnisse bezeichnet.
Werte: Empfindlichkeit 0,8-800 ASA; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 120-1/800 Sek.
Hübscher kleiner Selenbelichtungsmesser aus japanischer Fertigung, Hersteller Deltz, ohne weitere Typenangabe aus der Mitte der 50er Jahre.
Die kleine Fabrik für elektrische Messinstrumente, Josef Dorn in Leipzig, produzierte 1937 ihren ersten elektrischen Belichtungsmesser. Den Dornlei stelle ich hier aus dem Photo Porst-Katalog 1937 vor. Bekannt wurde das Unternehmen jedoch erst mit dem Nachfolgemodell Prix, das schon kurz darauf (1939) vorgestellt wurde. Dorn fertigte noch bis weit in die 1960er Jahre Belichtungsmesser. Erst 1983 wurde der Betrieb endgültig eingestellt.
Der Electrophot war praktisch zeitgleich mit dem Gossen Photolux und dem Weston im Jahr 1933 einer der drei ersten photoelektrischen Belichtungsmesser. Hersteller war Müller & Ziegler, Nürnberg, die nach Literaturhinweisen angeblich noch im gleichen Jahr in der "Metrawatt AG" aufging (von der später die Leica-Belichtungsmesser hergestellt wurden). Wie mir inzwischen ein gut informierter Sammler aus den Niederlanden mitgeteilt hat, ist diese Information jedoch nicht korrekt. Offenbar sind Electrophot und Metrophot unabhängig voneinander entwickelt worden. Die Bauähnlichkeiten sind jedoch auffällig. 
Dieser Belichtungsmesser der Elektro- und feinmechanische Apparatebau GmbH, Wien, ist baugleich mit dem AKALUX der AKG Akustische- und Kino-Geräte GmbH, Wien. Bauzeit ist um 1955. In den Bildern (Katalogfotos) sehen Sie zwei unterschiedliche Ausführungen.
Mit dem Eos bot die Metrawatt AG, Nürnberg 1938 einen preisgünstigen und handlichen Alltagsbelichtungsmesser an, der preislich mit den beliebten optischen Belis konkurrieren konnte. Im Laufe der nur kurzen Bauzeit gab es jedoch mehrere Versionen. Die Handhabung ist sehr einfach - das Rändelrad mit der Filmempfindlichkeit auf den Nadelausschlag der Kanalskala stellen und die Belichtung kann direkt abgelesen werden.
Die erste Version hat eine Empfindlichkeitsskala von 6-21° DIN / 20-29° Scheiner. Die Blendenskala reicht von 1,4 bis 22 (internat. Werte) bzw. 1,5 bis 25 (deutsche Werte), Belichtungszeiten von 120 bis 1/1000 Sek.
EOS Version 2


Die zweite Version des Eos hat einen bis 27° DIN / 38° Scheiner erweiterten Empfindlichkeitsbereich. Die Werte für Blenden und Belichtungszeiten entsprechen der ersten Ausführung. Diese Ausführung war auch mit einer zusätzlichen Cine-Skala erhältlich (Bild rechts). Wer es ganz genau nimmt, findet auch noch kleine Unterschiede in der Gravur der Scheiner-Empfindlichkeitsskala.
Etalon AUTOMAT-A

Hübscher Selenbelichtungsmesser aus japanischer Fertigung, Hersteller CHUO Electronic Co, späte 50er Jahre. Die Bauweise entspricht der anderer japanischer Belis dieser Jahre, das Gehäuse ist jedoch etwas kleiner. Er hat zwei Messbereiche, die ebenfalls mit der Frontklappe umgeschaltet werden; bei offener Klappe gilt das rote Ablesefenster.
Werte: Empfindlichkeit 6-36 DIN; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 100-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-18; Cine-Gangzahlen.
EXCELSIOR
Der zweite Belichtungsmesser nach dem Photoskop aus dem Excelsior-Werk Rudolf Kiesewetter, Leipzig, 1938. Anders als das urige Photoskop entsprach diese Neuentwicklung jetzt der inzwischen üblichen Bauweise von Handbelichtungsmessern. Der Verkaufspreis betrug (Photo Porst-Katalog 1939) 19,80 RM incl. Etui, für die Leica-Ausführung 22,80 RM.
Die Anzeigenadel ergibt einen Lichtwert zwischen 1 bis 13. Dieser wird mit dem Rändelrad auf den Lichtempfindlichkeitswert gedreht (8-19° DIN / 18-29° Scheiner). Der passende Belichtungswert kann danach von der roten Blendenskala (1,4 bis 22) und dem gegenüberliegenden Wert der Zeitenskala (120 bis 1/2000 Sek.) abgelesen werden.
Verkaufspreis war 18,- RM.
EXCELSIOR ENSIGN - Exportversion
Exportversion des zweiten Belichtungsmesser nach dem Photoskop aus dem Excelsior-Werk Rudolf Kiesewetter, Leipzig, 1938. Diese vom britischen Importeur ENSIGN Ltd. vertriebene Version des Excelsior hat das gleiche Gehäuse und dieselben Messwerte wie die deutsche Version (s. oben). Nur eine geringfügig andere Skalenbeschriftung weist darauf hin, dass es sich um ein Exportmodell handelt.
Bei dem abgebildeten Belichtungsmesser sind ansonsten noch die Gravur der Cine-Werte auf dem Gehäuse etwas anders angeordnet. Der EXCELSIOR-Schriftzug ist außerdem weiß, bei der vorherigen Version ist dieser blau.
EXCELSIOR junior
Fotoelektrischer Belichtungsmesser aus dem Excelsior-Werk Rudolf Kiesewetter, Leipzig, 1954. Wie es der Name schon ausdrückt, eine kleinere (und etliche Jahre jüngere) Version des Excelsior (Größenvergleich s. Bild rechts).
Die Funktionen allerdings rechtfertigen den Namen "junior" hingegen nicht. Es ist so gut wie nichts verändert, auch nicht die Leistungswerte. Lichtwerte zwischen 1 bis 13 werden mit dem Rändelrad auf die Filmempfindlichkeitsskala eingestellt. Diese befindet sich mit Werten zwischen 6-24° DIN / 3-200 ASA jetzt oben auf der Skala.
Der passende Belichtungswert kann danach von der Blendenskala auf dem Drehring (1,4 bis 22) und dem gegenüberliegenden Wert der Zeitenskala (120 bis 1/2000 Sek.) abgelesen werden. Die Gangzahlen für Schmalfilmkameras sind wieder auf die Alu-Skala gewandert.
EXCELSIOR junior - Vers. 2
Etwas spätere Ausführung dieses fotoelektrischen Belichtungsmessers aus dem Excelsior-Werk Rudolf Kiesewetter, Leipzig, 1958. Gehäuseform und Ausführung entsprechen exakt der ein paar Jahre älteren Vorversion.
An den Werten wurden nur Kleinigkeiten verändert. Den inzwischen verbesserten Filmen entsprechend wurde die Empfindlichkeitsskala um zwei Stufen bis 30° DIN / 800 ASA erweitert. Auch Belichtungs- und Blendenwerte wurden leicht geändert. Die Bedienung blieb gleich - Lichtwerte zwischen 1 bis 13 werden mit dem Rändelrad auf die Filmempfindlichkeitsskala eingestellt. Diese befindet sich oben auf der Skala. Der passende Belichtungswert kann danach von der Blendenskala auf dem Drehring (1,4 bis 32) und dem gegenüberliegenden Wert der Zeitenskala (30 bis 1/1000 Sek.) abgelesen werden. Die Gangzahlen für Schmalfilmkameras wurden eingespart.
Der Verkaufspreis dieser Version war 33,90 DM (Ost).
EXCELSIOR 3
Fotoelektrischer Belichtungsmesser aus dem Excelsior-Werk Rudolf Kiesewetter, Leipzig, 1962. Die letzte Belichtungsmesserversion aus diesem Werk, das kurz darauf seinen Fertigungsbetrieb einstellen musste.
Das Funktionsprinzip und die Einstellungen blieben gegenüber der Urversion aus dem Jahr 1938 unverändert. Lichtwerte zwischen 1 bis 13 werden mit dem Rändelrad auf die Filmempfindlichkeitsskala eingestellt. Diese befindet sich mit Werten zwischen 9-30° DIN / 6-800 ASA jetzt oben auf der Skala. Der passende Belichtungswert kann danach von der Blendenskala auf dem Drehring (1,4 bis 32) und dem gegenüberliegenden Wert der Zeitenskala (8 bis 1/1000 Sek.) abgelesen werden. Die farbigen Punktmarkierungen gelten entsprechend für verschiedene Gangzahlen von Schmalfilmkameras.
Der Verkaufspreis betrug 38,75 DM (Ost) incl. rotem Lederetui und Tragekordel.
EXPO-RITE Type NE-2 Polaroid-Aufsteckbelichtungsmesser

Als ab etwa Mitte der 1950er Jahre immer mehr Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung angeboten wurden, unterschieden sie sich anfangs nur wenig. Viele waren auch nur Nachbauten deutscher Produkte.
Dieser Aufsteckbelichtungsmesser Expo-Rite von Nippon KosokuInd. Co, Tokyo, ist jedoch ein eigenständiges japanisches Prokukt mit einer nicht häufig zu findenden Besonderheit. Zum Einen hat das nicht unbedingt formschön zu nennende Gerät eine dreh- und per Bajonett wechselbare Einstellscheibe für unterschiedliche Filmempfindlichkeiten! Außerdem hat es nur Lichtwertzahlen für Polaroid-Kameras.
Werte: Empfindlichkeit 140 / 200 / 280 / 400 / 2400 / 3000 / 4200 / 6000 ASA; Polaroid-EV-Lichtwerte 9-22 je nach Skala.
FOTOLUX

Die erste Version des Fotolux aus dem VEB ELEKTRO-APPARATE-WERKE J.W. Stalin (EAW), Berlin, ist mir in zwei unterschiedlichen Gehäusausführungen bekannt. In der Bedienungsweise mit dem beidseitig aus dem Gehäuseinneren herausragenden Rändelrad unterscheiden sich die beiden Geräte nicht.
Das Gerät wurde ab 1953 - von der Führung des DDR-Staates im Rahmen der "Befriedigung der Bedürfnisse der Bürger der DDR" zur Produktion freigegeben - im HO-Fotohandel angeboten. Ich vermute, dass es sich dabei zunächst um die im Bild links gezeigte Ausführung gehandelt hat.
Die Gehäuse sind aus schwarzem bzw. braunem Bakelit. Bei dem schwarzen Gehäuse ist "FOTOLUX" in das Gehäuse graviert, bei der Version im Bild rechts findet sich der Name auf dem weißen Anzeigeschild.
FOTOLUX II
Aus dem VEB ELEKTRO-APPARATE-WERKE J.W. Stalin (EAW), Berlin, kam 1956 dieser formschöne Belichtungsmesser im noblen, samtausgeschlagenen Lederetui. Das Gehäuse ist aus dunkelrot-braunem Bakelit.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN; Blenden 1,4 - 22; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1 - 15. Auf der Skala können noch Filterfaktoren 2fach und 4fach berücksichtigt werden.
FOTOLUX III
Nur ein Jahr später als der Fotolux II wurde dieser Fotolux III aus dem VEB ELEKTRO-APPARATE-WERKE J.W. Stalin (EAW), Berlin, angeboten. Das Gehäuse wirkt nicht mehr ganz so edel wie das des Vorgängers.
Es wurde auch nicht viel geändert; Filmempfindlichkeit und Blendenbereich blieben unverändert. Lediglich die Belichtungszeiten beginnen jetzt schon mit 120 Sekunden und die Lichtwerteskala reicht von 1 - 16. Auf der - jetzt linearen - Skala können weiterhin auch Filterfaktoren 2fach und 4fach berücksichtigt werden.
Neu war wohl auch die Streuscheibe für Lichtmessung.

Frühe Gehäuseausführungen haben noch die seitlichen Lochmulden des Fotolux II für das Etui (oberes Foto).
Bei späteren Ausführungen sind diese nicht mehr vorhanden; bitte achten Sie auch auf den um 180 Grad gedrehten "EAW"-Schriftzug (unteres Foto).
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN; Blenden 1,4 - 22; Belichtungszeiten 120-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1 - 16.
Friholux

Über den Hersteller FRIHO dieses Selenbelichtungsmessers habe ich leider keine Informationen. Den Daten und der Bauform nach wurde er in den späten 40er bis frühen 50er Jahren produziert. Das Gehäuse entspricht dem des Balda Temeter bzw. dem Actino oder ist mit diesen sogar baugleich.
Der Friholux hat zwei Messbereiche mit zwei Skalen (Werte 3-10 bzw. 11-18). Durch Drücken eines seitlichen roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet. Das Gehäuse ist aus schwarzem Bakelit und identisch mit dem Mini-Rex aus München.
Werte: Empfindlichkeit 6-24° DIN / 3 - 200 ASA; Blenden 1,4-32 (internationale Werte); Belichtungszeiten 120 - 1/1000 Sek.
G.E.C.

Diese schwarze Bakelitdose ist der einzige Belichtungmesser der General Electric Company, London, aus den ersten Nachkriegsjahren um 1947. Obwohl G.E.C. (nicht mit GE USA zu verwechseln) zu den großen britischen Unternehmen der Konsumelektrik gehörte blieb es bei diesem einmaligen Versuch. Die Form war schon damals nicht mehr zeitgemäß, entsprach sie doch in der Ausführung den schon ein Jahrzehnt zuvor angebotenen Electrophot, Metrophot u.a.
Auch die Bedienung bereitet keine rechte Freude, das Gerät fällt beim Einstellen leicht aus der Hand. Wenn man sowas überhaupt findet, ist das Bakelitgehäuse fast immer beschädigt. Die Handhabung erfolgt über vier Ringe, mit denen aus der Skalenanzeige von Lichtwerten zwischen 1-13 verwendbare Belichtungswerte zurecht zu drehen sind. Am besten probieren Sie das Teil gar nicht erst aus - es geht doch nur kaputt....
Werte: Empfindlichkeit 14-38° Scheiner; Blenden 1-32 (international); Belichtungszeiten 120-1/2000 Sek.
General Electric
General Electric ist einer der großen US-Elektrokonzerne. Jedem Audio-Fan wird GE durch seine Rundfunk- und Musikaktivitäten (RCA) bekannt sein. Mit der Belichtungsmesserproduktion begann GE um 1939 vergleichsweise spät. Danach kamen bis etwa Ende der 1950er eine stattliche Anzahl meist recht eigenwilliger Messgeräte aus der GE-Produktion.
GENERAL ELECTRIC 8DW4Y1
Frühes Messinstrument aus der Baureihe mit den eigenwilligen Typenbezeichnungen von General Electric USA aus dem Jahr 1939. Das Messinstrument sitzt in einem schweren quadratischen Bakelitgehäuse. Das aufschiebbare Frontteil verbindet zugleich die Rechenskala und eine klappbare Frontblende für zwei Messbereiche. Bei abgenommenem Frontteil ist das Gerät auch als Luxmeter verwendbar. Die Skala ist in 0-70 foot candles eingeteilt, die Werte lassen sich in Lux umrechnen (1 fc ~ 10,8 lx).
Die Anzeigeskala bietet 4 Skalen für die Direktablesung von Belichtungszeiten (1/10, 1/50, 1/100, 1/1000 bei geschlossener Frontblende oder 1, 1/5, 1/25, 1/100 bei offener Frontblende) für unterschiedliche Blendenwerte, jeweils bei 16°GE. Auf der Rechenscheibe des Deckels sind auch andere Werte abzulesen. Hierzu muss der Wert des Nadelausschlags der Blendenskala gegenübergestellt werden.
Werte: Empfindlichkeit 3-60 (GE-eigene Werte, entsprechen ungefähr den späteren ASA); Blenden 1-45; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.


Frühes Messinstrument von General Electric USA etwa aus der Zeit um 1940. Die eigenwillige Typenbezeichnung lässt auf eine frühere Bauzeit schließen. Das Gehäuse dieses Belichtungsmessers ist jedoch identisch mit den Modellen der DW-Baureihe.

Schwerer Handbelichtungsmesser aus dem Jahr 1937 von General Electric. Das Gehäuse dieser Belichtungsmesser mit der Modellbezeichnung DW-xx ist identisch, lediglich die Skalen und die Handhabung sind geringfügig unterschiedlich. Auch die Trennmöglichkeit von Messeinheit und dem Frontteil mit der Rechenscheibe haben alle DW's gmeinsam. Die Skala ist für allgemeine Beleuchtungsmessungen in foot candles 0-70 eingeteilt, die Werte lassen sich in Lux umrechnen (1 fc ~ 10,8 lx).
Man mag zu den US-Monster-Belis stehen wie man will, doch sind diese General-Electric's schon beeindruckende Geräte. Dieser schwere Handbelichtungsmesser aus dem Jahr 1938 ist - hat man sich erstmal dran gewöhnt - ein recht handliches Gerät. Nur auf den ersten Blick wirkt die Skala ein wenig verwirrend.
Die tief hinter der Frontklappe liegende Selenzelle hat neben einem kleineren Messwinkel außerdem noch einen guten Seitenlichtschutz. Mit der Frontklappe wird zugleich der Messbereich umgeschaltet.
Zudem ist das Gerät noch teilbar - die Rechenscheibe auf dem Frontteil hat dafür noch eine dritte Einstellmarkierung. Das Messteil kann allein auch als Luxmeter benutzt werden. Die Skala ist in foot candles eingeteilt, die Werte lassen sich in Lux umrechnen (1 fc ~ 10,8 lx).

Der abgelesene Skalenwert kann wahlweise mit der "cover closed" oder "cover open" Markierung auf die Rechenskala übertragen werden. Diese endet bei dieser Frontteil-Ausführung allerdings mit 70, während die Skalenteilung der oberen Skala (geschlossene Frontklappe) bis 600 reicht. Doch soviel Licht gibt's in der Praxis ohnehin nicht - oder hat jemand der altvorderen Besitzer mal das Frontteil vertauscht? Da das Verhältnis offen:geschlossen 1:10 beträgt kann leicht umgerechnet werden. Die Filmempfindlichkeiten sind frühe ASA-Werte, die sich mit DIN- oder Scheiner-Graden nicht unmittelbar verrechnen lassen. Die US-Beli-Hersteller gaben dazu regelmäßig Filmtabellen mit den für das jeweilige Instrument gültigen Werten heraus (s. Weston Ratings).
Werte: Empfindlichkeit 0,8-800 mit vielen Teilwerten, wie bei US-Belis üblich; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 120-1/800 Sek.
GENERAL ELECTRIC DW-49 SECONDS EXPOSURE

Diese Ausführung des DW-49 hat gegenüber der zuvor beschriebenen eine Rechenskala bis zum Lichtwert 700 und die Skalenaufschrift "SECONDS EXPOSURE". Die Messeinheit selbst dürfte hingegen identisch sein.
Zur Handhabung gilt das zu den beiden Geräten zuvor Beschriebene. Die Fabriknummer liegt um etwa 3000 höher als bei dem DW-49 mit der Normalskala, das Gerät stammt etwa aus 1938/39. Auch dieses Gerät ist teilbar - hat jedoch keine dritte Einstellmarkierung auf der Rechenscheibe.

Bei dieser Skalenversion wird die Verschlusszeit nach Druck auf den seitlichen Sperrstift auf die Filmempfindlichkeit voreingestellt. Mit dem abgelesenen Skalenwert kann dann - unabhängig vom Messbereich - auf dem äußeren Bereich der Rechenskala direkt der passende Blendenwert abgelesen werden.
Werte: Empfindlichkeit 0,6-800; Blenden 1-64 (international und relativ); Belichtungszeiten 300-1/2500 Sek.
GENERAL ELECTRIC DW-68

Vieles wurde bei den General Electric-Belis der 40/50er Jahre nicht verändert. Man muss schon genau hinsehen, um den einen und anderen Unterschied auszumachen. Dieser DW-68 wurde um 1950 produziert. Das Gehäuse änderte sich gegenüber den DW-Vorläufertypen nicht. Die Skala der Rechenscheibe wirkt ein wenig aufgeräumter als bisher.
Unverändert liegt die Selenzelle bei aufgesetztem Vorderteil tief im Gehäuse. Das bedeutet neben einem kleineren Messwinkel außerdem noch einen guten Seitenlichtschutz. Mit der Frontklappe wird zugleich der Messbereich umgeschaltet.
Auch dieses Gerät ist teilbar - die Rechenscheibe auf dem Frontteil hat dafür noch eine dritte Einstellmarkierung (HOOD OFF). Das Messteil kann allein auch als Luxmeter benutzt werden. Die Skala ist in foot candles eingeteilt, die Werte lassen sich in Lux umrechnen (1 fc ~ 10,8 lx).
Werte: Empfindlichkeit 1,2-800 ASA; Blenden 1-45 (international); Verschlusszeiten 120-1/800 Sek.


Der Mascot - es gibt noch zwei andere Versionen PR-3 und PR-35 - ist eines der simpelsten Geräte dieser Art. Er stammt wohl aus den frühen 50er Jahren der Fertigung von GE. Die Handhabung ist hingegen recht gewöhnungsbedürftig. Auf der Skala sieht man zunächst nur eine Blendenreihe. Diese ist aber mit dem Noppenring in der Gerätemitte von A bis C vierstufig umschaltbar. Die Erklärung dazu findet man in einer auf das Bakelitgehäuse geprägten Tabelle für verschiedene Belichtungszeiten und Filmempfindlichkeiten. 
Dass es den Mascot - bitte lesen Sie die obige Beschreibung - noch in einer früheren Variante "Original Mascot" mit noch komplizierterer Ablesung gibt, darauf wäre ich eher nicht gekommen. Bis ich in meiner Sammlung diese Ausführung fand. Sie stammt gleichfalls aus den frühen 50er Jahren und ist der Vorgänger des oben Beschriebenen mit gleicher Typennummer PR-30. 
Der PR-35 - auch Mascot II - ist das Nachfolgemodell dieses Einfachst-Belichtungsmessers von General Electric. Das Gerät ähnelt jetzt schon mehr einem "normalen" Belichtungsmesser.
Dieser PR-1 ist ein Meilenstein bei den elektrischen Belichtungsmessern, der erste mit einer Streuscheibe für Lichtmessung! Im Vergleich mit späteren Licht-Diffusoren ist dieses "PR-1 Incident Light Attachment" noch ein massives Bauteil. Doch im Erscheinungsjahr 1949 des PR-1 war so etwas ganz neu. 
Mit den PR-Modellen wich General Electric von der Bauweise der teilbaren DW-Belichtungsmesser ab. Die Geräte wurden kleiner, das Design der Bauweise üblicher Handbelichtungsmesser angeglichen. Trotzdem behielten die GE-Belis ihre Eigenheiten.
Auch dieser PR-3 hat Zeitvorwahl. Zunächst wird die Empfindlichkeit eingestellt, dabei ist der mittlere Knopf mit dem GE-Emblem zu drücken, anschließend wird die Verschlusszeit im kleinen Fenster vorgewählt. Danach kann die Blende direkt abgelesen werden. Durch Druck auf den seitlichen Knopf wird die Nadel arretiert.
Verstärkerelement DYNACELL für die GE-Belichtungsmesser PR-2 oder PR-3, im Foto links mit dem PR-3.

Polaroid LAND hatte für seine Sofortbildkameras ein eigenes Belichtungs-Einstellsystem mit Lichtwerten (EV) eingeführt. Einige Belichtungsmesser berücksichtigten dieses System mit zusätzlichen Skalenwerten. Es gibt aber auch Spezialversionen für Polaroid (s.auch Polaroid 625 oder Expo-Rite).
Obwohl ich Farbtemperaturmessgeräte (Color Meter) zur Gruppe 5 zähle, will ich dieses interessante Zubehörteil für die teilbaren General Electric-Belis der DW-Serie auch hier vorstellen. Das Vorsatzteil macht sehr gut die Arbeitsweise eines Farbtemperaturmessers deutlich, indem wechselweise die rote und die blaue Vorsatzscheibe in den Messgang eingeschoben werden. Mehr zu Farbtemperaturmessern können Sie in Gruppe 5 nachlesen.

Billig-Belichtungsmesser aus den 1970er Jahren. Das Gerät ist Made in Japan und wurde unter anderem von HAMA vertrieben. Es ist durchaus handlich zu bedienen, hat einen Nachführzeiger und kann auch heute noch dadurch überzeugen, dass es keine Batterien benötigt. Im Normalgebrauch liefert dieser Beli keine schlechteren Ergebnisse als ein Lunasix. Bis auf das Typenschild ist dieser Belichtungsmesser identisch mit dem DANUBIA TK-79; sicher gibt es noch weitere Baugleichheiten mit anderen Handelsmarken.
Wie der zuvor beschriebene SELEN-1 ein "Made in Japan"-Belichtungsmesser aus den 1970er Jahren. Der Hersteller ist möglicherweise Soligor.
Federleichter Miniatur-Handbelichtungsmesser in allereinfachster Bauweise der australischen Handelsmarke Hanimex. Auf dem Gerätchen sind keine weiteren Herstellerangaben zu finden, dennoch nehme ich an, dass er aus japanischer Fertigung stammt.
Mit seinem ersten Belichtungsmesser aus dem Jahr 1935 ging Zeiss Ikon Dresden gleich einen ungewöhnlichen Weg. Beim ersten Hinschauen wirkt der Helios 1325/7 wie ein optischer Belichtungsmesser. Jedenfalls findet man kein Anzeigeinstrument für die grosse runde Messzelle auf der Unterseite. Nur der Wissende schaut durch das kleine Guckloch neben der Rechenscheibe und sieht eine Nadel auf einer kleinen Skala mit einer Raute, vier Zahlen 2 - 5 - 10 - 20 und dem Schriftzug Multiplikator.
Der Horvex war als Nachfolger des Tempophot (s. weiter unten) sozusagen der "Brot- und Butter-Belichtungsmesser" der Metrawatt AG, Nürnberg. Der "Ur"-Horvex wurde ab 1938 bis etwa 1942 und noch einige Jahre nach Kriegsende gebaut. Die Nachfolgemodelle Horvex 2 und Horvex 3 wurden bis weit in die 1950er Jahre produziert. Im Jahr 1939 kostete der Horvex 37,50 RM.
Messbereicherweiterung aufklappbaren - Spiegels wurde jedoch eine praxisgerechtere Bedienung möglich. Die Messbereichumschaltung erfolgt mit der Spiegelklappe. Bei geschlossener Klappe gilt der Skalen-Pfeil ganz links unterhalb der roten Umrandung, bei offener Klappe der Pfeil in der Mitte. Ganz rechts ist noch eine weiterere Markierung für die Messung mit Verstärkerelement.
Auch für den Horvex war ein ansteckbares Verstärkerelement verfügbar. Es kann mit zwei Steckstiften in den Geräteboden eingesetzt werden - sogar wenn das Gerät in der Bereitschaftstasche steckt. Die Empfindlichkeit erhöht sich durch die große Selenzelle um zwei Blendenstufen. Es gilt dann der Ablesepfeil ganz rechts. Allerdings sind die Messzellen der Zusatzelemente - so man sie überhaupt noch finden kann - meistens defekt.
Obwohl auch der normale Horvex Belichtungswerte für verschiedene Gangzahlen von Filmkameras anzeigt, war er auch in einer speziellen Cine-Version erhältlich. Gehäuse, Skalen und Bedienung entsprechen dem Normalmodell. Nur sind die Blendenwerte (15 bis 36) auf der Drehskala angebracht. Die Verwendungung eines Verstärkerelementes ist jedoch nicht vorgesehen.
Bei der Nachkriegsversion des "Ur"-Horvex wurden sowohl das Gehäuse, als auch die Empfindlichkeit des Messwerkes verändert. Das Gehäuse war zwar nach wie vor aus schwarzem Bakelit, aber geringfügig dicker als sein Vorgänger. Auf dem Vergleichsfoto können Sie die Unterschiede feststellen. Die Bedienung blieb ansonsten unverändert. Auch die Ansteckmöglichkeit für das Verstärkerelement blieb erhalten. Der Horvex wurde in dieser Bauform noch bis etwa 1953 produziert. Erster Nachkriegs-Verkaufspreis war 42,- DM. Das Verstärkerelement kostete 12,- DM.

Metrawatt AG, Nürnberg, 1954. Der neukonstruierte Horvex 2 bot jetzt auch die sich immer mehr verbreitende Lichtmessung. Die Streuscheibe ist - eine Metrawatt-Spezialität - unverlierbar mit der Messkette verbunden. Gehäuse und Skalen wurden komplett überarbeitet, die Messfunktionen blieben weitgehend unverändert.
Metrawatt AG, Nürnberg, 1956. Der zwei Jahre zuvor neukonstruierte Horvex 2 mit Lichtmessung wurde jetzt auch in einem schwarzen Gehäuse angeboten. Die Streuscheibe war hier - ebenfalls unverlierbar - mit der Tragekordel verbunden. Gehäuse und Skalen entsprechen der Vorversion, allerdings wurden die Empfindlichkeitswerte verändert. Die Vergleichswerte DIN / ASA / WESTON entsprechen aufgrund der aktuellen Neudefinition der DIN-Empfindlichkeitswerte auch nicht mehr den vorherigen Vergleichswerten.
Metrawatt AG, Nürberg, 1956. Bis auf das weiße Gehäuse, eine weiße Skala mit schwarzer Nadel und eine neue Messkette aus Metall entspricht diese Horvex-Version der zuvor Beschriebenen mit dem schwarzen Gehäuse.
Ebenfalls eine Spezialtät der Metrawatt AG waren die ansteckbaren Verstärkerelemente, die schon seit den Tempophot/Tempiphot-Belis der 1930er Jahre angeboten wurden. Allerdings waren die Steckverbindungen nicht zwischen allen Ausführungen kompatibel.

Metrawatt AG, Nürnberg, 1958. Bis auf die "modernen" Lichtwerte und eine den gestiegenen Filmempfindlichkeiten angepasste DIN/ASA-Skala bot der Horvex 3 wenig Neues. Das Gehäuse blieb unverändert, die Nadel war jetzt wieder weiß auf schwarzer Skala und die Drehskalen wurden ein wenig bunter. Auf der Rückseite ist eine Kurzanleitung aufgedruckt. Der Verkaufspreis betrug 45,- DM + Lederetui 6,60 DM.
Der erste Ikophot von Zeiss Ikon Dresden löste als Modell 1328/1 im Jahr 1940 den ungewöhnlichen Helios ab. Inzwischen ging der allgemeine Trend zum Handbelichtungsmesser; die eigenwilligen Konstruktionen der Beli-Anfangsjahre waren nicht mehr gefragt. Mir sind zwei Versionen dieses Ikophot bekannt, die sich jedoch nur durch die Justierschraube auf der Rückseite unterscheiden (Foto rechts).
Werte: 6-30° DIN / 17-41° Scheiner; Blenden 1,5-22; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek. auf zwei Skalen. Auf der Rückseite ist noch eine Vergleichstabelle mit den Filmempfindlichkeiten Scheiner / Scheiner USA / Weston zu finden.
Mit diesem 2. Modell des Ikophot begründete Zeiss - jetzt in Oberkochem/Stutgart - 1950 die Trapezgehäuseform, mit der die Ikophot-Belis zu den besten und beliebtesten Belichtungsmessern der 50er Jahre wurden. Dieser Ikophot im schwarzen Bakelitgehäuse erhielt bereits einen Diffusor für die gerade in Mode kommende Lichtmessung.
Der Ikophot in der schwarzen Ausführung 1950 konnte auch mit einer ASA-Empfindlichkeitsskala gekauft werden; ansonsten gibt es zur DIN-Version keine Unterschiede. Mit diesem 2. Modell des Ikophot begründete Zeiss - jetzt in Oberkochem/Stutgart - 1950 die Trapezgehäuseform, mit der die Ikophot-Belis zu den besten und beliebtesten Belichtungsmessern der 50er Jahre wurden. Dieser Ikophot im schwarzen Bakelitgehäuse erhielt bereits einen Diffusor für die gerade in Mode kommende Lichtmessung.
Im Jahr 1953 stellte die ZEISS IKON AG, Stuttgart, den Ikophot in einem neuen Gehäusedesign vor. Das elfenbeinfarbene Bakelitgehäuse mit den gold/roten Skalen im eleganten Lederetui sollte die Exclusivität dieses Belichtungsmessers besonders herausstellen. Zum damals recht hohen Verkaufspreis von 69,- DM gehörte auch noch eine goldene Knopflochkette.
Der 1953 von der ZEISS IKON AG, Stuttgart eingeführte Ikophot wurde etwa 1957 von dieser überarbeiteten Version abgelöst. Die Rechenscheibe dieses Belichtungsmessers, der mit der unveränderten Typenbezeichnung "1329 C" angeboten wurde, hat jetzt die neu eingeführten linearen Blenden und Lichtwerte. 
Etwa zeitgleich mit dem Ikophot 1329 C in der Lichtwertausführung stellte ZEISS IKON AG, Stuttgart den Ikophot Rapid vor.
Technisch und in der Bedienung änderte sich gegenüber dem Vorgängermodell ansonsten nicht viel, Marken für Filter-Verlängerungsfaktoren wurden - wohl wegen der besseren Übersichtlichkeit - weggelassen. Der im Lederetui praktisch untergebrachte Diffusor und das Goldkettchen blieben unverändert. Rückseitig ist eine Vergleichstabelle Scheiner / DIN in das Bakelitgehäuse eingeprägt. Die - im Vergleich zu den DIN-Werten - bei dieser Ausführung falsche Wertangabe der ASA-Empfindlichkeiten war wohl eine Folge der ASA-Neudefinition in dieser Zeit. 
Zeitgleich mit dem Ikophot 1329 C in der Lichtwertausführung stellte ZEISS IKON AG, Stuttgart den Ikophot Rapid in der vorher beschriebenen ersten Version vor. Man hatte wohl bemerkt, dass zwei unterschiedliche Lichtwertereihen (Messwerte und Lichtwerte) Verwirrung stiften. Dafür fanden sich dann zwei unterschiedliche Verschlusszeitenreihen auf der Skala... 
Technisch und in der Bedienung änderte sich gegenüber den Vorgängermodellen ansonsten nicht viel, Marken für Filter-Verlängerungsfaktoren wurden - wohl wegen der besseren Übersichtlichkeit - weggelassen. Der im Lederetui praktisch untergebrachte Diffusor blieb unverändert; Das Goldkettchen erhielt eine neue Knopföse. Rückseitig ist eine Vergleichstabelle Scheiner / DIN in das Bakelitgehäuse eingeprägt.
Dieser Ikophot S war 1966 zeitgleich mit dem CdS-Beli Ikophot CD im gleichen Gehäuse der letzte Selen-Belichtungsmesser von Zeiss Ikon. Das sehr leichte Gerät ist Ikophot-typisch sehr handlich. Hübsche Reminiszenz an alte Ikophot-Tage ist die (jetzt verchromte) Knopflochkette.
Ungewöhnliche Belichtungsmesserkonstruktion aus dem Jahr 1955, hergestellt im R-F-T VEB Gerätewerk Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Das Gerät hat nicht den üblichen Skalenzeiger, sondern eine drehbare Skala mit Blendenwerten, vergleichbar dem ungarischen Rotolux. Das Gehäuse ist aus schwarzem Bakelit. Der Iris hat zwei Messbereiche, für den empfindlicheren Bereich mit den roten Zeiten muss die dunkle Frontscheibe nach oben gehalten werden.

Die hier im Bild gezeigte 1. Version hat eine lachsfarbene drehbare Blendenscheibe und trägt in deren Mitte das RFT-Signet. Die Rückseite ist zunächst glatt ohne weitere Daten. Eine spätere Ausführung hat eine Prägung mit Cine-Gangzahlen, RFT-Signet und "MADE IN GERMANY". Werte siehe Beschreibung oben
Die 2. Version hat eine ebenfalls noch eine lachsfarbene drehbare Blendenscheibe, jetzt mit dem Schriftzug "Iris" in der Mitte.
In einer 3. Version - ab 1958 - hat der Iris neben einer jetzt karminroten drehbaren Blendenscheibe mit dem Schriftzug "Iris" auch Kinogangzahlen für Schmalfilmkameras auf der äußeren Skala. Auf der Rückseite sind weiterhin Cine-Gangzahlen, RFT-Signet und "MADE IN GERMANY" geprägt. Werte siehe Beschreibung oben.


Dieser Mini No. 204 von JONAN ELECTRIC Co. mit Kanalskala ist ein hässlicher, kleiner und leichter Belichtungsmesser Made in Japan etwa aus den 1970er Jahren. Er ist baugleich mit dem RHACO MINI 204 des deutschen Zubehörherstellers RHACO. Das simple Plasticgehäuse unterscheidet sich auffällig vom japanischen Einheitslook; die einstellbaren Werte lassen erstaunen - doch wer und wozu brauchte 1/8000s?
Wie viele andere fast gleich aussehende Geräte dieser Art in den 60er Jahren ist auch dieser Selenbelichtungsmesser aus japanischer Fertigung. 
Auch in Russland, resp. der ehemaligen UdSSR konnte man gute Belichtungsmesser bauen. Dieser Kiev entstand bei Arsenal im ukrainischen Kiew, bekannt vor allem für die Zeiss-Nachbauten der Contax. Diese Version hat nur eine Empfindlichkeitsskala mit den russischen GOST-Werten. Rückseitig ist eine Vergleichstabelle GOST / DIN / ASA geprägt. Einstellung per Rändelrad auf den Nadelausschlag an der Kanalskala.
Kodak hat selbst keine Belichtungsmesser hergestellt, jedoch unter seinem Markennamen mehrere Modelle vertrieben. Die von Kodak Stuttgart als Kodalux angebotenen Aufsteckbelichtungsmesser hat Gossen für Kodak hergestellt. Diese erste Version auf Basis des Gossen Sixti hat zwei Messbereiche und wurde 1954 angeboten.
Kodak hat selbst keine Belichtungsmesser hergestellt, jedoch unter seinem Markennamen mehrere Modelle vertrieben. Die von Kodak Stuttgart als Kodalux angebotenen Aufsteckbelichtungsmesser hat Gossen für Kodak hergestellt. Diese zweite Version L aus dem Jahr 1956 auf Basis des Gossen Sixti entspricht dem Kodalux, hat jetzt neben der zusätzlichen Lichtwertreihe auch eine angebaute Diffusorkappe für Lichtmessung und lineare Verschlusszeiten (=L). 
Kodak hat selbst keine Belichtungsmesser hergestellt, jedoch unter seinem Markennamen mehrere Modelle vertrieben. Die von Kodak Stuttgart als Kodalux angebotenen Aufsteckbelichtungsmesser wurden von Gossen für Kodak hergestellt. Diese Mini-Version L wurde um 1956 als Gegenstück zum Metraphot angeboten. Der Zusatz "L" steht für lineare Verschlusszeiten, als Diffusor für Lichtmessung ist ein verschiebbares Rollo vorhanden. 
Kodak hat selbst keine Belichtungsmesser hergestellt, jedoch unter seinem Markennamen mehrere Modelle vertrieben.
Auch dieser Kodalux ist ein Nachführbelichtungsmesser. Mit dem Rändelrad wird eine gelbe Marke im Messfenster auf den Nadelausschlag gedreht. Der Belichtungswert kann dann auf dem unteren Skalenteil abgelesen werden. 
Der Kodalux - ein baugleiches Gerät gibt es als SUPERLUX - ist ein recht ungewöhnlicher Belichtungsmesser mit Spiegelreflexsucher (á la Metrastar) des ungarischen Herstellers Dr. Riszdorfer. Auf der Instrument-Unterseite ist noch "EDLA" angegeben. Mir scheint das Gerät etwas jüngeren Datums zu sein als es Podlogar (1938) für den Superlux angibt. Gegenüber dem Superlux ist die Einstellskala des Kodalux etwas umfangreicher und bunter.
Das Vorderteil mit dem Spiegelsucher ist nach unten abklappbar. Ohne Vorderteil gilt die rote Messbereichskala. Das Gerät kann mit heruntergeklapptem Frontteil auch als Beleuchtungsmesser eingesetzt werden, dazu ist auf der Rückseite eine Umrechnungstabelle in Lux-Werte geprägt. In der Gehäuseform entspricht es etwa dem Actino und ist entsprechend handlich zu bedienen. Dazu wird nur die vom Messinstrument angezeigte Verschlusszeit auf den Empfindlichkeits-Wert eingestellt und die passende Blende ist direkt ablesbar.
Wer da von wem abgebaut hat, will und kann ich nicht klären. Jedenfalls ist dieser Kopil weitgehend baugleich mit dem ungarischen Rotolux. Auf der Drehskala wurden lediglich Blenden- und Verschlusszeiten getauscht. Ob das für eine innovative Eigenentwicklung aureicht, weiß ich nicht. Er hat schon lineare Verschlusszeiten und stammt demnach aus der Zeit um 1960. Das Gerät hat nicht den üblichen Skalenzeiger, sondern eine drehbare Skala mit Verschlusswerten, vergleichbar dem Iris von RFT Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Das Gehäuse ist aus grau/grünem Kunststoff.
Der Kino METROPHOT (auch METRAPHOT) der Metrawatt AG, Nürnberg, ist die Spezialausführung für Schmalfilmkameras des ansonsten baugleichen METROPHOT (s. unten). Hier war die Skala in Blendenwerten eingeteilt und die rückwärtige Irisblende auf verschiedene Gangzahlen (8-64) der Filmkameras. Ausführung und Bedienung entsprechen der Photoversion.
Dieses nach Champagner oder Pariser Flair klingende Aufsteckinstrument ist in Wahrheit wieder ein fernöstliches Plagiat. Als Vorbild musste der Metraphot 2 dran glauben (was nicht unbedingt gegen dieses Fabrikat spricht). Der Lafayette ist ein wenig bunter angestrichen als sein Vorbild, Bauzeit dürfte gegen Ende der 50er/ Anfang 60er Jahre gewesen sein. Zu Ausstattung und Bedienung gibt's nicht viel zu schreiben, die Bilder sprechen wohl für sich.
Werte: Empfindlichkeit 10-1000 ASA; Blenden 1,4-32; Belichtungszeiten 1-1/1000 Sek.; Lichtwerte 5-19.
Im Jahr 1939 stellte die Metrawatt AG ihren ersten Aufsteckbelichtungsmesser vor, der speziell für die Leica konstruiert wurde. Das Gehäuse war aus schwarzem Bakelit, die Messzellenkonstruktion mit davorliegendem Umlenkspiegel und den zwei Messbereichen wurde vom Horvex übernommen.
Ansonsten war bei diesem Belichtungsmesser vieles anders als bisher. Die Aufsteckkonstruktion bedingte eine neue Bauweise mit einer anderen Skala, als sie Metrawatt seinen Belis bisher spendierte. Daraus ergab sich eine sehr einfache Handhabung. Nachdem die Blende - je nach Messbereich mit dem schwarzen oder roten Rand - auf den Kanal mit dem Zeigerausschlag gedreht wurde, kann die zugehörige Belichtungszeit auf der rechten Seite direkt abgelesen (und auf den Verschlusszeitenknopf der Leica übertragen werden).
Eine spätere Version des LC 60 mit nur geringfügigen Änderungen der Werte: Empfindlichkeit 10-25° DIN / 6-200 ASA; Blenden unverändert; Belichtungszeiten jetzt ab 120 Sek. In dieser zweiten Version war der LC 60 auch in den ersten Jahren nach Kriegsende noch lieferbar. Erster Nachkriegs-Verkaufspreis war 57,- DM.
Den LC 60 hat es auch mit einem schwarzen Rändelrad gegeben.
In einer weiteren Version war der LC 60 auch mit einer internationalen Blendenskala von 1,5 bis 16 lieferbar. Die übrigen Werte entsprechen Version 2.
Als Nachfolgemodell des LC 60 bietet die Metrawatt ab 1950 einen neuen Aufsteckbelichtungsmesser an, der als Leicameter wieder speziell für die Leica konstruiert wurde. Das nun mattverchromte Gehäuse passte auch vom Design her exakt zur Leica. Das Gerät ist etwas kleiner als der LC 60, die Messzellenkonstruktion mit davorliegendem Umlenkspiegel und den zwei Messbereichen wurde lediglich in der Größe geändert.
Anders als beim LC 60 war für die Neukonstruktion jetzt auch das Metrawatt-übliche Verstärkerelement lieferbar. Die Skala blieb im wesentlichen gleich, auch der Messbereichsumschalter findet sich noch auf der linken Seite neben dem Steckschuh für das Verstärkerelement. Als Metraphot (Foto links) war dieser Beli auch ohne die Leica-spezifischen Belichtungswerte, ansonsten in gleicher Ausführung lieferbar. Das als Zubehör lieferbare Verstärkerelement gibt es sowohl mit der Prägung Leicameter (Foto) als auch Metraphot (Foto unten mit Metraphot).
Als Metrawatt 1954 zur neugeschaffenen Leica M auch einen dazu passenden Aufsteckbelichtungsmesser anbot, war dieser Leicameter M eine kleine Sensation und sicher der seinerzeit beste (und auch teuerste) Belichtungsmesser. Neben der Aufsteckmöglichkeit seiner Vorgänger ist dieses neuentwickelte Gerät nun auch mit dem Kamera-Verschlussknopf gekuppelt.
Schon ein Jahr nach Vorstellung des Leicameter M bot Metrawatt 1955 bereits ein Nachfolgemodell an. Das Bau- und Funktionsprinzip blieb unverändert, jedoch ist der Neue nicht unerheblich kleiner und leichter. Für die Messbereich-Umschaltung findet sich wieder ein handlicher Drehschalter. Auch die Erweiterung mit einem Verstärkerelement blieb erhalten, allerdings wurde dieses neu konstruiert und jetzt wie beim Metraphot 2 (jedoch nicht kompatibel!) vor das Messfenster gesteckt. Auch die beiden ASA-Skalen in unterschiedlichen Teilungen sind geblieben.
Auch in Russland, resp. der ehemaligen UdSSR konnte man gute Belichtungsmesser bauen. Es war üblich, sich hochwertige Produkte aus dem kapitalistischen Ausland zum Vorbild zu nehmen. Beim Leningrad dürfte wohl der Horvex 2 von Metrawatt Pate gestanden haben.
Auch in Russland, resp. der ehemaligen UdSSR konnte man gute Belichtungsmesser bauen. Dieser Leningrad 2 wurde ab 1961 in der Leningrad Optical-Mechanical Union "Vibrator" (вибратор) hergestellt. Mir sind zwei Versionen bekannt - diese Ausführung für den SU-Bereich und eine weitere (s. unten) Exportvariante. Diese Version hat nur eine Empfindlichkeitsskala mit den russischen GOST-Werten. Rückseitig ist eine Vergleichstabelle GOST / ASA / DIN geprägt. Einstellung per Rändelrad mit Nachführzeiger.
Werte: Empfindlichkeit 11-700 GOST (ГОСТ); Blenden 1,4-22; Verschlusszeiten 15-1/1000 Sek., Lichtwerte 1-15.
Auch in Russland, resp. der ehemaligen UdSSR konnte man gute Belichtungsmesser bauen. Dieser Leningrad 2 wurde ab 1961 in der Leningrad Optical-Mechanical Union "Vibrator" (вибратор) hergestellt. Mir sind zwei Versionen bekannt - die vorstehend abgebildete Ausführung für den SU-Bereich und diese Exportvariante. Diese Ausführung hat zwei Empfindlichkeitsskalen mit den russischen GOST-Werten und nach DIN. Die rückseitige Vergleichstabelle der SU-Version fehlt hier. Einstellung per Rändelrad mit Nachführzeiger.
Die Leningrad 2-Belichtungsmesser waren zuverlässig und wurden auch gut verkauft. Allerdings entsprachen sie in den 60er Jahren nicht mehr dem aktuellen Design, das merkte man auch in Staatsbetrieben. Im Jahr 1965 wurde dieses Modell Leningrad 4 mit jetzt zwei Messbereichen angeboten (1-8/8-14).

Der Leningrad 4-Belichtungsmesser wurde lange unverändert produziert, erst 1979 wurde ein Nachfolger vorgestellt. Das Gehäuse wurde etwas kantiger, an der Funktionsweise änderte sich wenig. Aus der westlichen Beschriftung ist zu schliessen, das der Leningrad 7 in der hier gezeigten Version nur für den Export bestimmt gewesen ist. 
Der Leningrad erhielt noch eine dritte Skala für den empfindlichsten Bereich mit Lichtwerten 1-5. Dieser wird mit dem Knopf neben der Skala gewählt. Zwischen dem zweiten (5-12) und dritten ((12-18) Bereich wird nach wie vor mit der seitlichen Schiebetaste umgeschaltet, dabei ändert sich gleichzeitig auch die Skala. Auf der Drehscheibe der Einstellskala sind jedoch alle drei Bereiche gemeinsam angeordnet. Der Leningrad lässt sich daher recht komfortabel bedienen.
Nahezu zeitgleich mit dem Leningrad 7-Belichtungsmesser wurde auch der Leningrad 8 ab 1979 geliefert. An der Bauform änderte sich nichts, der Knopf für die empfindlichste Skala 1-5 wurde auf die linke Seite verlegt. Die seitliche Schiebetaste für die Messwerkumschaltung wurde durch einen Umschalter ersetzt, der weiterhin auch die Skala (5-12/12-18) umschaltet.



Einer der frühen Selen-Belichtungsmesser ist der L.M.T. der Le Materiel Telephonique, Paris, quasi dem französische Gegenstück zu General Electric. Dieser L.M.T. im braun marmorierten Bakelitgehäuse wurde etwa 1934/35 hergestellt. Er hat zwei Messbereiche und wird - anders als seine deutschen Konkurrenten Electrophot, Metrophot oder Photoskop bereits wie ein richtiger Handbelichtungsmesser bedient. Der empfindlichere Bereich (blaue Skala) wird durch Drücken des seitlichen Tasters aktiviert.
Selen-Belichtungsmesser aus der Fertigung von L.M.T. der Le Materiel Telephonique, Paris, quasi dem französische Gegenstück zu General Electric. Dieser Posemétre im schwarzen Bakelitgehäuse wurde etwa 1936 hergestellt. Er hat nur einen Messbereich. Neben der üblichen (deutschen) Scheinerskala verwendet dieser Beli auch die wenig bekannte BTM-Reihe. Diese entspricht etwa den späteren ASA-Werten.

Es wäre schon seltsam, wenn die Agfa nicht auch Belichtungsmesser angeboten hätte. Allerdings dauerte es bis zum Jahr 1951, bevor das AGFA LUCIMETER in den Schaufenstern lag. Das exclusive Gehäuse ist aus schwarzem Bakelit mit einem eleganten Springdeckel aus Metall. Vorteil: bei geschlossenem Beli ist die Selenzelle abgedeckt, so dass es gute Chancen gibt, das Gerät auch heute noch in funktionsfähigem Zustand zu finden.
Offenbar verkaufte sich das LUCIMETER im Luxusgehäuse nicht so gut wie erhofft. Deshalb gab es ab 1957 mit dem Lucimeter M eine einfachere Variante im hellen Kunststoffgehäuse. Das extrem leichte Gerät wird mit dem Rändelrad auf den angezeigten Messwert zwischen 3-16 eingestellt. Es hat bereits die linearen Verschlusszeiten und eine Lichtwertskala. Verkaufspreis 1957 war DM 42,-. 

Selbst für Agfa-Anhänger wird das Lucimeter M denn wohl doch zu popelig gewesen sein. Deshalb gab es mit diesem LUCIMETER S bereits kurz nach dem Typ M eine gefälligere Ausführung zu kaufen. Das Modell S erhielt außerdem eine Nadel-Nachführanzeige, die zu dieser Zeit neben den Lichtwerten in Mode kamen.
Werte: Empfindlichkeit 11-34° DIN / 9-1600 ASA; Blenden 1,4-32; Belichtungszeiten 8-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-18.
Das Topmodell und zugleich Schlusspunkt der Agfa Belichtungsmesser ist der 1960 angebotene LUCIMAT.
Bei dessen Entwicklung ließen sich die Agfa-Ingenieure offenbar vom Bewi Automat A inspirieren, denn der LUCIMAT ermittelt den Belichtungswert ebenfalls auf Tastendruck. Bevor mit dem Knopf auf der linken Seite eine Messung ausgelöst wird, muss das Gerät mittels des Schiebers auf der rechten Seite in Nullpolition gestellt werden. Der Knopf springt dabei heraus, wenn alles noch so funktioniert wie vorgesehen. Der Lucimat hat die gleiche typische Form der frühen 60er Jahre wie das Lucimeter S und auch dessen Werte, ist aber etwas größer.
Dieser Selen-Belichtungsmesser wurde als Werbegabe des Jalousien-Herstellers Luxaflex in den 1980er Jahren vertrieben. Das Gehäuse ist identisch mit den Revue-Belichtungsmessern 120/130; diese sind allerdings CdS-Versionen. Eine Herstellerangabe ist auf dem Gehäuse nicht zu finden, das Gerät dürfte jedoch Made in Japan sein.
Einfacher Handbelichtungsmesser des techischen Herstellers METRA im grauen Bakelitgehäuse (1960er Jahre). Der Filmempfindlichkeitswert wird mit dem Rändelrad auf der Kanalskala dem Nadelausschlag gegenübergestellt.
Belichtungsmesser des techischen Herstellers METRA wie zuvor beschrieben, jedoch im weissen Bakelitgehäuse (1960er Jahre). Ausserdem steht unter dem Markenzeichen in der Skalenmitte noch der Schriftzug METRA. Bedienung und Werte sind identisch.
In gleicher Bauweise wie der Leicameter war der Metraphot ab 1950 auch ohne Steckschuh als Handbelichtungsmesser lieferbar. Empfindlichkeit und Skalenwerte entsprechen dem weiter oben beschriebenen Leicameter. Es fehlen lediglich die zusätzlichen Belichtungszeiten der Leica auf der Skala.

Im Jahr 1954 präsentiert Metrawatt den Metraphot 2 als Nachfolgemodell des Metraphot in einer Miniaturausführung. In der Metrawatt-Werbung wird er als "Der kleinste Belichtungsmesser der Welt!" vorgestellt. Das Gehäusedesign orientiert sich wieder an der Leica für die das Gerät auch als Leicameter 2 geliefert wird. Außerdem wird der Messeinsatz in den Folgejahren an etliche Kamerahersteller zum Einbau in deren Geräte geliefert. So ist z.B. auch der sog. "Köhler"-Sucher der Exakta mit einem Metraphot ausgestattet.
Werte: Empfindlichkeit 10-25° DIN / 6-200 ASA; Blenden 1,4-22; Belichtungszeiten 120-1/1000 Sek.
Nach nur kurzer Bauzeit wird der Metraphot 2 in einer neuen Version geliefert. Das kleine Gehäuse bleibt unverändert, auf der Skala fallen jedoch die neuen roten Lichtwerte auf.
Diese "Modeerscheinung", eine Kombination aus Blende und Belichtungszeit, führen in den Folgejahren fast alle Foto-Hersteller ein. Die Lichtwerte können direkt für die Kameraeinstellung übernommen werden. Die Zeitenskala ist durch Aufnahme der neuen linearen Zeitenwerte jetzt etwas gedrängter. Die Empfindlichkeit wurde um eine Stufe erhöht. 
Im Jahr 1957 wird der Metraphot 2 vom Metraphot 3 abgelöst. Während das Gehäuse unverändert bleibt, wird die Einstellskala komplett überarbeitet. Die Bedienung ändert sich nur unwesentlich. Auch diese Ausführung wird auch als Leicameter 3 geliefert. 


Der Metrophot war 1934 der erste photoelektrische Belichtungsmesser der Metrawatt AG, Nürnberg. Metrawatt bestand als Dr. Siegfried Guggenheimer AG, Fabrik für elektrische Messinstrumente bereits seit 1906. In den folgenden Jahren produzierte Metrawatt auch die Leicameter-Belis für Leitz. Zu Beginn der 1990er Jahre schlossen sich Metrawatt und die in Erlangen beheimatete GOSSEN AG zusammen.
Der Metrophot war 1934 der erste photoelektrische Belichtungsmesser der Metrawatt AG, Nürnberg. Schon kurz nach dem Urmodell (s. oben) erschien bereits ein neues Modell mit größerer Empfindlichkeit in zwei unterschiedlichen Versionen und in verschiedenen Ausführungen.
Auf der "Dosen"-Rückseite muss die Empfindlichkeit (3stufig: 16-19° / 20-23° / 24-27° Scheiner) eingestellt werden. Mit dem Blendenstellhebel wird tatsächlich eine vor der Selenzelle angebrachte Irisblende zwischen 3,2 bis 36 (je nach Empfindlichkeit) betätigt. Nach der dadurch veränderten Skalenanzeige kann direkt die Belichtungszeit abgelesen werden. Auf der Seitenwand ist noch ein Ringschieber mit erweiterten Belichtungswerten zwischen Blende 1-36 und 2 Min. bis 1/1500 Sek. vorhanden.
Es wurden zwei Modellausführungen angeboten:
BM 8 mit einer Skala von 8-1/200 Sek. und BM 16 mit 16 bis 1/200 Sek. Die Verkaufspreise betrugen RM 28,- für das Modell BM8 und RM 33,- für das Modell BM 16
Die Kine-Version KM8 kostete RM 27,-.
METRAPHOT Moment BM 8

Die frühen elektrischen Metrawatt-Belis sind nicht nur in unterschiedlichen Versionen (BM 4, 8, 16) und in blanken oder schwarzen Gehäusen, sondern auch mit unterschiedlichen Namen zu finden. Bei näherem Hinschauen erkennt man auch noch unterschiedliche Zifferblätter.
Hier zeige ich die Version METRAPHOT BM8 mit schwarzem Gehäuse. In der Seitenansicht (linkes Foto) sieht man das imposante Dosengehäuse. Die beiden rechten Fotos zeigen die Rückansicht, in der man die Blende unterhalb der runden Mattscheibe erahnen kann und das gegenüber der unten zu sehenden schwarzen Version andere Zifferblatt.


METROPHOT / METRAPHOT Moment BM 16
Hier ein METRAPHOT BM 16 aus einer Werbeanzeige. Bis auf die längere Belichtungszeit 16 Sekunden waren beide Modelle bau- und funktionsgleich.
Beide Metraphot-Modelle wurden auch mit einem schwarzen Gehäuse angeboten. Im Foto rechts sehen Sie den BM 8 in der schwarzen Gehäuseausführung.
MV Metrovick EXPOSURE METER

Früher Belichtungsmesser aus England von Metroplitan Vickers Electrical Co., Manchester, GB, etwa 1938. Wie General Electric in den USA fand auch dieser große britische Elektrokonzern erst relativ spät zu den Belichtungsmessern. Der MV ist ein zwar recht kleiner, aber schwerer Bakelitklotz mit zwei Messbereichen. Die Umschaltung mit dem roten Knopf war wohl von Gossen entlehnt. Das Meßwerk zeigt auf der Skala Belichtungswerte an, die bei Blende 8 und 23° Scheiner Empfindlichkeit direkt verwendet werden können. Eine Umrechungstabelle steckt als Rechenscheibe in der Lederbereitschaftstasche.
Werte: Empfindlichkeit 18-33° Scheiner; Blenden 1,5-32 mit vielen Zwischenwerten; Belichtungszeiten 96-1/1000 Sek. / Direktanzeige 32-1/500 Sek.
MOSKAU / Москва
Siehe unter Leningrad 2.
Mini-Rex (Urversion)

Neben Dorn, Gossen, Kiesewetter, Kindermann, Metrawatt und Zeiss zählte die seinerzeit noch in München beheimatete Rex Messinstrumentenbau GmbH zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland. Die Rex-Urversion wurde im Oktober 1937 und kurz darauf der kleine Novo-Rex, beide zum Preis von 38 RM, vorgestellt. In Jahr 1939 folgte der Mini-Rex, dessen Gehäusebauform Vorbild für etliche andere Messgeräte dieser Art werden sollte.
Entgegen der Bauform der frühen Elektro-Belis mit der Selenzelle auf der Gehäuseunterseite sorgte die Messzelle an der Gehäusefront für wesentlich einfacheres Arbeiten. Diese Erfahrung machten die Rex-Konstrukteure wohl schon mit den beiden Vorgängermodellen. Diese hatten ihre Messzelle zwar auch an der Unterseite, durch den Klappmechanismus ermöglichten sie aber auch schon ein Arbeiten bei waagerechter Gerätehaltung.
Das Mini-Rex-Gehäuse ist identisch mit den Gehäusen von Balda Temeter und Friholux, so dass angenommen werden kann, dass diese beiden Geräte auch bei Rex produziert wurden.
Dieser Mini-Rex begründete also die Erfolgsgeschichte der Rex-Belichtungsmesser in der Folgezeit und vor allem nach Kriegsende, nachdem Rex seine Produktionsstätte in die Messgerätestadt Erlangen verlegt hatte. Noch besser als bei Rex und Novo-Rex ist mit dem großen Rändelrad eine einfache Einhandbedienung möglich.
Die vorherige Rechenschieberskala des Rex wurde in die Rundskala umgesetzt - nach Einstellen der Arbeitsblende auf die jeweilige Filmempfindlichkeit kann die zugehörige Belichtungszeit direkt am Zeigerausschlag abgelesen werden. Eine Übertragung oder ein Merken von Lichtwerten ist nicht mehr nötig.
Werte: Empfindlichkeit 6-24/10 DIN, 3-200 ASA; Blenden 1,4-32; Belichtungszeiten 120-1/1000 sec.
MINI Rex II (1. Version, elfenbein/rot)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutliche technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten verschiedene Farbausführungen Lust auf mehr ... Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können, will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen einige Unterschiede aufzeigen.
Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Bei einem Verkaufspreis von DM 29,70 gehörte der mini Rex II damals zu den preiswertesten Belichtungsmessern. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Der MINI Rex II in der hier gezeigten 1. Ausführung ist an dem seitlichen Einstellrad für die Filmempfindlichkeit mit schwarzer Skala 11-23 DIN / 8-125 ASA und "GERMANY U.S. Zone" erkennbar. Diese Ausführung hat ein elfenbeinfarbenes Bakelitgehäuse und ist auf beiden Seiten mit drei roten Lederstücken beledert.

Mit der rückseitigen Lederprägung "U.S. ZONE GERMANY" befolgte das Unternehmen eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung später auch dann noch angebracht, als es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und dieser Hinweis auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits durch "Western GERMANY" ersetzt worden war.
Das Bedienungskonzept ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 11-23 DIN / 8-125 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 120 - 1/1000 s.; CINE 8-64.
MINI Rex II "Luxus"(1. Version, silber/rot)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutliche technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten die verschiedenen Farbausführungen Lust auf mehr ...
Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können, will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen einige Unterschiede aufzeigen. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
In der hier gezeigten Ausführung war der MINI Rex II auch in einer "Luxusversion" erhältlich. Diese hat eine blank eloxierte Aluminium-Abdeckung des ansonsten elfenbeinfarbenen Bakelitgehäuses.
Die Luxusversion wirkt eleganter und ist außerdem etwa 2 mm flacher als die Normalvariante aus Bakelit (s. Fotovergleich). Die Selenzelle ist bei den Alu-Gehäuseversionen mit einer Opalscheibe abgedeckt, sonst ist sie aus klarem Plexi. Ober- und Unterseite sind mit drei roten Lederstücken beledert. In dieser 1. Version hat das seitliche Einstellrad für die Filmempfindlichkeit (noch aus Bakelit wie bei der Normalversion) die schwarze Skala 11-23 DIN / 8-125 ASA und "GERMANY U.S. Zone".
Mit der rückseitigen Lederprägung "U.S. ZONE GERMANY" (s. Foto oben) befolgte das Unternehmen eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung später auch dann noch angebracht, als es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und dieser Hinweis auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits durch "Western GERMANY" ersetzt worden war.
Das Bedienungskonzept ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 11-23 DIN / 8-125 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 120 - 1/1000 s.; CINE 8-64.
MINI Rex II "Luxus"(2. Version, silber/rot)

Eine spätere Variante der Luxusversion des ersten MINI Rex II mit der Abdeckung aus eloxiertem Aluminium erhielt ein zum Gehäuse passendes anderes Einstellrad für die Filmempfindlichkeit aus Metall anstelle des üblichen weißen Bakelit.
Diese "Luxusversion" des MINI Rex II hat eine blank eloxierte Aluminium-Abdeckung des ansonsten elfenbeinfarbenen Bakelitgehäuses. Die Luxusversion wirkt eleganter und ist außerdem etwa 2 mm flacher als die Normalvariante aus Bakelit (s. Fotovergleich).
Die schwarze Skalenplatte trägt bei dieser Version auch nur den Aufdruck "Germany". Auf der Einstellskala sind keine CINE-Werte vorhanden! Noch ein kleiner Unterschied: die Selenzelle ist bei den Alu-Gehäuseversionen mit einer Opalscheibe abgedeckt, sonst ist sie aus klarem Plexi. Ansonsten und in der Bedienung entspricht dieser MINI Rex II den detaillierter beschriebenen Normal-Ausführungen.
Werte: Empfindlichkeit 11-23 DIN / 8-125 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 120 - 1/1000 s.
MINI Rex II "Luxus" (2. Version, silber/schwarz)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutliche technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten die verschiedenen Farbausführungen Lust auf mehr ...
Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können, will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen einige Unterschiede aufzeigen. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
In der hier gezeigten Ausführung war der MINI Rex II auch in einer schwarzen "Luxusversion" erhältlich. Diese hat eine blank eloxierte Aluminium-Abdeckung und ein schwarzes Bakelitgehäuse. Die Luxusversion wirkt eleganter und ist außerdem etwa 2 mm flacher als die Normalvariante aus Bakelit (s. Fotovergleich weiter oben). Auch dieses schwarze Gehäuse mit der Alu-Platte ist auf beiden Seiten mit drei schwarzen Lederstücken beledert. Das seitliche Einstellrad für die Filmempfindlichkeit dieser schwarzen Version ist ebenfalls aus Metall und nicht aus dem üblichen weißem Bakelit.
Die schwarze Skalenplatte trägt nur den Aufdruck "Germany". Auf der Einstellskala sind keine CINE-Werte vorhanden! Noch ein weiterer Unterschied der Luxus- zu den Normalausführungen: die Selenzelle ist bei den Alu-Gehäuseversionen mit einer Opalscheibe abgedeckt, sonst ist sie aus klarem Plexi. Die Bedienung dieses MINI Rex II entspricht im übrigen den detailliert beschriebenen anderen Ausführungen.
Werte: Empfindlichkeit 11-23 DIN / 8-125 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 120 - 1/1000 s.

Mit der rückseitigen Lederprägung "U.S. ZONE GERMANY" befolgte das Unternehmen eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung auf allen mir bekannten MINI Rex II-Belis auch dann noch angebracht, als es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und dieser Hinweis auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits durch "GERMANY" ersetzt worden war.
Diese 2. "Luxus"-Version können Sie auch noch in einer etwas anderen Ausführung finden (Bild rechts). Bei dieser ist der Schriftzug silbern ausgelegt und der seitliche Einstellknopf aus Plastik. Hier sind auch wieder die Cine-Werte auf der Skala vorhanden.
Mini-Rex II Exportvariante (3. Version, rot)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutlich technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten die unterschiedlichen Farbausführungen Lust auf mehr ... Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen die Unterschiede aufzeigen. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Der MINI Rex II ist in der hier gezeigten 3. Ausführung eine spezielle Variante für den Export. Er ist an dem seitlichen Einstellrad für die Filmempfindlichkeit mit silberner Skala mit Weston- und Scheiner-Werten und "Western GERMANY" erkennbar. Außerdem hat er anstelle der bisherigen Namensprägung im Leder ein in das Deckleder eingelegtes silbernes Typenschild mit etwas veränderter Schreibweise. Unverändert blieb das elfenbeinfarbene Bakelitgehäuse mit der beidseitigen Belederung mit drei roten Lederstücken.
Mit der rückseitigen Lederprägung "U.S. ZONE GERMANY" befolgte das Unternehmen eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung auch bei dieser Version noch angebracht, obwohl es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits "Western GERMANY" aufgedruckt ist.
Das gegenüber den anderen Versionen unveränderte Bedienungskonzept ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 16-250 Weston / 24-36° Scheiner; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 60 - 1/1000 s; CINE 8-64.
Mini-Rex II Exportvariante (3. Version, schwarz)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutlich technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten die unterschiedlichen Farbausführungen Lust auf mehr ... Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen die Unterschiede aufzeigen. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Der MINI Rex II ist in der hier gezeigten 3. Ausführung eine spezielle Variante für den Export. Er ist an dem seitlichen Einstellrad für die Filmempfindlichkeit mit silberner Skala mit Weston- und Scheiner-Werten und "Western GERMANY" erkennbar. Außerdem hat er anstelle der bisherigen Namensprägung im Leder ein in das Deckleder eingelegtes silbernes Typenschild mit etwas veränderter Schreibweise. Das Bakelitgehäuse ist bei dieser Version komplett schwarz und beidseitig mit drei schwarzen Lederstücken beledert.
Mit der rückseitigen Lederprägung "U.S. ZONE GERMANY" befolgte das Unternehmen eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung auch bei dieser Version noch angebracht, obwohl es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits "Western GERMANY" aufgedruckt ist.
Das gegenüber den anderen Versionen unveränderte Bedienungskonzept ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 16-250 Weston / 24-36° Scheiner; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 60 - 1/1000 s; CINE 8-64.
MINI Rex II (4. Version, rot)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutliche technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten die unterschiedlichen Farbausführungen Lust auf mehr ...
Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen die Unterschiede aufzeigen. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Der MINI Rex II in der hier gezeigten 4. Ausführung ist an dem seitlichen Einstellrad für die Filmempfindlichkeit mit silberner Skala, veränderten Einstellwerten 14-26 DIN / 20-320 ASA und "Western GERMANY" erkennbar. Wie die 1. Version hat auch diese Ausführung ein elfenbeinfarbenes Bakelitgehäuse und ist auf beiden Seiten mit drei roten Lederstücken beledert.
Mit der rückseitigen Lederprägung "U.S. ZONE GERMANY" befolgte das Unternehmen eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung bei dieser Version noch angebracht, obwohl es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits "Western GERMANY" aufgedruckt ist.
Das Bedienungskonzept ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 14-26 DIN / 20-320 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 60 - 1/1000 s.
Mini Rex II (5. Version, unbeledert)

Der MINI Rex II ist neben den Sixtus oder Sixtomat von Gossen wieder ein Belichtungsmesser, dem man eine eigene Sammelvitrine widmen könnte. Dabei sind es weniger deutliche technische Unterschiede, eher machen neben Kleinigkeiten die unterschiedlichen Farbausführungen Lust auf mehr ...
Ohne den Anspruch zu erheben, eine komplette Übersicht geben zu können will ich dem Sammlerkollegen mit den hier gezeigten MINI Rex II-Versionen die Unterschiede aufzeigen. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war eine Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex das erste Produkt. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Der MINI Rex II in der hier gezeigten 5. und zugleich letzten Ausführung ist am blanken Bakelitgehäuse ohne jegliche Belederung zu erkennen. Entsprechend fehlt auch der U.S. ZONE GERMANY-Hinweis der Vorgängerversionen. Das seitliche Einstellrad für die Filmempfindlichkeit mit jetzt goldfarben eloxierter Skala und Einstellwerten 14-26 DIN / 20-320 ASA hat den Herkunftshinweis "Western GERMANY". Auch die rot bedruckte Einstellskala ist goldfarben eloxiert.
Das Bedienungskonzept ist gegenüber dem der Vorgänger unverändert. Es ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 14-26 DIN / 20-320 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 120 - 1/1000 s.
MINI Rex II / REPORTER

Der MINI Rex II - in den 1950er Jahren ein Erfolgsmodell der Rex Messinstrumentenbau GmbH, Erlangen - wurde auch an Handelshäuser geliefert und dort unter Eigennamen vertrieben. Der Name "REPORTER" wurde seinerzeit von der Kaufhof-Warenhauskette benutzt.
Bei dem hier gezeigten REPORTER-Beli handelt es sich um einen Mini Rex II in der 4. Ausführung (s. weiter oben). Die Gehäuseform ist identisch mit dem Originalmodell. Bei der Farbgebung wurde für das Bakelit-Unterteil ein dunkles Rot gewählt, das mit dem leuchtend roten Bezug nicht so recht harmoniert. Doch ist sowas ja auch Geschmackssache....
Für das seitliche Einstellrad für die Filmempfindlichkeit (mit silberner Skala, Einstellwerte 14-26 DIN / 20-320 ASA, "Western GERMANY") wurde bei dieser Version schwarzer Bakelit geählt. Der Gehäusedeckel besteht dagegen wie die Normalversion aus elfenbeinfarbenem Bakelit. Das Gehäuse ist auf beiden Seiten mit drei roten Lederstücken beledert von denen das Deckleder - wie das rote Lederetui - mit "REPORTER" geprägt ist.

Auch diese Beli-Version hat im Bodenleder noch die Prägung "U.S. ZONE GERMANY". Damit befolgte das Unternehmen ursprünglich eine Anweisung der US-Besatzungsverwaltung, fand damit wohl zugleich bewusst oder unbewusst ein erfolgbringendes Marketinginstrument. Jedenfalls wurde die Lederprägung auch noch weiter verwendet, obwohl es die Rechtslage schon nicht mehr erforderte und auf dem Einstellknopf für die Filmempfindlichkeit bereits "Western GERMANY" aufgedruckt ist.
Das Bedienungskonzept entspricht voll und ganz der Normalversion. Es ähnelt dem des Sixtomat; mit dem seitlichen Drehrad werden verschiedene Blendenwerte und eine jeweils dazu passende Belichtungszeitenreihe eingestellt. Nach dem Nadelausschlag kann dann auf der Kanalskala die Belichtungszeit für die eingestellte Blende direkt abgelesen werden. Im Einstellfenster ist eine Zeitenreihe grün markiert um die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit vornehmen zu können. Dazu wird das Einstellrad leicht herausgezogen und die Filmempfindlichkeit auf die rote Punktmarkierung gestellt. Dabei stellt sich ein Blendenwert ein, der für diese Zeitenreihe gültig ist.
Werte: Empfindlichkeit 14-26 DIN / 20-320 ASA; Blenden 2-22; Belichtungszeiten 60 - 1/1000 s.; CINE 8-64
Mino SIX

Für den Miniaturkamera-Klassiker MINOX war Mitte der fünfziger Jahre auch ein Belichtungsmesser lieferbar. Hergestellt wurde dieses im Design der Minox gestaltete Miniaturteil von Gossen, Erlangen.
Der Belichtungsmesser ist nur mit "MINOX" bezeichnet und hat außerdem noch einen eingebauten Fernrohrsucher um das zu messende Motiv bei dem kleinen Minox-Bildformat besser anvisieren zu können. Zur Messung muss dann der Knopf auf dem Gehäuse gedrückt werden, die Nadel wird nach dem Loslassen beim Anzeigewert arretiert.
Für die damals zu Minox lieferbaren Filme mit 11, 14, 17 und 20 DIN ist je eine Verschlusszeitenwalze vorhanden, die mit dem Minox-typischen Daumenrad eingestellt wird. Der Anzeigewert gilt für Blende 4. Mit der rückseitig angebrachten Tabelle können die Verschlusszeiten auch für andere Blenden abgelesen werden.
Für Sammler - die Belichtungsmesser sind in der Regel mit einen Fabriknummer geprägt. Diese Ausführung hat jedoch keine Nummer. In einer späteren Version ist der Belichtungsmesser auch mit den ab etwa 1957 gülitgen ASA-Werten 12/25/50/100 ohne DIN-Werte zu finden.
Werte: Empfindlichkeit 11-20 DIN / 10-80 ASA; Blenden 2 - 8; Verschlusszeiten 20 - 1/5000 Sek.
NIHON KODEN Aufsteckbelichtungsmesser, Japan

Miniatur-Aufsteckbelichtungsmesser aus japanischer Fertigung von NK NIHON KODEN etwa aus der Zeit um 1955. Ob dieser Hersteller mit dem heutigen Medizingeräteanbieter gleichen Namens identisch ist, weiß ich nicht. Allerdings scheint dieser NK recht nah mit dem Metrawatt Metraphot 2 verwandt. Einen Gentest hab' ich zwar nicht gemacht, doch schauen Sie mal auf das Foto rechts.....

Wie gut auch immer die Japaner damals im Nachbauen waren, für Quantensprünge im Detail waren sie immer gut. Deshalb vergleichen Sie ruhig die Werte mit dem Metraphot 2 weiter oben: Empfindlichkeit 9-33° DIN; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 15-1/1000 Sek., Lichtwerte 4-21
The NORWOOD Direktor Model B

Dies ist wohl einer der universellsten Selen-Belichtungsmesser, um 1950 speziell für professionelles Arbeiten entwickelt. Laut Typenschild ist der Hersteller AMERICAN BOLEX Company. Inc., New York. Die Norwood-Belichtungsmesser sind - lt. Typenschild - Made in USA.
Es sind auch andere baugleiche oder -ähnliche Versionen dieses Belichtungsmessers mit anderen Herstellerangaben zu finden. Das nachstehend beschriebene Model C hat lediglich eine andere Herstellerangabe, das Model S in gleicher Bauweise von Brockway ist einige Jahre jünger und Made in Japan.

Das Gerät hat einen um ca. 300° drehbaren Messkopf. Dieser kann unterschiedliche Messvorsätze aufnehmen. Durch ein einschiebbares Sperrblech lässt sich die Selenzelle bei Nichtgebrauch vor Lichteinfall schützen, anstelle des Sperrblechs kann auch eine gelochte Scheibe zur Lichtreduktion eingeschoben werden. Die Filmempfindlichkeit wird mit der rastenden Stellmarke im ASA-INDEX-Fenster eingestellt; dabei muss die Rändelscheibe festgehalten werden. Je nachdem ob mit oder ohne eingesetzten Lochvorsatz gemessen wird, muss die Messmarke "SLIDE IN/OUT" auf den Anzeigewert der Nadel gedreht werden. Die Lichtwerte (4-1000 fc) sind von der Messskala auf die Einstellskala zu übernehmen.
Werte: 0,1-1000 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale und relative Werte); Belichtungszeiten 120-1/1200 Sek.; Cine-Werte.
The NORWOOD Direktor Model C

Dies ist wohl einer der universellsten Selen-Belichtungsmesser, um 1950 speziell für professionelles Arbeiten entwickelt. Laut Typenschild ist der Hersteller jetzt DIRECTOR PRODUCTS Corp., New York; im Etui steht weiter AMERICAN BOLEX Company. Inc., New York. Bauweise und Werte unterscheiden sich ansonsten nicht vom vorherigen Model B.
Es sind auch andere baugleiche oder -ähnliche Versionen mit anderen Herstellerangaben zu finden. Das Model S in gleicher Bauweise von Brockway ist einige Jahre jünger.

Das Gerät hat einen um ca. 300° drehbaren Messkopf. Dieser kann unterschiedliche Messvorsätze aufnehmen. Durch ein einschiebbares Sperrblech lässt sich die Selenzelle bei Nichtgebrauch vor Lichteinfall schützen, anstelle des Sperrblechs kann auch eine gelochte Scheibe zur Lichtreduktion eingeschoben werden. Die Filmempfindlichkeit wird mit der rastenden Stellmarke im ASA-INDEX-Fenster eingestellt; dabei muss die Rändelscheibe festgehalten werden. Je nachdem ob mit oder ohne eingesetzten Lochvorsatz gemessen wird, muss die Messmarke "SLIDE IN/OUT" auf den Anzeigewert der Nadel gedreht werden. Die Lichtwerte (4-1000 fc) sind von der Messskala auf die Einstellskala zu übernehmen.
Werte: 0,1-1000 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale und relative Werte); Belichtungszeiten 120-1/1200 Sek.; Cine-Werte.
Novo-Rex 1 / Novo-Rix 1

Neben Dorn, Gossen, Kiesewetter, Kindermann, Metrawatt und Zeiss zählte die seinerzeit noch in München beheimatete Rex Messinstrumentenbau GmbH zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland. Die Rex-Urversion wurde im Oktober 1937 zum Preis von 38 RM vorgestellt.
Nur ein Jahr darauf folgte mit diesem Novo-Rex eine erheblich kleinere und leichtere Version mit nur geringfügig eingeschränktem Funktionsumfang zum gleichen Preis.
Wie bei den meisten anderen der frühen Elektro-Belis war die Selenzelle sowohl beim Rex als auch beim Novo-Rex auf der Gehäuseunterseite angeordnet. Zum Messen springt sie nach Druck auf den seitlichen Chromhebel auf. Erstaunlich - die Bezeichnung auf dem Belichtungsmesser lautet Novo-"Rix", während die Schreibweise auf Verpackung und Anleitung Novo-"Rex" ist. Mir ist nicht bekannt, ob unterschiedlich bezeichnete Beli existieren.
Noch besser als mit dem Rex ist mit dem Novo-Rex Einhandbedienung möglich. Der angezeigte Messwert zwischen 3 und 18 wird auf der Rechenschieberskala oberhalb des Messfensters der jeweiligen Filmempfindlichkeit gegenübergestellt. Anschließend kann von den beiden oberen Skalenreihen des Rechenschiebers die Zeit-/Blendenkombination abgelesen werden.
Die Alu-Schiebeskala des Novo-Rex ist mit der seines großen Bruders (Anzeigewerte von 2-20) identisch und hat die gleichen Messwerte. Allerdings arbeitet der Novo-Rex nur mit einem Messbereich mit Anzeigewerten zwischen 3 bis 18. Die Konstruktion der eingeklappten Messzelle bewirkt ein lange Haltbarkeit, die Bedienungsanleitung empfiehlt denn auch, die Klappe gleich nach dem Ablesen wieder zu schließen.
Werte: Empfindlichkeit 3/10 - 21/10 DIN, 13 - 31° Scheiner; Blenden 1,4-32 (internationale Reihe); Belichtungszeiten 30 Min - 1/1000 s.
OMBRUX - ORIG. GOSSEN
Hersteller GOSSEN, Fabrik Elektrischer Präzisionsmessgeräte Erlangen/Bay, 1933. Obwohl in der Literatur oft als erster photoelektrischer Gossen-Belichtungsmesser beschrieben, gebührt aber dem PHOTOLUX (s. unten) diese Ehre. Der OMBRUX ist geringfügig empfindlicher als sein Vorgänger, die Bedienung unterschied sich nicht. Allerdings liegen dem Gossen zwei Alu-Tabellen bei, mit dem verschiedene Zeit-/Blendenkombinationen bei unterschiedlichen Filmempfindlichkeiten abgelesen werden können. Die Tabellen für 10 DIN/17° Scheiner; 15 DIN/23° Scheiner; 18 DIN/25° Scheiner; 20 DIN/29° Scheiner stecken normalerweise in einer Klemmhalterung des Lederetuis, fehlen aber heute leider oft.
Wie alle frühen Gossen-Belis hat auch der OMBRUX zwei Messbereiche, durch Druck auf den ominösen roten Knopf gilt die empfindlichere rote Zeitenskala. Alle ablesbaren Zeiten von 30 bis 1/500 Sek. gelten nur bei Blende 9 und 23° Scheiner Empfindlichkeit. Mit den Tabellen sind weitere Zeit-/Blendenkombinationen zwischen 960 und 1/1000 Sek. und 18 Blenden von 1,5 bis 24 ablesbar.
Das Gehäuse war im übrigen baugleich mit dem PHOTOLUX und anderen frühen Gossen-Belis. Auch der Verkaufspreis des OMBUX betrug RM 26,50 + Etui RM 2,50.
OMBRUX f. LEICA - ORIG. GOSSEN
Hersteller GOSSEN, Fabrik Elektrischer Präzisionsmessgeräte Erlangen/Bay, 1934. Nachdem Gossens Konkurrent Weston einen Spezial-Leica-Belichtungsmesser vorgestellt hatte, zog Gossen mit diesem OMBRUX nach. An sich ist an dem Gerät außer dem höheren Preis von RM 33,- nix anders als an der Normalversion. Doch, die Skala hat die Belichtungswerte der Leica! Die Alu-Tabellen haben etwas andere Werte (für 12-13 DIN/20° Scheiner; 15-16 DIN/23° Scheiner; 18 DIN/26° Scheiner; 20 DIN/29° Scheiner).
Auch der OMBRUX f. LEICA hat zwei Messbereiche, durch Druck auf den roten Knopf gilt die empfindlichere rote Zeitenskala. Alle ablesbaren Zeiten von 30 bis 1/500 Sek. gelten nur bei Blende 9 und 23° Scheiner oder 16/10 DIN Empfindlichkeit. Mit den Tabellen sind weitere Zeit-/Blendenkombinationen zwischen 960 und 1/1000 Sek. und Blenden von 1,9 bis 25 ablesbar.

Ab etwa Mitte der 1950er Jahre werden immer mehr Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung angeboten. Doch schaut man einmal genau hin, unterscheiden sich viele nur wenig. Dieser Optomax ist nahezu baugleich mit dem Auto Leader 2 von Sekonic aus dem Jahr 1963. Lediglich der Boden ist schwarz statt grau, eine weitere Typenangabe ist nicht vorhanden. Wie der Auto-Leader hat dieser Optomax ein fest eingebautes, ausklappbares Verstärkerelement, das durch Druck auf den seitlichen Knopf ausgeklappt wird. Mit dem Rändelrad wird der Nachführzeiger betätigt. Die fest angebrachte Frontklappe dient nicht als Diffusor sondern als Empfindlichkeitsumschalter. Die Einstellskala hat insgesamt drei Einstellmarkierungen (mit/ohne Frontklappe / Verstärker). Der Optomax wird im Foto Quelle-Katalog 1961 für DM 37,50 angeboten.
Werte: Empfindlichkeit 9-42 DIN / 6-12.000 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 8-1/2000 Sek.; Lichtwerte 2-19; Kino-Gangzahlen.
Belichtungsmesser-Monster aus Down-Under von Paton Electrical Pty.Ltd. Sydney, Australia aus der Zeit um 1940/1950. Das extrem schwere Gerät im schwarzen Bakelitgehäuse erweist sich als überraschend handlich. Die zwei Messbereiche werden mit der Frontklappe umgeschaltet, dabei wechselt gleichzeitig die Skala. Der angezeigte Lichtwert zwischen 0,25 bis 800 wird auf die untere Drehskala übertragen, im oberen Teil sind die Belichtungswerte ablesbar.
Der Pentafot ist ein aufsteckbarer Spezialbelichtungsmesser für die in der DDR der 50er und 60er Jahre sehr verbreitete Pentaka 8-Schmalfilmkamera. Das Gerät war nur in Verbindung mit dieser Kamera nutzbar und kuppelte die Blendeneinstellung mit dem Kameraobjektiv wenn auf diesem ein spezieller Plexi-Ring montiert war. Dieser Ring zerbrach leicht und ist seltener zu finden als der Belichtungsaufsatz.







Die elfenbeinfarbene Gehäuseversion habe ich auch ohne Lederetui gefunden. Nein, das ist nicht verlorengegangen - der Beli liegt noch fabrikneu in der Plexidose!


Ein seltener Belichtungsmesser in ungewöhnlicher Bauform entstand um 1954 für kurze Zeit bei der Ostberliner Apparatefabrik Philips GmbH i.V. Das Unternehmen firmierte damals als PHILIPS SCHALL GmbH in Berlin Nord-West und stand als niederländisches Eigentum unter staatlicher Verwaltung in der DDR.
Der Beli hat zwei Messbereiche, nach Druck auf den seitlichen Knopf gelten die unteren (roten) Skalenwerte. Die beiden Versionen unterscheiden sich nicht in ihren Werten, wohl aber im Gewicht. Die erste Version ist neben dem Gewicht von 200 g (Version 2 = 120 g) auch äußerlich am groben Strukturlack, gelblichen Skalen und Umschalttaster aus Metall zu erkennen. Die beiden Fotos oben zeigen die erste Version, die Fotos unten die Version 2. Die Handhabung ist simpel - der auf der Skala angezeigte Zeitenwert wird mit dem Drehskalenrad der Filmempfindlichkeit gegenübergestellt. Die zugehörigen Blenden können dann auf der inneren Skala abgelesen werden. 

Hersteller GOSSEN, Fabrik Elektrischer Präzisionsmessgeräte Erlangen/Bay. In der Literatur wird oft der "Ombrux" als erster photoelektrischer Gossen-Belichtungsmesser aus dem Jahr 1933 gepriesen. Tatsächlich gebührt aber dem PHOTOLUX diese Ehre, wahrscheinlich war er sogar der allererste Selenbelichtungsmesser überhaupt, noch vor dem Weston. Der Verkaufspreis war mit RM 26,50 extrem günstig, der Weston kostete um 40 Dollar.
Wie dem auch sein mag, selbst vom PHOTOLUX hat es wohl zwei verschiedene Skalenversionen gegeben, wenn man der Anzeigenabbildung glauben schenken darf (die Originalgröße sehen Sie nach einem Klick auf die kleine Abbildung rechts). Der im Bild links gezeigte PHOTOLUX glänzte noch nicht mit allzuvielen Möglichkeiten. Immerhin hat er zwei Messbereiche, durch Druck auf den roten Knopf gilt die empfindlichere rote Zeitenskala. Alle ablesbaren Zeiten von 2 bis 1/500 Sek. gelten nur bei Blende 9 und 23° Scheiner Empfindlichkeit.
Das Gehäuse war im übrigen baugleich mit dem Ombrux und anderen frühen Gossen-Belis.
Das/der Photoskop aus dem Excelsior-Werk Rudolf Kiesewetter, Leipzig, war 1934 neben den Geräten von Gossen, Müller & Ziegler und Weston der erste elektrische Belichtungsmesser. Das massive, 255 g schwere, Messgerät in Dosenform ist total anders konstruiert als spätere Geräte, es entspricht in etwa noch dem Electrophot von Müller & Ziegler oder dem Metraphot von Metrawatt.
Es steht zwar recht auffällig "CARL BRAUN KAMERA WERK NÜRNBERG" auf diesem massiven Aufsteckbelichtungsmesser. Allerdings dürfte er dort wohl eher nicht produziert worden sein. Dazu ist die Ähnlichkeit mit Gossens Sixti zu deutlich.
Einige Abweichungen zum Sixti sind neben dem protzigen Typenschild denn doch zu finden. Die Diffusorscheibe für Lichtmessung ist in der Art eines Harnischs klappbar angebracht und für die Einstellung und Ablesung der Werte wurde eine recht eigenwillige Form gewählt. Es gibt zwei Messbereiche mit schwarzen und roten Blendenzahlen. Die dazu passende Belichtungszeit muss auf der kleinen Kanalskala in einem sehr schmalen Anzeigeschlitz unter teilweise mehrfach aufgeführten Werten gefunden werden. Für die Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit ist eine rote "START"-Markierung auf der Skala vorhanden. Mir will nicht recht einleuchten, weshalb Braun die gute Ablesbarkeit des Sixti derart verunstaltet hat... 
Polaroid LAND hatte für seine Sofortbildkameras ein eigenes Belichtungs-Einstellsystem mit Lichtwerten (EV) eingeführt. Einige Belichtungsmesser berücksichtigten dieses System mit zusätzlichen Skalenwerten; es gab auch Spezialversionen für Polaroid (z.B. GE PR-22 oder Expo-Rite).
Das allerletzte Erzeugnis aus dem Traditionshaus Josef Dorn, Neustadt/Weinstrasse, als Auftragsfertigung für PORST aus den 1970er Jahren. Weitere Details finden Sie unter prixcolor.
Auch bei diesem Primat blieb der durch den "Prix" bekannte Hersteller Josef Dorn, Neustadt/Weinstr., seinem Prinzip treu und spendierte auch diesem formschönen Beli noch eine - meines Wissens - einzigartige Spezialität: einem vor das Messfenster einschwenkbaren Orangevorsatz zur automatischen Berücksichtigung von Filterfaktoren. Von der anderen Gehäuseseite kann alternativ ein Diffusorvorsatz (für Lichtmessungen) eingeschoben werden. Dies war wohl die Konsequenz aus der Verlustquote des Prixi-Diffusors....
Dieser Primat Motiv ist eine Variante des zuvor beschriebenen Primat vom durch den "Prix" bekannten Hersteller Josef Dorn, Neustadt/Weinstr.
Das handliche Gerät kann zunächst in gleicher Weise gehandhabt werden wie die Normalversion (rechtes Bild oben): nach Grundeinstellung der Filmempfindlichkeit muss nur die (markierte) Blende 8 auf den Zeigerausschlag gedreht werden, um zugehörige Belichtungswerte für alle Blendenstufen direkt ablesen zu können.
Das Foto der wohl ersten Version des Prinsen etwa aus dem Jahr 1935 aus der Fertigung des niederländischen Herstellers Prinsen, Kranenburg, erhielt ich von Peter Hansen.
Der niederländische Hersteller Prinsen, Kranenburg, produzierte etwa von 1935 bis 1950 Belichtungsmesser. Prinsen wurde bereits um 1938 von Fana Metaal, Hilgersberg (Holland) übernommen.
Die kleine Fabrik für elektrische Messinstrumente, Josef Dorn in Leipzig, produzierte nach ihrem ersten elektrischen Belichtungsmesser "Dornlei" (1937) schon kurz darauf (1939) den Prix. Dieser ähnelte mit seinem schwarzen Bakelitgehäuse und nahezu identischer Größe dem Sixtus von Gossen. Dies mag gewollt oder Zufall gewesen sein, jedenfalls hat der Prix ein völlig anderes Bedienungskonzept.
Das praktische Bakelitgehäuse kann nach Öffnen der Klappe abgestellt werden, so dass Lichtveränderungen während eines längeren Messzeitraumes gut zu beobachten sind. Dieser Prix-Beli wurde nach dem Krieg in nur geringfügig veränderter Form (ohne Klappe) weitergebaut, nachdem die Firma Dorn nach Neustadt/Weinstraße umgezogen war. Die erste Version ist auch an der rückseitigen Prägung "DORN LEIPZIG" gut zu unterscheiden. 
Nach dem zweiten Weltkrieg verlegte Josef Dorn seinen Firmensitz von Leipzig nach Neustadt/Weinstraße. Im Jahr 1950 wurde die Produktion des Prix in nur geringfügig veränderter Ausführung wieder aufgenommen. Das schwarze Bakelitgehäuse und die Messwerte wurden zunächst beibehalten, lediglich die Scheiner-Filmempfindlichkeitsskala durch ASA-Werte ersetzt. Die praktische Abdeckklappe entfiel jedoch, der Prix wurde im Lederetui ausgeliefert.
Nach Vorstellung des ersten Nachkriegs-Prix im Mai 1950 produzierte Josef Dorn diesen Belichtungsmesser einige Jahre in geringfügig unterschiedlichen Versionen. Messwerte und Farbgebung wurden zum Teil geändert. Bei dieser Version ist der Einstellschieber goldfarben eloxiert und die Skalenbeschriftung schwarz ausgelegt. Nicht geändert wurde der steckbare Diffusor für Lichtmessungen, der bei den meisten heute angebotenen Prix-Belis fehlen dürfte (wie bei diesem Gerät)...
Nach Vorstellung des ersten Nachkriegs-Prix im Mai 1950 produzierte Josef Dorn diesen Belichtungsmesser einige Jahre in geringfügig unterschiedlichen Versionen. Messwerte und Farbgebung wurden zum Teil geändert. Bei dieser Version ist der Einstellschieber goldfarben eloxiert und die Skalenbeschriftung rot ausgelegt. Nicht geändert wurde jedoch der steckbare Diffusor für Lichtmessungen, der bei den meisten heute angebotenen Prix-Belis fehlen dürfte...
Nach Vorstellung des ersten Nachkriegs-Prix im Mai 1950 produzierte Josef Dorn diesen Belichtungsmesser einige Jahre in unterschiedlichen Versionen. Messwerte und Farbgebung wurden zum Teil geändert. Bei dieser Version mit dem weißen Bakelitgehäuse fällt die Änderung sofort auf. Außerdem ist der goldfarbene Einstellschieber rot bedruckt. Das Gehäuse ist im Lederetui mit zwei Schrauben befestigt. Nicht geändert wurde weiterhin der steckbare Diffusor für Lichtmessungen.
Einer der wohl kleinsten Aufsteckbelichtungsmesser kam um 1957 von Josef Dorn, Neustadt/Weinstr. Das rustikale, grau hammerschlaglackierte Gehäuse bot noch nicht einmal Platz für jegliche Namen- oder Herstellerangabe. Nur auf dem Lederetui findet sich eine dezente Prägung "PRIXI".
Mein Prixi hat eine messingfarbene Einstellskala und ist auch nicht mehr arbeitswillig. Ob er im Lieferzustand einmal anders ausgesehen hat, weiß ich nicht. Da dieser Belichtungsmesser offenbar nicht häufig zu finden ist, fehlen mir bislang Vergleiche.
Der Prixi aus einem österreichischen Photo-Porst-Katalog 1957.
Mit dieser letzten Version im klassischen Prix-Bedienkonzept hat es sich 1954 ausgeprixt. Zwar konnte man den eingeführten Markennamen "Prix" noch bei den allerletzten Dorn-Belis in den späten 1970er Jahren finden. Doch fand das Einstellkonzept mit dem dreieckigen Blendenschieber mit dieser Prix-Version ihr Ende. Der Vollständigkeit halber - etwa zeitgleich mit dem Record gab es noch eine Mini-Version "Rapid", die ich aber derzeit nicht zeigen kann.
Im übrigen blieb das Bedienkonzept der Urversion (wie oben beschrieben) mit der diagonalen Zeigerskala unverändert. Für die Einstellung der erweiterten Filmempfindlichkeit kann der kleine goldfarbene Zeiger weiterhin in 10 Stufen auf Blendenwerte zwischen 2,8 bis 22 justiert werden. Längste Belichtungszeit ist - je nach Filterfaktor 30 sec. bis 4 Min. 
Das allerletzte Erzeugnis aus dem Traditionshaus Josef Dorn, Neustadt/Weinstrasse, stammt aus den 1970er Jahren. Nach wie vor ist es ein Belichtungsmesser mit Selenzelle; Weiterentwicklungen mit CdS-Zelle oder Elektronik sind bei Dorn nicht mehr zu finden. Stattdessen ist dieses Gerät unter verschiedenen Handelsmarken, wie Porst, Reporter, Rhaco oder royal vertrieben worden. Die Dorn-eigene Version Prix-Color kostete 36,- DM.

Kleiner Belichtungsmesser mit zwei Messbereichen, Anfang 1950's, Hersteller The Pullin Optical Co. Ltd., Phoenix Works, Brentford, UK. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, das Gerät mit einem als Zubehör erhältlichen Armband am Handgelenk tragen zu können. Der empfindlichere Messbereich der roten Skala wird durch Druck auf den seitlichen Knopf aktiviert.
Werte: Empfindlichkeit 9-24° DIN / 6 - 200 B.S.I.; Blenden 1,4-45; Belichtungszeiten 2 Min. - 1/1000 Sek.
Wie es bereits der Name verspricht - der REALT ist in der Tat ein Luxusbelichtungsmesser. Für Technikfreaks unter den Sammlern ist das Produkt des Pariser Herstellers aus dem Jahr 1943 (8.11.42 steht auf der Skala) auch optisch ein Schmuckstück. Ob und wie man damit praktisch umgehen kann, ist hingegen eine andere Frage. Ich will nachfolgend versuchen, dazu eine Antwort zu geben ...
Der Selenbeli kommt mit 5 verschiedenen Skalen; eine ist fest eingebaut, zwei weitere - beidseitig bedruckt - sind einschiebbar. In den Fotos habe ich vier Varianten dargestellt. Schon die normale Skala vermittelt derart viele Informationen, dass man eine Weile braucht um sie zu verstehen, selbst wenn man der französischen Sprache halbwegs mächtig ist. Der Zeigerausschlag vermittelt zunächst einen Wert zwischen 0-12; eine zweite Skalenreihe gibt noch Detailwerte von 0,1 bis 3. Um mit diesem Wert etwas anfangen zu können, muss zunächst das Plexi-Drehkreuz auf der oberen Skala mit der unteren Markierung auf die Filmempfindlichkeit ausgerichtet sein. Der abgelesene Zahlenwert wird dann mit dem Rändelrad unter die Markierung des oberen Drehkreuzes gedreht. Danach kann man bereits Belichtungswerte ablesen. Soweit, so gut - doch wozu sind die Skalen?Nach Abziehen der Plexi-Deckkappe über der Messskala lässt sich die Skalenscheibe oberhalb der Trageöse in einen Schlitz schieben. Die goldene Skala ist für Einzelbilder mit Schmalfilmkameras bei verschiedenen Verschlusszeiten. Die Blenden auf dieser Skala stehen in Bezug zu den Empfindlichkeitsangaben auf der rechten Seite der Hauptskala.

Die schwarze Skala "PHOTO" bietet die Möglichkeit, Belichtungswerte für 5 Verschlussgeschwindigkeiten (linke Seite der Hauptskala - 1/25 - 1/500 s) direkt ablesen zu können. Eine Seite der Steckskala hat für Filme mit 10-50 ASA / 22-29° Scheiner Blendenwerte zwischen 0,7 bis 32, die andere Seite 0,7-45 für Filme mit 50-200 ASA / 29-36° Scheiner. Das Skalenblatt ist seitlich verschiebbar und wird auf die passende Filmempfindlichkeit an der Markierung über der Trageöse gedreht. Die elegante Ledertasche hat auch Einsteckfächer für die beiden Skalenblätter. Alles in allem, ein interessantes Messgerät mit einigen Spielmöglichkeiten. Hat man sich einmal darauf eingespielt, lässt es sich ganz ordentlich damit arbeiten. Es lässt sich dann wählen, ob man für Normalanwendungen mit der schwarzen Steckskala direkt angezeigte Belichtungswerte erhält, oder mit der Normalskala in ähnlicher Weise wie auch mit anderen Belis arbeitet.
Werte: Empfindlichkeit 3-3200 ASA / 17-41° Scheiner; Blenden 1,4-22 (2. Skalendruck für Leica-Werte 1,8-18); Belichtungszeiten 32 Min. - 1/2000 Sek.
REALT LUXE - Made in Italy

Das Gerät entspricht dem oben beschriebenen Belichtungsmesser, ist jedoch mit "MADE IN ITALY" gekennzeichnet. Es ist italienisch beschriftet und wahrscheinlich etwas jünger als der vorstehend beschriebene Beli aus Frankreich (ca. 1950er Jahre). Ebenso wie das schwarze Gerät ist es ein Schmuckstück nicht nur für Technikfreaks unter den Sammlern. Die Bedienungsweise habe ich oben beschrieben, sie ist bei diesem Gerät identisch. Die Scheiner-Werte sind durch ASA-Werte ersetzt worden.
Bei diesem Selenbeli ist "nur" eine zusätzliche einschiebbare Photoskala dabei, diese allerdings mehrfarbig auf beiden Seiten bedruckt. Nach Abziehen der Plexi-Deckkappe über der Messskala kann sie oberhalb der Trageöse in einen Schlitz gesteckt werden. Die Blendenwerte auf dieser Skala stehen in Bezug zu den Verschlussgeschwindigkeiten auf der linken Seite der Hauptskala.
Diese schwarze Skala "FOTO" bietet die Möglichkeit, Belichtungswerte für 5 Verschlussgeschwindigkeiten (linke Seite der Hauptskala - 1/25 - 1/500 s) direkt ablesen zu können. Eine Seite der Steckskala hat für Filme mit 12-20° DIN / 10-50 ASA Blendenwerte von 0,7-32, die andere Seite 0,7-45 für Filme mit 19-26° DIN / 50-200 ASA. Das Skalenblatt ist seitlich verschiebbar und wird auf die passende Filmempfindlichkeit an der Markierung über der Trageöse gedreht.
Werte: Empfindlichkeit 7-31° DIN / 3-1600 ASA; Blenden 1,4-22 (2. Skalendruck für Leica-Werte 1,8-18); Belichtungszeiten 32 Min. - 1/2000 Sek.
Revue Studio S

Dieses Messinstrument ist mit Sicherheit der aufwendigste und auch beste je von Quelle/Revue verkaufte Selen-Belichtungsmesser. Zwar sagt das Typenschild nur "Made in Japan", das Gerät ist jedoch baugleich mit dem von SEKONIC ELECTRIC CO., Tokyo gebauten BROCKWAY Studio Model S. Von diesem unterscheidet sich der Revue lediglich durch die andere Farbe der Skala. Das Gerät wurde im Foto Quelle-Katalog 1966 für 79,- DM angeboten. Es sind auch andere ähnliche Versionen mit anderen Herstellerangaben (z.B. Norwood Director) zu finden.
Das Gerät hat einen um ca. 300° drehbaren Messkopf. Dieser kann unterschiedliche Messvorsätze aufnehmen. Im übrigen stimmen die Werte mit dem weiter oben beschriebenen Brockway überein. Die Messvorsätze für die Selenzelle und die Lochscheiben sind ebenfalls baugleich.


Durch einschiebbare Sperr- und Lochbleche lässt sich die Selenzelle bei Nichtgebrauch vor Lichteinfall schützen, anstelle des Sperrblechs kann auch eine gelochte Scheibe zur Lichtreduktion eingeschoben werden. Bei diesem Gerät können mit drei unterschiedlichen Siebeinschüben bestimmte Verschlusszeiten für eine jeweilige Filmempfindlichkeit vorgewählt werden. Die Filmempfindlichkeit wird im übrigen mit der rastenden Stellmarke im ASA-Fenster eingestellt; es ist nicht mehr - wie beim Norwood Director - notwendig, die Rändelscheibe dabei festzuhalten. Je nachdem ob mit oder ohne eingesetzten Lochvorsatz gemessen wird, muss die Messmarke "SLIDE IN/OUT" direkt auf den Anzeigewert der Nadel (Lichtwerte 4-1000 fc) gedreht werden.
Werte: 0,1-12.000 ASA; Blenden 1-45 (internationale Werte); Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-20; Polaroid-EV-Lichtwerte; Cine-Werte 9-64.
REX Urversion

Neben Dorn, Gossen, Kiesewetter, Kindermann, Metrawatt und Zeiss zählte die seinerzeit noch in München beheimatete Rex Messinstrumentenbau GmbH zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland. Diese Rex-Urversion, ein 175 g schwerer Mordstrumm von Belichtungsmesser im schwarzen Bakelitgehäuse, wurde im Oktober 1937 zum Preis von 38 RM vorgestellt.
Wie bei den meisten anderen der frühen Elektro-Belis war die Selenzelle auch beim Rex auf der Gehäuseunterseite angeordnet. Zum Messen muss sie nach Drücken des seitlichen grünen Knopfes ausgeklappt werden; dabei kann das Gerät schon von oben und sogar mit einer Hand bedient werden. Der angezeigte Messwert zwischen 2 und 20 - der Rex hat 2 Messbereiche, die Umschaltung erfolgt ebenfalls mit dem grünen Knopf - wird auf der Rechenschieberskala oberhalb des Messfensters der jeweiligen Filmempfindlichkeit gegenübergestellt. Anschließend kann von den beiden oberen Skalenreihen des Rechenschiebers die Zeit-/Blendenkombination abgelesen werden. Die Schiebeskala aus Alu ist recht rustikal gearbeitet und dürfte nach längerem Gebrauch bei Wind und Wetter nicht mehr ganz leicht ablesbar gewesen sein. Doch mein fast noch neuer Sammlungsbeli lässt sich auf diese Weise einfach bedienen. Die Konstruktion der eingeklappten Messzelle bewirkt ein lange Haltbarkeit, die Bedienungsanleitung empfiehlt denn auch, die Klappe gleich nach dem Ablesen wieder zu schließen.

Bereits ein Jahr später ließ das Unternehmen mit dem Novo-Rex einen etwas einfacheren, aber erheblich kleineren Beli mit demselben Arbeitsprinzip vor. Das Foto links zeigt die Größenverhältnisse dieser beiden Rexe.
Werte: Empfindlichkeit 3/10 - 21/10 DIN, 13 - 31° Scheiner; Blenden 1,4-32 (internationale Reihe); Belichtungszeiten 30 Min - 1/1000 s.
Rex (Nachkriegsversion)

Nach Ende des 2. Weltkrieges verlegte die Rex Messinstrumentenbau GmbH ihren Firmensitz von München nach Erlangen. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Mit dieser neuen Rex-Version wurde ein neuartiges Gerätekonzept vorgestellt, dass sich - wie das Bild aus der Gebrauchsanleitung zeigt - an die Leica-Fotografin wendete, die ihre Gerätschaften gern um den Hals gewickelt mit sich herumtrug... Dazu lässt sich sogar die kleine Schlangenkette in ihrer Länge leicht anpassen (ob das Konzept auch für männliche Fotografen tauglich ist, lässt die Bedienungsanleitung offen). Das mag durchaus seine Vorzüge gehabt haben - man konnte so schnell nichts irgendwo liegenlassen - war aber nicht Jedermanns Sache.
Jedenfalls erfordert das Arbeitskonzept mit der Messzelle auf der großen Vorderfront und dem Einstellfenster auf der Oberseite eine Umgewöhnung gegenüber der von anderen Belis gewohnten Handhabung. Auch die übrige Bedienung leuchtet nicht gleich ein, ich habe das ungewöhnliche Konzept deshalb etwas ausführlicher beschrieben.

Dieser Rex hat einige Einstellbesonderheiten, die ihn zu einem ungewöhnlichen Gerät machen. Zum Einen sind die mit dem kleinen seitlichen Drehrädchen einstellbaren Blendenwerte insgesamt drei unterschiedlichen Filmempfindlichkeiten (14, 15, 16 / 17, 18, 19 / 20, 21, 22 DIN) zugeordnet. Dabei muss man sich beim Messvorgang jeweils in der entsprechenden Farbe halten, wie sie auf der rückseitigen Tabelle ausgewiesen ist. Mit dem entsprechenden Blendenwert wird auch die zugehörige Zeitenreihe verdreht.
Für höhere oder niedrigere Empfindlichkeiten (11-25/10 DIN) finden sich Anweisungen auf dieser Tabelle. Darüberhinaus gibt die Tabelle noch Auskunft über Vergleichswerte verschiedener Empfindlichkeitsskalen (DIN, ASA, Weston, GE, H & D, Scheiner)
Noch dazu hat der Rex zwei Messbereiche, wie an den beiden Kanalskalen (rot und schwarz) im Sichtfenster erkennbar ist. Die Umstellung vom einen in den anderen Messbereich erfolgt durch kräftiges Ziehen am rechten Kettenstrang! Wenn dabei der rote Knopf auf der Vorderseite neben dem Messfenster ein wenig heraussteht, muss von der roten Skala abgelesen werden. Erneutes Ziehen an der Kette versenkt den Knopf und begründet wieder die Zustängigkeit der schwarzen Skala.
Konzeptbedingt hat der Rex auf dem drehbaren Skalenband nur einen begrenzten Umfang an Blendenwerten; kleinste angebotene Blende ist 12,5, noch kleinere müssen selbst umgerechnet werden. Die Reihe entspricht den für die Leica üblichen Werten: 2 - 3,5 - 4 - 6,3 - 8 - 12,5; zum Teil werden in einem Fenster auch zwei Zahlen angeboten (z.B. 8 und 12,5).
Werte: Empfindlichkeit 14/10 - 22/10 DIN direkt einstellbar, 11/10 - 25/10 DIN nach Tabelle umrechenbar; entspr. 8-200 ASA / 6-160 Weston / 10-250 General Electric / 160-4000 H & D / 21-35° Scheiner; Blenden 2-12,5; Belichtungszeiten 60 - 1/1000 s.
Rex 300

Nach dem Erfolg des Mini Rex II in den 1950er Jahren ließ ein Nachfolgermodell lange auf sich warten. Um 1960 bot die Rex Messinstrumentenbau GmbH, Erlangen, mit diesem Rex 300 einen neuen - auch formal in diese Zeit passenden - Belichtungsmesser an. Mit der Urversion des Rex gehörte das Unternehmen 1937 zu den Pionieren bei den Herstellern elektrischer Belichtungsmesser in Deutschland.
Der Rex 300 kommt völlig unspektakulär daher - mit linearen Belichtungszeiten, Diffusor für Lichtmessung (mit praktischem Gehäuse-Steckfach) und Nachführzeigerprinzip. Die Nachführskala springt durch Federspannung in ihre Anfangsstellung zurück - nicht unbedingt praktisch... Das eiförmige elfenbeinfarbene Bakelitgehäuse mit goldeloxierter Skala und weinroten Applikationen wirkt für denjenigen geschmackvoll, der dieses Design mag.
Das Einstell- und Bedienungskonzept ist simpel und entspricht mit dem für Einhandbedienung ausgelegten Rändelrad jetzt dem allgemeinen Standard. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die Drehskala mit dem Nachführzeiger nach Loslassen immer in die Anfangsstellung zurückspringt.
Werte: Empfindlichkeit 9-33 DIN / 6-1600 ASA; Blenden 1,4-22; Belichtungszeiten 30 - 1/1000 s.; Lichtwerte 2-19,; CINE-Skala auf der Rückseite 8-64.
RHACO MINI 204

Dieser Belichtungsmesser mit Kanalskala wurde unter der deutschen Zubehörmarke RHACO in den 1970er Jahren vertrieben. Er ist bau- und funktionsgleich mit dem Mini No. 204 von JONAN ELECTRIC Co. Das simple Plasticgehäuse unterscheidet sich auffällig negativ vom japanischen Einheitslook; die einstellbaren Werte lassen jedoch erstaunen - doch wer und wozu brauchte 1/8000s?
Werte: Empfindlichkeit 9-39 DIN / 6-6400 ASA; Blenden 1-64; Belichtungszeiten 8 Min.-1/8000 Sek.; Lichtwerte 3-24; Cine-Werte.
Rotolux
Aus ungarischer Produktion der Elektrische Geräte und Messinstrumente-Fabrik (EKM) stammt diese ungewöhnliche Belichtungsmesserkonstruktion aus dem Jahr 1955. Das Gerät hat nicht den üblichen Skalenzeiger, sondern eine drehbare Skala mit Blendenwerten, vergleichbar dem Iris von RFT Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Das Gehäuse ist aus elfenbeinfarbenem Bakelit oder Kunststoff.
Neben dem hier gezeigten Rotolux mit rotem Skalenring ist mir eine andere Version mit blauem Ring und größerer Empfindlichkeit (bis 30° DIN) bekannt.
Werte: Empfindlichkeit 9-24° DIN / 20-35° Scheiner / 6-200 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 60-1/2000 Sek.
SEKONIC AUTO-LEADER model 38

Vom japanischen Belichtungsmesser-Marktführer SEKONIC ELECTRIC Co. Ltd, Tokyo, stammt dieser Selenbelichtungsmesser aus der Zeit um 1960. Sekonic war sehr fleißig in der Schöpfung neuer Modelle. Manche unterschieden sich in Leistung, Ausstattung und sogar im Gehäuse nur wenig. Der Auto-Leader mit fest eingebautem, ausklappbaren Verstärkerelement ist jedoch ein durchweg eigenständiges Modell. Das Gehäuse ist mattsilbern, der Boden mit dem Verstärker aus schwarzem Bakelit.
Mit dem Rändelrad wird der Nachführzeiger betätigt. Die fest angebrachte Frontklappe dient hier nicht als Diffusor sondern als Empfindlichkeitsumschalter. Die Einstellskala hat daher insgesamt drei Einstellmarkierungen (closed / open / amp). Das Verstärkerelement wird an einer Klammer auf dem Boden ausgeklappt.
Werte: Empfindlichkeit 9-42 DIN / 6-12000 ASA; Blenden 1-22; Belichtungszeiten 8-1/1000 Sek.; Lichtwerte 2-19; Kino-Gangzahlen.
SEKONIC AUTO-LEADER 2 model 99

Vom japanischen Belichtungsmesser-Marktführer SEKONIC ELECTRIC Co. Ltd, Tokyo, stammt dieser Selenbelichtungsmesser aus dem Jahr 1963. Sekonic war sehr fleißig in der Schöpfung neuer Modelle. Manche unterschieden sich in Leistung, Ausstattung und sogar im Gehäuse nur wenig. Der Auto-Leader mit fest eingebautem, ausklappbaren Verstärkerelement ist jedoch ein durchweg eigenständiges Modell. Dieses zweite Modell unterscheided sich von seinem Vorgänger nur geringfügig. Der Boden mit dem Verstärker ist jetzt aus grauem Kunststoff und das Verstärkerelement wird durch Druck auf den seitlichen Knopf ausgeklappt. Mit dem Rändelrad wird der Nachführzeiger betätigt. Die fest angebrachte Frontklappe dient nicht als Diffusor sondern als Empfindlichkeitsumschalter. Die Einstellskala hat insgesamt drei Einstellmarkierungen (mit/ohne Frontklappe / Verstärker).
Werte: Empfindlichkeit 9-42 DIN / 6-12000 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 8-1/2000 Sek.; Lichtwerte 2-19; Kino-Gangzahlen.
SEKONIC L-8

Vom japanischen Belichtungsmesser-Marktführer SEKONIC ELECTRIC Co. Ltd, Tokyo, stammt dieser Selenbelichtungsmesser aus den späten 50er Jahren. Er hat das gleiche Gehäuse, wie viele dieser japanischen Belis. Mit der Plexi-Abdeckung ist er nahezu baugleich mit dem Acron (s. oben). Das Gehäuse ist mattsilbern, der Boden aus schwarzem Bakelit. Die Handhabung erfolgt per Rändelrad wie üblich. Die fest angebrachte Frontklappe dient hier nicht als Diffusor sondern als Empfindlichkeitsumschalter; ist sie hochgeklappt gilt der rote Blendenwert mit der roten Markierung.
Werte: Empfindlichkeit 9-33 DIN (zwei Skalen); Blenden 1,4-22; Belichtungszeiten 4-1/1000 Sek.; Lichtwerte 3-19; Kino-Gangzahlen.
SEKONIC L-8b (HANIMEX LEADER DELUXE)
Von Hanimex wurde der SEKONIC L-8 als "LEADER DELUXE, Model L-8b, vertrieben. Er ist mit diesem baugleich.
Werte: Empfindlichkeit 9-33 DIN (zwei Skalen); Blenden 1,4-22; Belichtungszeiten 4-1/1000 Sek.; Lichtwerte 3-19; Kino-Gangzahlen.
SEKONIC LEADER DELUXE-2 model 36

Vom japanischen Belichtungsmesser-Marktführer SEKONIC ELECTRIC Co. Ltd, Tokyo, stammt dieser Selenbelichtungsmesser aus der zweiten Hälfte der 50er Jahre.
Auch mit den Sekonic-Belichtungsmessern liesse sich ohne Mühe ein eigenständiges Sammelgebiet kreieren. Schon die Leader-Modelle gibt es reichlich; hinzu kommt, dass Sekonic auch fleissig für andere Vertriebsnamen und Hersteller produziert hat.
Weil Literatur kaum verfügbar ist, kann man als Sammler die Produktionszeit nur annäherungsweise bestimmen.
Der Leader mit fest eingebautem, ausklappbaren Verstärkerelement ist mit etlichen Varianten ein durchweg eigenständiges Modell. Diese Version ordne ich aufgrund der Daten und vor allem der "klassischen" Belichtungszeitenreihe noch den 50er Jahren zu.
Das Gehäuse ist mattverchromt, der Boden mit dem Verstärker aus schwarzem Bakelit. Das Verstärkerelement wird durch Druck auf die Verriegelung am Boden ausgeklappt. Noch ohne Nachführzeiger wird eine von drei Marken am Drehrad auf den Nadelausschlag der Kanalskala gedreht. Die fest angebrachte Frontklappe dient nicht als Diffusor sondern als Empfindlichkeitsumschalter. Die Einstellskala hat insgesamt drei Einstellmarkierungen (mit/ohne Frontklappe / Verstärker).
Werte: Empfindlichkeit 9-42 DIN / 6-12000 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 8-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-19; Kino-Gangzahlen.

Bei Produktionsaufnahme nach Kriegsende bestimmte zunächst noch der Sixtus das Belichtungsmesserangebot von Gossen, Erlangen. Im Jahr 1950 wurde dann der Sixtomat in seiner ersten, der schwarzen Bakelitausführung vorgestellt und sollte fortan das Belichtungsmesser-Erfolgsmodell schlechthin werden. Doch wollte (und konnte) nicht jeder Fotograf 57,- oder gar 69,- DM für einen Sixtomat auf die Verkaufstheke blättern. Also musste auch ein preiswerteres Einstiegsmodell her. 1952 schlug die Geburtsstunde des Sixon, der den Sixtomat einige Jahre als "kleiner Bruder" begleitete.
Das unverwechselbare Design dieser beiden Gossen-Produkte bestimmte ein Rollo, beim ersten Sixtomat zunächst aus Metall zum Schutz der Messzelle. In der späteren Kunststoffausführung ermöglichte es auch Lichtmessung ohne gesonderten Diffusorvorsatz. In vielen Rollos sowohl beim Sixon und auch beim Sixtomat in den späteren Ausführungen "J" und "x3" stecken bis zu neun Metallspeichen. Da diese nach Anordnung und Anzahl von Gerät zu Gerät unterschiedlich sind (manche haben auch gar keine), werden sie nicht nur als Führungs- und Stabilisierungshilfe vorgesehen gewesen sein. Bei Lichtmessungsstellung der Rollos liegen die Speichen vor dem Messfenster und beeinflussen dabei mehr oder weniger das Anzeigeergebnis.
Unterschiedlich wurde hingegen das Einstellkonzept beider Geräte gelöst. Während der Sixtomat eine spezielle Nachführzeigerlösung mit Direktablesung anbietet, verwendet der Sixon das altbewährte Prinzip von Lichtwerten, die von der Anzeige- auf die Ableseskala übertragen werden müssen. Beide Belis wurden mit der legendären Schlangenkette geliefert, die - neben den Rollos - zum Erkennungszeichen der Gossen-Geräte wurde und zum Kultobjekt der 50er Jahre aufstiegen.


Der Sixon wurde im Jahr 1952 von Gossen, Erlangen" als preiswertes Ergänzungsgerät zum Sixtomat vorgestellt und erst 1956 von den glückloseren Nachfolgern Sixtry / Trisix abgelöst.
Der Sixon verwendet zur Ermittlung der Belichtungswerte das bewährte Lichtwertverfahren. Der von der Anzeigenadel auf einer übersichtlichen Skala angezeigte Wert zwischen 1-12 wird mittels eines seitlichen Drehrades in ein kleines Fenster auf der Ableseskala übertragen. Die passenden Belichtungswerte könen dann in der nach Art einer Tabelle gestalteten Skala abgelesen werden. Bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster.
Nach meinen Feststellungen sind die Sixon-Belichtungsmesser der Versionen 1+2 außerdem noch an dem Buchstaben "X" vor der rückseitig eingravierten Fertigungsnummer erkennbar. 

Nach etwa zwei Produktionsjahren wurde der Sixon um 1954 geringfügig überarbeitet. Für die inzwischen angebotenen höherempfindlichen Filme ist die Filmempfindlichkeit um eine Stufe auf 30° DIN erhöht worden.
Das Funktions- und Bedienungskonzept des Sixon blieb unverändert. Nach wie vor wird zur Ermittlung der Belichtungswerte das bewährte Lichtwertverfahren verwendet. Der von der Anzeigenadel auf einer übersichtlichen Skala angezeigte Wert zwischen 1-12 wird mittels eines seitlichen Drehrades in ein kleines Fenster auf der Ableseskala übertragen. Die passenden Belichtungswerte könen dann in der nach Art einer Tabelle gestalteten Skala abgelesen werden. Bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster. 
Eine spezielle Exportausführung der zweiten Sixon-Version wohl für die USA bot Gossen mit diesem Sixon DUAL an. Im Unterschied zu der oben beschriebenen Version 2 bietet dieser DUAL lediglich eine Einstellmöglichkeit für ASA-Filmempfindlichkeitswerte.
Das Funktions- und Bedienungskonzept des Sixon DUAL ist gegenüber der Normalausführung im Übrigen unverändert. Zur Ermittlung der Belichtungswerte wird das bewährte Lichtwertverfahren verwendet. Der von der Anzeigenadel auf einer übersichtlichen Skala angezeigte Wert zwischen 1-12 wird mittels eines seitlichen Drehrades in ein kleines Fenster auf der Ableseskala übertragen. Die passenden Belichtungswerte könen dann in der nach Art einer Tabelle gestalteten Skala abgelesen werden. Bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster. 
In seiner letzten Ausführung wird der Sixon ab 1956 auch mit dem "Color Finder" angeboten. Dieses einfache Hilfsmittel für Farbaufnahmen vermittelt mit 6 Vergleichsstufen Anhaltswerte über die bei der Aufnahme vorherrschende Farbtemperatur in °K und dazu passende Farb-Korrekturfilter. Aus dieser Messerweiterung bezog der Sixtomat seinen Namenszusatz "x3". Die Sixon-Namensgebung blieb davon aber unbeeindruckt. Auch der Verkaufspreis des Sixon betrug nach wie vor 42,- DM.

Das rückseitig eingeklebte Aluminiumschild erhielt einen zum Colorfinder passenden Aufdruck mit den Filterangaben für die Farbkartenwerte a-e. Allerdings sind auch Sixon-Belis mit der Farbkartenausführung des Sixtomat zu finden, bei der die Farbtemperaturwerte in fünf Stufen von 2600 bis 10000 °Kelvin angegeben sind. Dazu passende andere Alu-Tabellen sind mir aber nicht begegnet. In entsprechenden Sixon-Gebrauchsanleitungen ist diese Version in der Weise beschrieben, dass bei abweichender Farbtemperatur gegenüber dem verwendeten Film (Tageslicht 5800°K, Kunstlicht 3200°K) das Abwarten "besserer Lichtverhältnisse" oder die Verwendung "geeigneter Korrektionsfilter" empfohlen wird. Die meisten Sixon-Belichtungsmesser der Version 3 haben den Buchstaben "B" vor der rückseitig eingravierten Fertigungsnummer.
Der Sixti war im Jahr 1954 die Antwort von Gossen auf den erfolgreichen Aufsteckbelichtungsmesser des Konkurrenten Metraphot.
Der Sixti war im Jahr 1954 die Antwort von Gossen auf den Aufsteckbelichtungsmesser von Metraphot. Eine geringfügig überarbeitete Ausführung erschien ein Jahr später.
Der Sixti hat zwei Messbereiche - schwarz und rot. Mit dem Drehrad auf der Rückseite muss die schwarze oder rote Nachführmarke mit dem Zeigerausschlag zur Deckung gebracht werden. Im Fenster daneben kann dann auf einer zweiteiligen Verschlusszeiten-Skala die zur Nachführmarke passende Blende (rot bzw. schwarz) abgelesen werden.
Mit dem Lunasix begründete Gossen im Jahr 1960 nicht nur ein neues Belichtungsmesser-Zeitalter, sondern schuf zugleich ein neues Gehäusedesign für seine Belichtungsmesser-Neuschöpfungen der nächsten zwei Jahrzehnte.
In den USA wurde der Sixtino unter dem Namen Pilot vertrieben. Dieses Modell hat anstelle der DIN-Skala eine zweite ASA-Skalenreihe mit Zwischenwerten.
Die erste Version - die sich von ihrem Nachfolger in den Werten nicht unterscheidet - hat ein vollständig dunkelgraues Kunststoffgehäuse mit einem Einstellring in gleicher Farbe. Die Verbindungsschrauben der beiden Gehäuseteile sind im Gegensatz zu der sonst bei Gossen üblichen Montageweise erst nach Abnahme der Skalenringe zugänglich. Mit der Version 2 wurde dies allerdings geändert. 
Das mit dem Lunasix begründete neue Gehäusedesign der Gossen-Belichtungsmesser traf voll und ganz den Zeitgeschmack der 1960er Jahre. Mit einer geringfügigen farblichen Änderung erhielt die "graue Sixtino-Maus" schon nach kurzer Produktionszeit ein noch gefälligeres Outfit.
Die zweite Version unterscheidet sich von ihrem Vorgänger weder in der Bedienung noch in den Werten. Das Gehäuse wurde nun in zwei unterschiedlichen Grautönen gestaltet, der Einstellring erhielt die hellgraue Farbe des Gehäuseunterteils.
Kurz vor seinem Lebensende wurde der Sixtino noch einmal komplett überarbeitet. Als Ergebnis entstand Ende der 1970er Jahre der SIXTINO 2.
Selbst wenn man das Gehäuse nicht öffnet, wird an dessen Unterseite deutlich, dass auch das Messwerk von der Überarbeitung betroffen ist. Dies lässt die neue Anordnung von Befestigungs- und Justierschrauben erkennen.
Nach Kriegsende wurde von Gossen, Erlangen, zunächst noch der Sixtus aus den 30er Jahren wiederbelebt. Im Jahr 1950 kam dann mit dem Sixtomat eine völlig neue Generation von Belichtungsmessern in den Handel.
Kaum eine Universaltasche mit einer Akaralle- oder Paxette-Ausrüstung in der damals nicht auch ein Sixtomat steckte. Viele ältere Fotografen verbinden mit dem elfenbeinfarbenen Sixtomat x3 (das x steht für "mal" für die 3 verschiedenen Messmethoden) ihre fotografischen Jugenderinnerungen. Dabei war der Sixtomat x3 nicht das einzige, sondern nur das letzte Modell eines auch von der verkauften Stückzahl her ungemein erfolgreichen Belichtungsmessers.
Bei diesem ersten Sixtomat dient das Rollo aus Metall noch ausschließlich zum Schutz der Messzelle, Lichtmessung ist damit nicht möglich. Der Sixtomat hat zwei Messbereiche, die sich allerdings beim Drehen der Nachführskala selbständig zwischen schwarzen und roten Werten umschalten. Ansonsten steckte im Sixtomat nichts Ungewöhnliches - die erste Bedienungsanleitung umfasst nur 10 Sätze auf 4 Mini-Seiten....
Der Sammler erkennt diese erste Version an der schwarzen Einstellscheibe für die Filmempfindlichkeit. Die Einstellwerte veränderten sich später nur geringfügig, Funktion und Bedienung überhaupt nicht. Der Fabriknummer-Gravur auf der Rückseite ist ein "S" vorangestellt, die Gravur der 1. Version ist weiß ausgelegt. Der Verkaufspreis des ersten Sixtomat betrug 57,- DM.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale Werte); Geschwindigkeiten 30-1/1000 Sek.; CINE-Gangzahlen 8-64.

Innerhalb dieser ersten Sixtomat-Baureihe ist bei ganz genauem Hinsehen noch ein kleiner Unterschied in der Skalenbeschriftung zu bemerken.
Den ersten Ausführungen fehlt auf der CINE-Skala noch die Bildgeschwindigkeit 24 (s. Foto ganz links - Nr. S25998). Bei späteren Sixtomat-Ausführungen mit CINE-Skala wurde die 24 noch eingefügt (s. Foto links - Nr. S58572).
Sixtomat - Version 2

Der im Jahr 1950 vorgestellte Sixtomat von Gossen, Erlangen, wurde nach etwa zwar Jahren Bauzeit geringfügig überarbeitet. Veranlassung dazu bot wohl der etwa zeitgleiche Produktionsbeginn des Sixtomat J, dessen Filmeinstellscheibe silberfarben ist; bei dem bisher gebauten (Version 1) Sixtomat ist sie schwarz.
Ansonsten blieb bei dieser Sixtomat-Ausführung noch alles beim Alten. Das Gehäusematerial war weiterhin schwarzes Bakelit. An der Konstruktion und Bedienbarkeit gab es ohnehin nichts zu ändern.
Dieser Sixtomat wurde noch einige Zeit parallel zum neuen Sixtomat J als preiswerteres Modell angeboten und wohl erst 1954 vom neuen Sixon abgelöst.
Auch bei dieser zweiten Sixtomat-Ausführung dient das Rollo aus Metall noch ausschließlich zum Schutz der Messzelle, Lichtmessung ist damit nicht möglich. Der Sixtomat hat zwei Messbereiche, die sich allerdings beim Drehen der Nachführskala selbständig zwischen schwarzen und roten Werten umschalten. Ansonsten steckte im Sixtomat nichts Ungewöhnliches - die Bedienungsanleitung umfasst nur 10 Sätze auf 4 Mini-Seiten ....
Der Sammler erkennt diese zweite Version an der silberfarbenen Einstellscheibe für die Filmempfindlichkeit. Die Einstellwerte veränderten sich später nur geringfügig, Funktion und Bedienung überhaupt nicht. Der Fabriknummer-Gravur auf der Rückseite ist ein "S" vorangestellt, die Gravur ist jetzt nicht mehr weiß ausgelegt. Der Verkaufspreis betrug weiterhin 57,- DM.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale Werte); Geschwindigkeiten 30-1/1000 Sek.; CINE-Gangzahlen 8-64.
Sixtomat J

Der im Jahr 1950 vorgestellte Sixtomat von Gossen, Erlangen, wurde nach etwa zwar Jahren Bauzeit geringfügig überarbeitet (s. Sixtomat Vers. 2 weiter oben).
Zeitgleich wurde mit diesem Sixtomat J ein Modell vorgestellt, dessen Rolloabdeckung nun eine weitere Messoption bietet. Das bisherige massive Metallrollo wurde durch eine flexible Kunststoffversion ersetzt, die gleichzeitig als Diffusor für Lichtmessung dient. Passend dazu wechselte das bislang schwarze Gehäuse seine Farbe in weiß, ebenfalls noch aus Bakelit.
Der Sixtomat hat zwei Messbereiche, die sich allerdings beim Drehen der Nachführskala selbständig zwischen schwarzen und roten Werten umschalten. Das neue Rollo ermöglicht jetzt zwei Messverfahren: bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster. Ansonsten blieben Funktion und Werte der bisherigen Ausfühung unverändert.
Der Sammler erkennt diesen J-Sixtomat an der silberfarbenen (mit dem Sixtomat Vers. 2 identischen) Einstellscheibe für die Filmempfindlichkeit und an der weiterhin verchromten Metalleinfassung. Die Einstellwerte blieben unverändert, Funktion und Bedienung sowieso. Der Fabriknummer-Gravur auf der Rückseite ist ein "J" vorangestellt, die Gravur ist außerdem rot ausgelegt. Der Verkaufspreis dieser neuen Version betrug jetzt 69,- DM.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale Werte); Geschwindigkeiten 30-1/1000 Sek.; CINE-Gangzahlen 8-64.
Sixtomat J DUAL

Vergleichbar dem Sixon wurde auch der Sixtomat in einer speziellen Ausführung für den Export in die USA angeboten. Im Unterschied zu dem zuvor beschriebenen Sixtomat J bietet dieser DUAL lediglich eine Einstellmöglichkeit für ASA-Filmempfindlichkeitswerte.
Im Übrigen entspricht der Sixtomat DUAL dem Sixtomat, dessen Rolloabdeckung eine weitere Messoption bietet. Daraus resultiert offenbar auch der Namenszusatz "DUAL". Das flexible Kunststoffrollo dient gleichzeitig als Diffusor für Lichtmessung. Passend dazu wechselte das bislang schwarze Gehäuse seine Farbe in weiß, ebenfalls noch aus Bakelit.
Wie die Normalversionen hat auch der DUAL zwei Messbereiche, die sich beim Drehen der Nachführskala selbständig zwischen schwarzen und roten Werten umschalten. Das neue Rollo ermöglicht jetzt zwei Messverfahren: bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster.
Der Sammler erkennt diesen Sixtomat neben der auffälligen Zusatzgravur auf der Frontseite an der silberfarbenen (mit dem Sixtomat Vers. 2 identischen) Einstellscheibe für die Filmempfindlichkeit und an der verchromten Metalleinfassung. Die Einstellwerte sind - bis auf die fehlenden DIN-Angaben - gleich, Funktion und Bedienung sowieso. Der Fabriknummer-Gravur auf der Rückseite ist ebenfalls ein "J" vorangestellt, die Gravur ist außerdem rot ausgelegt.
Werte: Empfindlichkeit 6-400 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale Werte); Geschwindigkeiten 30-1/1000 Sek.; CINE-Gangzahlen 8-64.
Sixtomat J "L" - Leica-Spezialausführung

Diese Sixtomat-Version gab es letztmalig in einer speziellen Leica-Ausführung zu kaufen. Die seit den 30er Jahren gepflegte Tradition der großen Belichtungsmesser-Hersteller, von ihren besten Modellen jeweils auch eine "L"-Version anzubieten, fand damit ihr Ende. Dies war weniger in mangelndem Interesse der Belibauer begründet, sondern vielmehr darin, dass Leitz seine Sonder-Belichtungszeiten und Blenden mit der Leica M3 aufgab.
Dieser Sixtomat L hat also die Leica-Verschlusszeiten 1/20, 1/40 und 1/200 s. auf der Verschlusszeitenskala, nicht mehr jedoch die alten (deutschen) Blendenwerte früherer Leica-Objektive. Ansonsten entspricht der Sixtomat L dem Sixtomat J, dessen Rolloabdeckung eine weitere Messoption bietet. Das flexible Kunststoffrollo dient gleichzeitig als Diffusor für Lichtmessung. Passend dazu wechselte das bislang schwarze Gehäuse seine Farbe in weiß, ebenfalls noch aus Bakelit. Wie die Normalversionen hat auch diese L-Ausführung zwei Messbereiche, die sich beim Drehen der Nachführskala selbständig zwischen schwarzen und roten Werten umschalten.
Der Sammler erkennt diesen Sixtomat an dem "L" auf der rechten Skalenseite und den anderen Verschlusszeiten. Funktion und Bedienung entsprechen der Normalausführung. Der Fabriknummer-Gravur (hier J 36852) auf der Rückseite ist ebenfalls ein "J" vorangestellt, die Gravur ist jedoch hier nicht rot, sondern schwarz ausgelegt.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-45 (internationale Werte); Geschwindigkeiten 30-1/1000 Sek. (mit Spezialwerten der Leica); CINE-Gangzahlen 8-64.
Sixtomat x 3 - Version J

Im Jahr 1955 führte Gossen, Erlangen, den Sixtomat x3 mit den "Dreifachen Möglichkeiten" und Golddesign ein. Zwar wurde die Bauform der bisherigen Sixtomat-Belis beibehalten, Design und Technik erfuhren aber eine gründliche Revision. Äußeres Zeichen dieser neuen Sixtomat-Generation sind das cremefarbene Kunststoffgehäuse, goldfarbene Skala, der goldeloxierte Rahmen und die nun als "GOLDENE RICHTSCHNUR" beworbene goldeloxierte Schlangenkette. Technisch erhielt er neues einstufiges und erweitertes Messwerk und eine dazu passende neue Skala.
Diese erste Sixtomat x3-Version - ich nenne sie aufgrund der Fabriknummer Version J - hat hingegen noch nicht den erst mit einer zweiten x3-Version eingeführten erweiterten Filmempfindlichkeitsbereich. Nach der Fabriknummer (J183135) gehört er eigentlich noch zur Vorgängerkategorie; allerdings kann ich die Gossen'sche Nummernvergabe ohnehin nicht so recht nachvollziehen. Auch der Colorfinder unterscheidet sich noch von der späteren Ausführung, nicht nur durch die Farbe der Klappe. In Werbeanzeigen wurde dieser Belichtungsmesser bereits Ende 1954 vorgestellt. Verkaufspreis war 69,- DM.
Dieser Sixtomat hat also gegenüber dem bisherigen "J" einige Änderungen, nicht nur beim creme/gold-Design. Das erweiterte Messwerk ist jetzt einstufig, d.h. die bisher in einen roten und schwarzen Bereich geteilte Anzeigeskala ist nun mit einer einzigen exponential geführten Linie ausgestattet. Die Ableseskalen für die Belichtungswerte sind neu geordnet und enthalten zwei Verschlusszeitenreihen (alte und lineare Werte) sowie die gerade neu eingeführten Lichtwerte. Die CINE-Werte sind nicht mehr auf der Skala zu finden, erst bei späteren x3 stehen sie auf der Color Finder-Klappe - bei diesem fehlen sie ganz.

Ansonsten entspricht dieser Sixtomat in Bedienung und Funktionen seinen Vorgängern. Das flexible Kunststoffrollo dient nach wie vor gleichzeitig als Diffusor für Lichtmessung.
Der Sammler erkennt diesen Sixtomat an dem cremefarbenen Gehäuse mit goldener Skala, goldeloxierten Metallteilen und der jetzt auch goldfarbenen Schlangenkette.

Der Color Finder im Gehäuseboden, der dem Sixtomat x3 zu seiner Namenserweiterung verhalf, hat bei dieser frühen Version eine Plexiklappe in der auch die Farbvergleichstafeln untergebracht sind.
Das Einstellrad für die Filmempfindlichkeit hat noch die Werte bis 27° DIN des "J". Auch die Fabriknummer-Gravur (hier J183135) auf der Rückseite passt noch nicht zum x3. Das Rollo ist mit Metallstäben ausgestattet. Ich nehme an, dass diese Ausführung etwa zeitgleich (1954/55) mit der nachstehend beschriebenen Version "Sixtomat Gold" vertrieben wurde.
Werte: Empfindlichkeit 9-27° DIN / 6-400 ASA; Blenden 1,4-22; Geschwindigkeiten 4 Min. - 1/1000 Sek. (2 Skalen, alte und lineare Werte); Lichtwerte 1-19.
Sixtomat x 3 - Version J 33 DIN

Wer als Sammler scheinbar gleiche fotografische Geräte nebeneinander vor sich liegen hat und dabei bisher unbeachtete Unterschiede bemerkt, fragt sich manchmal "wie pingelig muss ich eigentlich sein, um solche Kleinigkeiten in meiner Sammlung zu unterscheiden?" Doch macht sowas wohl gerade das Sammeln aus - Briefmarkenfreunde gucken sogar mit der Lupe nach den Zähnen.... Würde man als Photographica-Sammler mit gleicher Veranlagung noch Gravur- und Farbunterschiede klassifizieren, man benötigte eine Fabrikhalle für all den Kram (und ein paar zusätzliche EURO von der Bank).
Hier stelle ich wieder einen solchen Typ vor, von dessen Existenz ich vor dem Start meiner Beli-homepage keinen blassen Schimmer hatte. Wie bereits beschrieben, führte Gossen im Jahr 1955 den Sixtomat x3 mit den "Dreifachen Möglichkeiten" und Golddesign ein. Auch Design und Technik erfuhren dabei eine gründliche Revision. Äußeres Zeichen dieser neuen Sixtomat-Generation sind das cremefarbene Kunststoffgehäuse, goldfarbene Skala, der goldeloxierte Rahmen und die nun als "GOLDENE RICHTSCHNUR" beworbene goldeloxierte Schlangenkette. Technisch erhielt er ein neues einstufiges und erweitertes Messwerk und eine dazu passende neue Skala.
Hatte ich zuvor die erste Sixtomat x3-Version aufgrund der Fabriknummer "Version J" genannt, ging ich wohl davon aus, das es sich um ein nur kurze Zeit gebautes Zwischenmodell handelt und es den "richtigen" Sixtomat x3 mit den neuen Features wirklich ab 1955 gegeben hat. Dann fand ich das hier gezeigte Teil mit alter Fabriknummer (J314517) der Vorgängerkategorie und dem Übergangs-Colorfinder. Doch hat dieser auch den erweiterten Empfindlichkeitsbereich bis 33° DIN! Wo in drei Teufels Namen passt man sowas denn in eine Sammler-Systematik ein? Nun ich habe ihn mal so bezeichnet, wie im Titel angegeben und will es (zunächst) dabei belassen.
Dieser Sixtomat hat also gegenüber dem bisherigen "J" die schon beschriebenen Änderungen: das erweiterte einstufige Messwerk mit größerem Empfindlichkeitsbereich, neue Ableseskalen mit zwei Verschlusszeitenreihen (alte und lineare Werte) und Lichtwerte. Die CINE-Werte stehen unter der Color Finder-Klappe.
Ansonsten entspricht auch dieser Sixtomat in Bedienung und Funktionen seinen Vorgängern. Das flexible Kunststoffrollo dient nach wie vor gleichzeitig als Diffusor für Lichtmessung.
Der Sammler erkennt diesen Sixtomat an dem cremefarbenen Gehäuse mit goldener Skala, goldeloxierten Metallteilen und der jetzt auch goldfarbenen Schlangenkette.

Der Color Finder im Gehäuseboden, der dem Sixtomat x3 zu seiner Namenserweiterung verhalf, hat bei dieser frühen Version eine Plexiklappe in der auch die Farbvergleichstafeln untergebracht sind.
Das Einstellrad für die Filmempfindlichkeit hat jedoch bereits die Werte bis 33° DIN des späteren x3. Lediglich die Fabriknummer-Gravur (hier J314517) auf der Rückseite passt noch zum Vormodell "J". Das Rollo ist hier sogar mit 10 Metallstäben ausgestattet, bei anderen findet man meist weniger.
Werte: Empfindlichkeit 9-33° DIN / 6-1600 ASA; Blenden 1,4-22; Geschwindigkeiten 4 Min. - 1/1000 Sek. (2 Skalen, alte und lineare Werte); Lichtwerte 1-19; CINE-Werte 8-64.
Sixtomat Gold

Bevor 1955 der Sixtomat x3 mit seinen in der Werbung versprochenen "Dreifachen Möglichkeiten" und Golddesign den Sixtomat J ablöste, gab es noch ein Übergangsmodell. Dieser Sixtomat - ich gebe ihm hier die Typenbezeichnung "Gold" - wurde bereits mit dem cremefarbenen Kunststoffgehäuse, dem goldeloxierten Rahmen und der "GOLDENEN RICHTSCHNUR" auserüstet. Auch die neue Skala und ein neues (einstufiges) Messwerk sind bei ihm zu finden, jedoch fehlt noch der Color Finder, der die Bezeichnung "x3" hätte rechtfertigen können.
Ich kenne nicht die Intention, die bei Gossen zu dieser Sixtomat-Version führte, zumal dieses Gerät schon über den - erst bei einer zweiten x3-Version eingeführten - erweiterten Filmempfindlichkeitsbereich verfügt. Auch nach der Fabriknummer (B637094) passt er gut in die x3-Bauserie. Ich mag aber nicht glauben, dass der Colorfinder hier einfach nur vergessen worden ist.....
Wie auch immer, dieser Sixtomat hat also gegenüber dem bisherigen "J" einige Änderungen, nicht nur beim creme/gold-Design. Das erweiterte Messwerk ist jetzt einstufig, d.h. die bisher in einen roten und schwarzen Bereich geteilte Anzeigeskala ist nun mit einer einzigen exponential geführten Linie ausgestattet. Die Ableseskalen für die Belichtungswerte sind neu geordnet und enthalten zwei Verschlusszeitenreihen (alte und lineare Werte) sowie die gerade neu eingeführten Lichtwerte. Die CINE-Werte sind nicht mehr auf der Skala zu finden, beim späteren x3 stehen sie meistens auf der Color Finder-Klappe.
Ansonsten entspricht dieser Sixtomat in Bedienung und Funktionen seinen Vorgängern. Das flexible Kunststoffrollo dient nach wie vor gleichzeitig als Diffusor für Lichtmessung. Die Rolloverstärkung mit Metallspeichen hat diese Ausführung allerdings nicht.

Der Sammler erkennt diesen Sixtomat an dem cremefarbenen Gehäuse mit goldener Skala, goldeloxierten Metallteilen und der jetzt auch goldfarbenen Schlangenkette. Der Color Finder im Gehäuseboden, der dem Sixtomat x3 zu seiner Namenserweiterung verhalf, fehlt hier. Der Fabriknummer-Gravur (hier B637094) auf der Rückseite ist ein "B" vorangestellt.
Hingegen hat das Einstellrad für die Filmempfindlichkeit bereits die späteren Werte bis 33° DIN. In meiner Sammlung fand ich zwei unterschiedliche Versionen; die hier im Bild gezeigte einfarbige Skalenscheibe gehört zu Nr. B697179.
Werte: Empfindlichkeit 9-33° DIN / 6-1600 ASA; Blenden 1,4-22; Geschwindigkeiten 4 Min. - 1/1000 Sek. (2 Skalen, alte und lineare Werte); Lichtwerte 1-19.
Sixtomat x 3 - Color Finder blau-rot

Wie bereits beschrieben, führte Gossen im Jahr 1955 den Sixtomat x3 mit den "Dreifachen Möglichkeiten" und Golddesign ein. Design und Technik erfuhren dabei eine gründliche Revision. Äußeres Zeichen dieser Sixtomat-Generation sind das cremefarbene Kunststoffgehäuse, goldfarbene Skala, der goldeloxierte Rahmen und die als "GOLDENE RICHTSCHNUR" beworbene goldeloxierte Schlangenkette. Technisch erhielt er ein neues einstufiges und erweitertes Messwerk und eine dazu passende neue Skala. In der gesamten Bauzeit bis etwa 1962 sind einige Varianten zu finden; bei dieser mit der blau/roten Color Finder-Klappe handelt es sich um die letzte.
Was ich bereits zur verherigen Version "J 33 DIN" geschrieben hatte, gilt auch für diese Sixtomat x3-Ausführung, oder besser -Ausführungen. Scheinbar handelt es sich um gleiche Geräte, doch bei genauerem Hinschauen zeigen sich durchaus Unterschiede. Diese betreffen weniger die unterschiedliche Nummernvergabe - die ohne internes Firmenwissen nicht nachvollziehbar ist - als eine für Belichtungsmesser nicht unbedeutende technische Differenz. Die Sixtomat-Ausführung mit der niedrigen Nr. 13761 (ohne J oder B) hat eine andere Empfindlichkeit als andere mit "B"- und "J"-Nummern. Demnach dürfte sie mit einem anderen Messwerk ausgestattet sein. Inwieweit das auch von praktischer Relevanz ist oder war, lasse ich hier mal offen und stelle die Differenz lediglich fest.

Es geht hierbei um Folgendes: wenn Sie die Skalen der beiden Fotos vergleichen, bemerken Sie bei gleicher Stellung der Werteskalen (Filmempfindlichkeit jeweils bei 21° DIN) eine unterschiedliche Position der Einstellkurve. Das heißt also, die Sixtomat-Version ganz links (Nr. 13761) hat eine geringere Empfindlichkeit, als andere Ausführungen. Mit einer etwa nachlassenden Leistung der Selenelemente steht dies nicht im Zusammenhang, weil die Stellung der Nadel dabei unberücksichtigt bleibt.
Bei einem Vergleich mit anderen Sixtomaten meiner Sammlung habe ich ansonsten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Nummer und Skalenstellung bemerken können. Deshalb lässt sich diese Eigenart wohl nicht typisieren, ist aber für engagierte Sammler vielleicht von Bedeutung.



Der Sammler erkennt diese Sixtomat-Version an dem cremefarbenen Gehäuse mit goldener Skala, goldeloxierten Metallteilen und der goldfarbenen Schlangenkette. Das Einstellrad für die Filmempfindlichkeit hat durchgängig die Werte bis 33° DIN. 
Als Nachfolger des Sixon bot Gossen ab 1956 - wohl auch noch einige Monate zeitgleich mit diesem - das Namensduo Sixtry und Trisix an. Beide Geräte sind absolut identisch und unterscheiden sich nur durch das Namensschild. Offenbar handelt es sich bei einem von beiden um ein Exportmodell für den US-Markt. Der Verkaufspreis des Sixtry war 51,- DM.
Die Messverfahren wurden beibehalten: bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster. Zur Ermittlung der Farbtemperatur springt die seitliche Klappe durch leichten seitlichen Druck auf - sofern die Feder noch vorhanden ist.
Schon bei seiner Einführung war der Sixtus in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Gossen unterschied zwischen Modell 1 (Normale Ausführung) und Modell 2 (Leica-Ausführung). Beide waren wiederum in 2 Versionen lieferbar - als Handbelichtungsmesser im Ledergehäuse oder mit klappbarer Bakelit-Schutzkappe, die gleichzeitig als Handgriff dient - von Gossen selbst als "Belichtungspistole" bezeichnet. Im Sammlerjargon und bei mir heisst er auch "Sixtus-Revolver". Außerdem konnte der Sixtus noch in einer Ausführung "C" für Filmkameras gekauft werden.
Das schwarze Bakelitgehäuse ist für beide Varianten gleich; es passt sowohl in eines der in unterschiedlichen Ausführungen und Farben erhältlichen Leder-Bereitschaftsetuis als auch mit der seitlichen Führungsrille in die Einschubkappe aus Bakelit. In die Sixtus-Gehäuse ist auf der Bodenplatte mit der Nadel eine Fabriknummer eingekratzt, die dem Sammler eine gewisse Sortiermöglichkeit bietet. Einige Ausführungen des Sixtus 2 (Nachkriegsausführung) fand ich auch mit einer gravierten Fabriknummer. Der Sixtus ist schon fast ein Sammelgebiet für sich. Leider sind viele dieser alten Belichtungsmesser nicht mehr funktionsfähig. Daran ist meist die verbrauchte Selenzelle, nicht selten aber auch ein defektes Messwerk schuld. Damit muss ein Sammler bei diesen über 70 Jahre alten und empfindlichen Teilen aber leben können.
Sixtus Normale Ausführung - Version 1

Die erste Sixtus-Generation, hier als Version 1 bezeichnet, ist an der dicken Glaslinse vor dem Messfenster eindeutig zu identifzieren. Diese Glaslinse stammt zwar nicht mehr - wie beim Ombrux - von einer Taschenlampe, erwies sich jedoch aus mehreren Gründen als nicht sonderlich gut geeignet. Zweites äußeres Erkennungsmerkmal ist die Empfindlichkeitsskala in der Anordnung /10DIN (links) - °SCH (rechte Skalentabelle) und Werten von 6-21 DIN und 17-32° Scheiner.
Die Handhabung ist sehr einfach, das Gerät wurde für die Einhandbedienung konzipiert. Wie alle Gossen-Geräte dieser Zeit hat der Sixtus zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 8 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden. Der Verkaufspreis im Jahr 1936 war 38,- RM.
Wie die meisten elektrischen Belichtungsmesser wurde auch der Sixtus mit einer Fabriknummer versehen. Diese ist - mit einer Nadel in die Bodenplatte eingekratzt - bei den allermeisten Geräten an der oberen Kante zu finden.
Werte: Empfindlichkeit 6-21/10 DIN / 17-32° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 4 Min.-1/1000 Sek.
Sixtus L Ausführung für die Leica - Version 1

Bis auf die Skalen mit den speziellen Leica-Blenden und -Belichtungszeiten unterscheiden sich die beiden Ausführungen nicht voneinander. Die auf der Einstellskala gravierten Belichtungszeiten der Leica sind auch auf der Ableseskala vorhanden. Zusätzlich ist die Einstellskala unterhalb des roten Knopfes (meistens) noch mit einem "L" gekennzeichnet. Die dicke Glaslinse vor dem Messfenster und die Empfindlichkeitsskala entsprechen der oben beschriebenen ersten Sixtus-Generation (Version 1).
Die Handhabung ist sehr einfach, das Gerät wurde für die Einhandbedienung konzipiert. Wie alle Gossen-Geräte dieser Zeit hat der Sixtus zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 9 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden. Der Verkaufspreis im Jahr 1936 war mit 38,- RM identisch mit dem Normalmodell.
Werte: Empfindlichkeit 6-21/10 DIN / 17-32° Scheiner; Blenden 1,5-50 (Leica-Blendenwerte); Belichtungszeiten 2 Min.-1/1000 Sek. in Abstufungen der Leica.
Normalerweise ist die Bodenplatte des Sixtus aus dem gleichen schwarzen Bakelit wie das übrige Gehäuse. Bei diesem Exemplar (Nr. 55039) ist sie ausnahmsweise braun.
Sixtus L Ausführung für die Leica (Revolver) - Version 1


Wie bereits beschrieben, war der Sixtus in zwei Varianten lieferbar - als normaler Handbelichtungsmesser im Lederetui (oben beschrieben) und mit einer Schutz- und Bereitschaftskappe aus Bakelit. Mit dieser wurde er in der Gossen-Werbung auch als "Belichtungspistole" bezeichnet. Im übrigen waren beide Varianten sowohl als Normal- oder als Leica-Modell erhältlich.
Diese frühe Sixtus-"Revolver"-Version (Nr. 20135) ist ein Leica-Modell mit den entsprechenden Skalenwerten. Allerdings fehlt noch die später (meist) vorhandene "L" Gravur unter dem roten Knopf. Die dicke Glaslinse vor dem Messfenster und die Empfindlichkeitsskala entsprechen ansonsten der ganz oben beschriebenen ersten Sixtus-Generation (Version 1).
Die Handhabung ist gegenüber der Etui-Variante unverändert, auch das Klappetui wurde für Einhandbedienung konzipiert. Wie alle Gossen-Geräte dieser Zeit hat der Sixtus zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 9 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden.
Werte: Empfindlichkeit 6-21/10 DIN / 17-32° Scheiner; Blenden 1,5-50 (Leica-Blendenwerte); Belichtungszeiten 2 Min.-1/1000 Sek. in Abstufungen der Leica.
Der Verkaufspreis im Jahr 1936 war mit 38,- RM identisch mit dem Normalmodell.
Sixtus Normale Ausführung (Revolver) - Version 1

Zum Vergleich hier noch ein "Revolver-Sixtus" in der Normalausführung. Wie bereits beschrieben, war der Sixtus in zwei Varianten lieferbar - als normaler Handbelichtungsmesser im Lederetui (wie oben beschrieben) und mit einer Schutz- und Bereitschaftskappe aus Bakelit. Mit dieser wurde er in der Gossen-Werbung auch als "Belichtungspistole" bezeichnet. Im übrigen entspricht er der schon beschriebenen Version im Lederetui.
Die dicke Glaslinse vor dem Messfenster mit den dahinter angeordneten Metall-Blendstäben ist auf diesem Foto besonders gut zu erkennen.
Sixtus Normale Ausführung - Version 2

Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde der Sixtus geringfügig überarbeitet. Die Glaslinse vor der Messzelle hatte sich bei Messungen mit Seitenlicht trotz der drei Metallblenden dahinter als Fehlerquelle gezeigt. Die neue Version, hier als Version 2 bezeichnet, erhielt eine Streuscheibe mit Noppen aus Plexiglas. Am Gehäuse änderte sich im übrigen nichts. Auch die Skalen mit den Zeiten und der Anordnung der Empfindlichkeitsskala - /10DIN (links) - °SCH (rechte Skalentabelle) und Werten von 6-21 DIN und 17-32° Scheiner - blieben unverändert.
Auch die Handhabung blieb unverändert einfach, das Gerät wurde für die Einhandbedienung konzipiert. Wie alle Gossen-Geräte dieser Zeit hat der Sixtus zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 8 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden. Der Verkaufspreis war 39,80 RM im Saffianlederetui.
Wie die meisten elektrischen Belichtungsmesser wurde auch der Sixtus mit einer Fabriknummer versehen. Diese ist - mit einer Nadel in die Bodenplatte eingekratzt - bei den allermeisten Geräten an der oberen Kante zu finden. Diese zweite Version ist etwa ab Fabr.-Nr. 110.000 zu finden.
Werte (unverändert): Empfindlichkeit 6-21/10 DIN / 17-32° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 4 Min.-1/1000 Sek.
Sixtus L Ausführung für die Leica (Revolver) - Version 2

Sixtus in Leica-Ausführung, Version 2 mit Photo Schaja München graviert. Der Beli (Nr. 116517) entspricht mit der geänderten Noppen-Streuscheibe aus Plexiglas der nun üblichen Bauform. Allerdings gilt dies nicht für die Einstellskalen. Die äußere Skala mit den Filmempfindlichkeiten ist zwar mit "L" für Leica gekennzeichnet, der innere Skalenring trägt aber die internationalen Blendenwerte. Die Belichtungszeiten sowohl auf der Instrumenten- als auch auf dem Einstellskalenring sind jedoch die der Leica.
Ansonsten entspricht dieser Sixtus der zuvor beschriebenen Version 2.
Sixtus Normale Ausführung (Revolver) - Version 2

Die zweite Version des Sixtus mit der Wabenfront, hier als Belichtungspistole in Normalausführung.
Bis auf das Bakelit-Klapp-Etui entspricht dieser Sixtus der zuvor beschriebenen Version 2.
Sixtus C Cine-Ausführung

Der Sixtus 2 konnte auch in einer Spezialausführung für Filmkameras geliefert werden. Anstelle der Verschlusszeiten sind hier Blendenwerte zu finden. Diese können auf der Einstellskala in Relation zu den verschiedenen Geschwindigkeiten gestellt werden. Im übrigen entspricht die Handhabung (roter Knopf) der Normalversion.
Werte: Empfindlichkeit A-E; Blenden 1,5-32; Gangzahlen 8, 16, 32, 64 Bilder/sek.
Sixtus C Cine-Ausführung als Belichtungspistole

Der Sixtus 2 konnte auch in der Spezialausführung für Filmkameras mit dem Bereitschaftsetui aus Bakelit als Belichtungspistole geliefert werden. Anstelle der Verschlusszeiten sind hier Blendenwerte zu finden. Diese können auf der Einstellskala in Relation zu den verschiedenen Geschwindigkeiten gestellt werden. Im übrigen entspricht die Handhabung (roter Knopf) der Normalversion.
Das hier abgebildete Gerät trägt die Fabr.-Nr. C94, vermutlich hat es demnach den Sixtus C in der vorherigen Version 1 noch nicht gegeben.
Werte: Empfindlichkeit A-E; Blenden 1,5-32; Gangzahlen 8, 16, 32, 64 Bilder/sek.
Sixtus Normale Ausführung - Version 3

Ab etwa Fabr.-Nr. 200.000 erhielt der Sixtus eine veränderte Empfindlichkeitsskala. Dabei wurden nicht nur die beiden Wertetabellen DIN und SCH vertauscht, sondern die Filmempfindlichkeit zugleich um eine Stufe angehoben. Neue Anordnung der Empfindlichkeitsskala °SCH (links) - /10 DIN (rechte Skalentabelle) mit Werten von 20-35° Scheiner und 9-24 DIN. Im Übrigen blieb das Gerät gegenüber Vers. 2 unverändert.
Wie alle Gossen-Geräte dieser Zeit hat der Sixtus zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 8 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden. Der Verkaufspreis war 38,- RM.
Werte (verändert): Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 4 Min.-1/1000 Sek.
Sixtus L Ausführung für die Leica - Version 3

Bis auf die Skalen mit den speziellen Leica-Blenden und -Belichtungszeiten unterscheidet sich die Normalausführung nicht von der Leica-Ausführung. Die auf der Einstellskala gravierten Belichtungszeiten der Leica sind auch auf der Ableseskala vorhanden. Zusätzlich ist die Einstellskala unterhalb des roten Knopfes (meistens) noch mit einem "L" gekennzeichnet.
Diese Leica-Ausführung des Sixtus hat die Wertetabellen mit der gegenüber den Vorgängerversionen vertauschten DIN- und SCHEINER-Werten der Version 3. Neue Anordnung der Empfindlichkeitsskala °SCH (links) - /10 DIN (rechte Skalentabelle) mit Werten von 20-35° Scheiner und 9-24 DIN. Die Fabr.-Nr. dieses Belis ist mit 188.200 für diese Version sehr niedrig. Im Übrigen blieb das Gerät gegenüber Vers. 2 unverändert.
Wie alle Gossen-Geräte dieser Zeit hat dieser Sixtus zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 9 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden. Der Verkaufspreis war mit 38,- RM identisch mit dem Normalmodell.
Werte: Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,5-50 (Leica-Blendenwerte); Belichtungszeiten 2 Min.-1/1000 Sek. in Abstufungen der Leica.
Sixtus Normale Ausführung - Version 3a

Ab etwa Fabr.-Nr. 200.000 erhielt der Sixtus eine veränderte Empfindlichkeitsskala. Dabei wurden die beiden Wertetabellen DIN und SCH vertauscht und die Filmempfindlichkeit zugleich um eine Stufe angehoben. Neue Anordnung der Empfindlichkeitsskala: °SCH (links) - /10 DIN (rechte Skalentabelle) mit Werten von 20-35° Scheiner und 9-24 DIN. Im Übrigen blieb das Gerät gegenüber Vers. 2 unverändert.
Außerdem sind nun auch Sixtus-Belis mit einer glänzend vernickelten Einstellskala zu finden, bisher war diese nur matt vernickelt. Auch sind die eingravierten Zahlen bei der glanzvernickelten Version geringfügig kleiner. Ich habe dieser - nur an der glänzenden Bedienungsplatte erkennbaren - Ausführung die Versionsnr. 3a zugedacht. Ansonsten sind beide Ausführungen (3 + 3a) identisch.
Der Sixtus wurde als Sixtus Modell I auch in einem frühen Nachkriegskatalog noch zum Preis von 48,- DM angeboten.
Werte: Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 4 Min.-1/1000 Sek.
Sixtus L Chrom-Sonder-Ausführung für die Leica - Version 3

Bei diesem Sixtus L Version 3 handelt es sich um eine Leica-Sonderausführung für Privilegierte. Welcher Art diese gewesen sind, lässt sich aus dem rückseitigen Abziehemblem ableiten. Dazu passend ist auch das hellbraune Lederetui.... Bitte schauen Sie das Foto an, dann brauche ich dazu nichts weiter auszuführen.

Das Besondere an dieser Sixtus Version sind die verchromten Einstellskalen. Zwar findet man ab etwa Fabr.-Nr. 200.000 mit der veränderten Empfindlichkeitsskala auch glanzvernickelte Skalen. Chrom - wenn auch nicht in besonders guter Qualität - ist aber eine Ausnahme. Auch sind die Zahlenwerte etwas tiefer eingraviert als bei den Standardskalen. Mir ist nicht bekannt, ob diese Ausführung in größeren Stückzahlen produziert wurde oder ob es sich nur um Einzelstücke handelt. Deshalb habe ich keine eigene Versionsnr. vergeben.
Im übrigen ist dieser Belichtungsmesser eine übliche Leica-Ausführung mit den besonderen Blenden- und Belichtungszeitenwerten der Leica. Die beiden Wertetabellen DIN und SCH entsprechen der Version 3: °SCH (links) - /10 DIN (rechte Skalentabelle) mit Werten von 20-35° Scheiner und 9-24 DIN.
Werte: Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,5-50 (Leica-Werte); Belichtungszeiten 2 Min.-1/1000 Sek. mit Leica-Verschlusszeiten.
Ombrux 2 / Sixtus Version 3

Wann und warum auch immer Gossen mit diesem Ombrux 2 den Ombrux noch einmal wiederbelebt hat, vermag ich nicht zu erklären. Podlogar ordnet in seinem Buch diesen Beli in das Jahr 1950, dies betrifft die zweite Ausführung. Diese erste Version wurde bereits 1939 angeboten. Der Verkaufspreis betrug 25,- RM incl. Etui. Damit ist er der preiswerteste Gossen-Belichtungsmesser.
Da diese Reihe anders nummeriert ist als die Sixtus-Serie, hilft die Seriennummer nicht weiter. Die dicke Glaslinse vor der Messzelle entspricht der ersten Sixtus-Version und würde für 1939 sprechen. Allerdings hat dieser Ombrux 2 mit der Nr. H2597 ein anderes Blendgitter hinter dem Glas. Bei einem anderen, zur Reparatur geöffneten Ombrux 2 hatte ich festgestellt, das das technische Innenleben hingegen mit dem des Sixtus 2 aus dem Jahr 1948 identisch ist.
Auf jeden Fall ist dieser Belichtungsmesser ein etwas abgerüsteter Sixtus Version 3 mit einer schwarzen Einstellskala. Einzig erkennbarer Unterschied zum Sixtus sind die etwas anders gestuften Anzeigeskalen. Die schwarze Skala beginnt mit 1/10 (statt 1/5) und die rote bei 30 Sek. (statt 120). Die Einstellskalen stimmen völlig überein - bis eben auf die schwarze Farbe....
Die Empfindlichkeitsskala entspricht dem Sixtus Vers. 3: °SCH (links) - /10 DIN (rechte Skalentabelle) mit Werten von 20-35° Scheiner und 9-24/10 DIN.
Wie alle anderen Gossen-Geräte dieser Zeit hat auch der Ombrux 2 zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Die angezeigte Belichtungszeit kann für Blende 8 bei 12/10 DIN direkt übernommen werden. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden.
Werte: Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten auf der Rechenskala 4 Min.-1/1000 Sek.
Ombrux 2 Version 1950

Bei der vorherigen Beschreibung des Ombrux 2 / Sixtus 3 habe ich noch darüber sinniert, warum Gossen mit diesem Ombrux 2 den alten Ombrux noch einmal hat wiederaufleben lassen - vor allem auch wann? Da hatte ich ein zweites Exemplar, das ich hier vorstellen möchte, noch nicht entdeckt. Es trägt die Nr. H 75781. Nach einer kurzen Phase der Verwunderung, dass es davon denn doch so Viele erschaffen hat, bemerkte ich erst die Unterschiedlichkeit der beiden Gehäuse.
Das zuvor beschriebene (Nr. 2597) ist eindeutig das Gehäuse des Vorkriegs-Sixtus. Der "Neue" mit der Nr. 75781 ist jedoch eine Spur größer, zudem ist die Gehäusekonstruktion eine andere. Das Gerät ist jetzt vom Boden verschraubt (bisher seitlich). In der Aufsicht bemerkt man jedoch keinen Unterschied, wie das Vergleichsfoto gut zeigt. Also - dieser Ombrux 2 steckt im Gehäuse des Sixtus 2 aus dem Jahr 1948! Die Skalen, Werte und auch die dicke Glasfront entsprechen hingegen dem vorherigen Modell. Entweder hat Gossen für den Ombrux 2 alte Gehäuse- und Bauteilebestände verbaut oder es gibt eine Vorkriegs- und eine Nachkriegsversion. In einem ersten Nachkriegskatalog von Gehlsen + Pickenpack, Hamburg, wird der Ombrux II für 30,- DM angeboten.

Genug der Spekulation, vielleicht klärt ein Sammler mit besserem Wissen das ja noch auf. Jedenfalls erhält dieser Ombrux von mir den Zusatz "Version 1950" obwohl er sicher mindestens zwei Jahre älter ist! Bei genauerer Betrachtung bemerkte ich dann noch, dass der rote Umschaltknopf geringfügig weiter nach unten versetzt wurde (also sind auch die Innengehäuse anders!) Selbst die grauen Lederetuis sind geringfügig unterschiedlich - logisch, ist doch der Neue ja auch größer.
Wie schon beschrieben, sind die Skalen und Werte dieses Ombrux identisch mit der vorherigen Version. Einzig auf der Anzeigeskala dieses Gerätes steht ganz links ein "S", sie reflektiert auch etwas besser und wirkt deshalb auf dem Foto heller. Die Empfindlichkeitsskala entspricht dem Sixtus Vers. 3: °SCH (links) - /10 DIN (rechte Skalentabelle) mit Werten von 20-35° Scheiner und 9-24/10 DIN.
Wie alle anderen Gossen-Geräte zuvor hat auch dieser Ombrux 2 zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Ob und bei welcher Empfindlichkeit die angezeigte Belichtungszeit bei Blende 8 noch direkt übernommen werden, weiß ich mangels Bedienungsanleitung nicht. Mit der drehbaren Rechenskala können jedenfalls die Werte für andere Kombinationen variiert werden.
Werte: Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 4 Min.-1/1000 Sek.
Ombrux 2 im Klappetui (Revolver) Version 1950

Gegenüber dem zuvor vorgestellten Ombrux 2 Version 1950 unterscheidet sich dieses Modell nur durch das Klapp- und Bereitschaftsetui aus Bakelit. Im Aussehen und von der Funktion her entspricht es den Etuis der Vorkriegs-Sixtus-Belis. Es ist allerdings geringfügig größer, damit der Belichtungsmesser in der neuen Form hineinpasst.
Im übrigen gibt es keine Unterschiede zu der Normalausführung für das Leder-Bereitschaftsetui. Wie alle anderen Gossen-Geräte zuvor hat auch dieser Ombrux 2 zwei Messbereiche. Beim Drücken des roten Knopfes wird der empfindlichere Bereich eingeschaltet, der Nadelausschlag gilt dann für die rote Skala. Mit der drehbaren Rechenskala können die Werte für andere Kombinationen variiert werden.
Werte: Empfindlichkeit 9-24/10 DIN / 20-35° Scheiner; Blenden 1,4-45 (international); Belichtungszeiten 4 Min.-1/1000 Sek.
Sixtus 2 Normalausführung - Nachkriegsversion 1948


Diese war im "Art Deco" Design gestaltet, die Eloxierung wirkte bei dieser ersten Version noch leicht bräunlich. Die Werte und die Art der Bedienung blieben jedoch unverändert. Lediglich die Empfindlichkeitseinstellung (nur noch DIN) wurde so eingerichtet, dass man sie nicht - wie bisher - bei jeder Messung auf der Skala berücksichtigen muss. Dem ebenfalls überarbeiteten (weil größer) klassischen roten Lederetui spendierte man noch eine Stecktasche mit einer Alu-Tabelle mit verschiedenen Empfindlichkeitsskalen darin.
Wie schon beschrieben, sind die Skalen dieses Sixtus 2 neu gestaltet worden. Unverändert blieben die Werte, lediglich die rote Anzeigeskala ist anders geteilt. Die Empfindlichkeit ist nun mit einem rastenden Drehrädchen in DIN einstellbar. In der Werbung benutzte Gossen jetzt die schon mit dem Vorkriegs-Sixtus der Version 2 eingeführte Wabenscheibe vor der Messzelle für die Aussage: "Mit 2 Dutzend Augen".
Nichts im Leben ist so endgültig, als das es nicht noch verändert werden könnte. Aufgrund dieser Erkenntnis musste auch der Sixtus 2 nach kurzer Produktionszeit ein Facelifting über sich ergehen lassen. Zwar passierte dabei nichts Weltbewegendes, wie Sie sich im Foto überzeugen können. Dennoch - die Art-Deco-Skala ist jetzt schwarz eloxiert und die längeren Zeiten auf der Verschlusszeiten-Skala sind rot ausgelegt. Ansonsten
blieb's beim Bewährten wie zuvor beschrieben. 
Aus der vorkrieglichen Übung wurde übernommen, den Leica-Fotografen ein eigenes Belichtungsmesser-Modell mit dem prestigeträchtigen "L" auf der Skala zu gönnen. Damit blieb jenen die aufwendige und zeitraubende Umrechnung von z.B. 1/50 Sek. in 1/60 Sek. Verschlusszeit erspart. Die Blendenskala hingegen beließ man bei den internationen Werten, obwohl es bei Leica immer noch Blenden 6,3 oder 9 gab! Offenbar traute man dem Leica-Anhänger aber zu, zwischen Blendenwerten 8 und 9 oder 11 und 12 zu unterscheiden. Im Übrigen entspricht die Art-Deco-Skala der zuvor beschriebenen Normalversion, sie ist schwarz eloxiert und die längeren Zeiten auf der Verschlusszeiten-Skala sind rot ausgelegt.
Auch der Sixtus 2 konnte in einer Spezialausführung für Filmkameras geliefert werden. Anstelle der Verschlusszeiten sind hier - wie bei den Vorgängrversionen - Blendenwerte zu finden. Diese können auf der Einstellskala in Relation zu den verschiedenen Geschwindigkeiten gestellt werden. Im übrigen ist die Handhabung (roter Knopf) wie bei der Normalversion.
Anders als der weiter unten beschriebene Skan de Luxe war diese erheblich kleinere Ausführung aus den General Motors (GM) Laboratories Inc., Chicago, ein handliches Messgerät. Das schwarze Bakelitgehäuse (Baujahr ca. 1946) hat die Messskala auf der Vorder- und die Einstellskala auf der Rückseite. Nach Übertragung des von der Nadel angezeigten Lichtwertes (0-20) gegenüber der Filmempfindlichkeit (rot) lassen sich die Belichtungswerte auf der gegenüberliegenden schwarzen Skalenseite gut ablesen.
Wuchtiges Messgerät mit einer selten zu findenden Objektkontrolle mittels Spiegelsucher (wie beim ungarischen Kodalux oder dem späteren metrastar). Das schwarze Bakelitgehäuse ist ähnlich dem der schweren GE-Belichtungsmesser. Hersteller war General Motors (GM) Laboratories Inc., Chicago, um 1952.
Als Weigand & Ehemann produzierte ein kleines Unternehmen in Erlangen seit 1939 den Actino-Belichtungsmesser, der in einer etwas umgestalteten Version auch als BALDA-Temeter verkauft wurde. Nach Kriegsende führte K.H. Weigand den Betrieb allein weiter und bot ab 1948 den ACTINO zum Preis von 39,- DM wieder an. Schon kurze Zeit später wurde der Actino vom SUPER ACTINO abgelöst. Einziger Unterschied ist die zweite Belichtungszeitenreihe für die geschlossene Frontklappe auf der Einstellscheibe. Verkaufspreis war 42,- DM.
Der Superlux ist ein recht ungewöhnlicher Belichtungsmesser mit Spiegelreflexsucher (á la Metrastar) des ungarischen Herstellers Dr. Riszdorfer; auf der Instrument-Unterseite ist noch "EDLA" angegeben. Podlogar gibt als Baujahr ca. 1938 an, mir scheint das Gerät etwas jüngeren Datums zu sein. Ein nahezu baugleiches Gerät ist auch als Kodalux zu finden.
Das Vorderteil mit dem Spiegelsucher ist abklappbar. Ohne Vorderteil gilt die rote Messbereichskala. Das Gerät kann mit heruntergeklapptem Frontteil auch als Beleuchtungsmesser eingesetzt werden, dazu ist auf der Rückseite eine Umrechnungstabelle in Lux-Werte geprägt. In der Gehäuseform entspricht es etwa dem Actino und ist entsprechend handlich zu bedienen. Dazu wird nur die vom Messinstrument angezeigte Verschlusszeit auf den DIN-Wert eingestellt und die passende Blende ist direkt ablesbar.
Als Nachfolger des Metrophot / Metraphot bot die Metrawatt AG, Nürnberg ab 1935 den Tempophot an (Beschreibung s. weiter unten). Kurz darauf kam als "TEMPIPHOT" eine kleinere Version mit nur geringfügig unterschiedlichen Werten.
Eine spätere Version des Tempiphot hat ein empfindlicheres Messwerk und einen bis 240 Sekunden erweiterten Messbereich. Ansonsten bestehen keine Unterschiede. Im Jahr 1938 betrug der Verkaufspreis 28,50 RM.
Als Nachfolger des Metrophot / Metraphot bot die Metrawatt AG, Nürnberg schon 1935 ein den späteren Belichtungsmesserformen schon ähnlicheres Modell an. Der Tempophot - eine etwas kleinere Version kam als "TEMPIPHOT" etwas später - wurde als der billigste elektrische Belichtungsmesser beworben. Sein Verkaufspreis betrug RM 24,60 + Lederetui RM 2,40.
Sowohl Tempophot als auch Tempiphot hatten die Selen-Messzelle auf der Unterseite. Das macht die Handhabung zumindest gewöhnungsbedürftig, war aber wohl ein Zugeständnis an den Benutzer der Vorgängerversion. Beide Geräte haben auch einen Umschalter (roter Punkt), der die Empfindlichkeit um den Faktor 10 verringert. Außerdem kann ein zusätzliches Verstärkerelement eingesteckt werden. Dieses ist allerdings heute so gut wie nicht mehr auffindbar.
Es gibt es den Tempophot mit unterschiedlich empfindlichen Meßwerken. Bei einem etwas späteren Gerät (Bild links) lässt sich die Skala jedenfalls über die längste Zeit (120 sek) hinausdrehen. Dies lässt auf eine höhere Empfindlichkeit schließen.

Größenvergleich zwischen den beiden Modellen Tempiphot und Tempophot.

Ab etwa Mitte der 1950er Jahre werden immer mehr Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung angeboten. Schaut man genau hin, unterscheiden sich viele nur wenig.

Dieser Belichtungsmesser mit der Handelsmarke Tower des US-Handelskonzerns Sears ist nur für Filmkameras zu gebrauchen. Auch dieses Gerät ist Made in Japan. Die Werte beziehen sich auf eine Gangzahl 16 Bildern/s. Die Skala zeigt Blendenwerte 1,8-16 für Kodachrome-Filme Type A16 und Daylight 10.
Als Nachfolger des Sixon bot Gossen ab 1956 - wohl auch noch einige Monate zeitgleich mit diesem - das Namensduo Trisix und Sixtry an. Beide Geräte sind absolut identisch und unterscheiden sich nur durch das Namensschild. Offenbar handelt es sich bei einem von beiden um ein Exportmodell für den US-Markt. Der Verkaufspreis im Jahr 1957 war 51,- DM.
Offenbar kam dieses Einstellsystem aber nicht besonders gut an, auch die Skalen des Trisix wirken ein wenig unaufgeräumt. Entsprechend fand dieses Beli-Gespann nicht allzuviele Abnehmer und ist relativ selten zu finden. Die Messverfahren wurden beibehalten: bei Objektmessung wird das Rollo ganz nach unten geschoben, bei Lichtmessung verbleibt es bis zu den roten Markierungsstrichen vor dem Messfenster. Zur Ermittlung der Farbtemperatur springt die seitliche Klappe durch leichten seitlichen Druck auf - sofern die Feder noch vorhanden ist.
Wie die 3. Sixon-Version hat auch der Trisix ein eingeklebtes Aluminiumschild auf der Rückseite mit einem zum Colorfinder passenden Aufdruck mit den Filterangaben für die Farbkartenwerte a-e. Die Trisix / Sixtry-Belichtungsmesser haben den Buchstaben "T" vor der rückseitig eingravierten Fertigungsnummer.
Werte: Empfindlichkeit 9-33° DIN / 6-1600 ASA; Blenden 1,4-45; Belichtungszeiten 8-1/500 sek; Cine-Werte.
UNITTIC Type IX
Made in Japan ist - wie viele andere fast gleich aussehende Geräte dieser Art - auch dieser Selenbelichtungsmesser aus den 60er Jahren. Der häufiger vorkommende Markenname Unittic gehört hier zum Hersteller Showa Koden Ltd. Das wertig aussehende Gehäuse (Metrawatt.....) ist mattverchromt, der Boden aus schwarzem Bakelit. Die Handhabung erfolgt per Rändelrad wie üblich. Die fest angebrachte Frontklappe dient hier nicht als Diffusor sondern als Empfindlichkeitsumschalter; ist sie hochgeklappt gilt der Blendenwert über dem roten Pfeil.
Werte: Empfindlichkeit 9-30 DIN; Blenden 1-16; Belichtungszeiten 4-1/1000 Sek. (alte und lineare Werte), Lichtwerte 3-18; Kino-Gangzahlen.
UNITTIC MODEL 31


Gefälliger Belichtungsmesser Made in Japan in einem der Form dem ACTINO nachempfundenen zweifarbigen Plasticgehäuse. Hersteller ist Showa Koden Ltd.
Das einfach zu handhabende Gerät hat einen Nachführzeiger, lineare Zeiten, Lichtwertskala und gibt auch Polaroid-Lichtwerte aus. Es dürfte demnach aus der Zeit um 1960 stammen
Werte: Empfindlichkeit 9-42 DIN / 6-12000 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 1-1/1000 Sek.: Lichtwerte 1-17; Kino-Gangzahlen.
universa AUTO
Handbelichtungsmesser mit Rotationsskala + Skalenzeiger aus japanischer Fertigung aus dem Vertrieb der Hamburger Universa, ca. 1960er Jahre. Neben der Rotationsskala, ähnlich Iris oder Rotolux, hat dieses Gerät noch eine Nadelanzeige für Lichtwerte. Seitlich ist ein Drucktaster zur Feststellung der Anzeigenadel vorhanden. Das Gerät wurde unter dem Namen "Capital AUTO" auch im Neckermann-Fotokatalog 1972 für 24,50 DM angeboten.
Nach Einstellen der Filmempfindlichkeit mit dem schwarzen Drehrad können auf dem oberen Skalenausschnitt Belichtungswerte und an der Anzeigenadel Lichtwerte abgelesen werden.
Werte: Empfindlichkeit 9-33° DIN / 6-3200 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 30-1/2000 Sek.; Lichtwerte 1-18
Vivitar NO. 30

Ab etwa Mitte der 1950er Jahre werden immer mehr Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung angeboten. Schaut man einmal genau hin, unterscheiden sich viele nur wenig. Vivitar gehört jedoch zu den japanischen Herstellern mit eigenständiger Produktpalette. Dieser NO. 30 ist ein ultraleichter Beli etwa aus den 1970/80er Jahren. Seine Leistungsdaten sind enorm, mit dem Nachführzeiger und handlichen Rändelrad ist er sehr leicht zu bedienen.
Werte: Empfindlichkeit 9-45 DIN / 6-25.000 ASA; Blenden 1-64; Belichtungszeiten 15 Min.-1/8000 Sek.; Lichtwerte 2-25.
WALZ Movie Meter M-1 Electric Eye


Filmbelichtungsmesser der bekannten US-Handelsmarke Made in Japan aus dem Jahr 1958. Das Gerät ermöglicht Direct Reading, also Direktablesung für drei verschiedene Empfindlichkeiten. Auf der Skala werden dazu sogar die passenden Filmfabrikate angezeigt (10 ASA = KODACHROME DYLIGHT 10 / 16 ASA = KODACHROME TYPE A 16 / 32 ASA ANSCOCHROME DAYLIGHT 32). Dazu werden jeweils die passenden Blendenskalen zwischen 1-32 gezeigt.
weimarlux

Der Weimarlux aus dem VEB Feingerätewerk Weimar war mit seinem Schwestermodell Werralux in der damaligen DDR der am meisten verbreitete Belichtungsmesser. Beide Geräte wurden in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Design- und Farb-Varianten hergestellt - ein Eldorado für Sammler.
Der Weimarlux als das jüngere der Geschwister und zugleich auch Nachfolger des Werralux wurde ab 1957 angeboten. Einziger Unterschied zum Werralux ist seine Form, die mit ihren Rundungen dem Geschmacksempfinden der ausgehenden 1950er Jahre entsprach. Ob nun das Teil vom Bauhaus beeinflusst ist oder nicht - eine zeitlose Eleganz kann man diesem Belichtungsmessergehäuse nicht absprechen. Man muss das Nierentisch- und Cocktailsesseldesign der 1950er Jahre nicht unbedingt mögen, dem weimarlux und selbst seinen Verpackungen und Etuis wäre auch heute noch so mancher Schönheitspreis sicher ....
Bei allem Design bleibt die Technik (beinahe) auf der Strecke. Doch nicht ganz - Die Bedienungsskala entspricht mit dem einteiligen Skalenfenster und dem erweiterten Einstellbereich für die DIN/ASA Filmempfindlichkeit fast völlig der zweiten Werralux-Ausführung. Und das ist kein schlechtes Gerät! Das mattsilberne Ziffernblatt mit schwarzen, roten und grünen Zahlen harmoniert gut mit der knallroten Anzeigeskala.
Kleiner Unterschied zur Werralux-Skala ist einzig die Multiplikatorskala 1/2/3/4 für Filterfaktoren oder generelle Belichtungsverlängerung. Auch für diese Ausführung gilt: die Leistungswerte sind sehr gut, das Messwerk hingegen recht stoßempfindlich. Die Selenzellen sind aber erstaunlicherweise oft noch in Ordnung.
Bei den Werten fand ich keinen Unterschied zur zweiten Ausführung des Werralux: Empfindlichkeit 6-33° DIN / 3-1600 ASA; Blenden 1,4-32; Belichtungszeiten 60-1/1000 Sek.; Lichtwerte 1-18; Kine-Werte.

Für den ganz verbissenen Sammler kann ich hierzu auch noch ein paar weitergehende historische Informationen geben. Vergleichbar dem westdeutschen TÜV vergab die ostdeutsche Materialprüfungsanstalt Qualitäts-Gütesiegel.
Die ersten weimarlux-Gehäuse hatten noch das
-Qualitätsprädikat der DDR auf der Gehäuserückseite eingeprägt. Spätere sind zum Teil mit einem Schiebebild
oder auch
überklebt. In anderen (wohl später hergestellten) Gehäusen ist
eingeprägt. Der Weimarlux wurde im Jahr 1957 für 34,50 DM angeboten.
In den folgenden Fotos sehen Sie einige Farbvarianten der weimarlux-Gehäuse und Lederetuis. Sicher wird es noch einige Andere geben. Die technische Ausstattung ist bei allen gleich und entspricht damit vorstehender Beschreibung.








Nach nur kurzer Produktionszeit wurde der Weimarlux aus dem VEB Feingerätewerk Weimar "umdesigned".
Wenn ich schon bei der Vorstellung des WEIMARLUX Vers. 2 aus den 60er Jahren vom erkennbaren Niedergang der industriellen Erzeugnisse der DDR schrieb, wird das am Beispiel dieses Gerätes aus der Zeit ab 1968 augenfällig. Schon die Verpackung ist im Vergleich zu den schönen Teilen aus den späten 50ern an Hässlichkeit kaum zu überbieten.
Der Werralux aus dem VEB Feingerätewerk Weimar war neben seinem Schwestermodell (und Nachfolger) Weimarlux der in der damaligen DDR am meisten verbreitete Belichtungsmesser. Beide Geräte wurden in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Design- und Farb-Varianten angeboten - ein Eldorado für Sammler.
Die Geräte sind wirklich handlich und problemlos mit einer Hand zu bedienen. Dies gilt vor allem für diese Klappetui-Version. Für die sonst im Bereitschaftsetui steckende Diffusorscheibe musste allerdings eine andere Aufbewahrung an der Trageschnur gefunden werden. Sie geht dadurch nicht mehr so leicht verloren.
Der Werralux aus dem VEB Feingerätewerk Weimar war neben seinem Schwestermodell Weimarlux der in der damaligen DDR am meisten verbreitete Belichtungsmesser. Beide Geräte wurden in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Design- und Farb-Varianten angeboten - ein Eldorado für Sammler.
Die Klappetui-Version ist ausgesprochen gut, auch mit einer Hand zu bedienen. Im übrigen sind die in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre produzierten Belichtungsmesser technisch, in der Ausstattung und Bedienung nahezu identisch. Bei den Belederungen der Klappetuis gibt es einige Farbvarianten, hier eine Ausführung mit roter Belederung. 
Der zuvor schon in der ersten Ausführung beschriebene Werralux aus dem VEB Feingerätewerk Weimar war neben seinem Schwestermodell Weimarlux der in der damaligen DDR am meisten verbreitete Belichtungsmesser. Beide Geräte wurden in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Design- und Farb-Varianten angeboten - ein Eldorado für Sammler. Von der ersten unterschied sich diese zweite Ausführung durch as einteilige Skalenfenster sowie einen erweiteren Einstellbereich für die DIN/ASA Filmempfindlichkeit. Das Gehäusedesign entspricht im übrigen der Ausführung 1 - schwarzes Bakelit, mattsilberne Skala mit schwarzen, roten und grünen Zahlen. Auch für diese Ausführung gilt: die Leistungswerte sind sehr gut, allerdings ist das Messwerk recht stoßempfindlich. Die Selenzellen sind dagegen erstaunlicherweise oft noch in Ordnung.
Technisch und in Ausstattung und Bedienung waren diese in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre produzierten Belichtungsmesser nahezu identisch. Von den lieferbaren Varianten zeige ich hier einige Beispiele. Im linken Foto ist diese Ausführung in einer anderen lieferbaren Variante im Bereitschafts-Klappetui zu sehen.
Der Werralux aus dem VEB Feingerätewerk Weimar war neben seinem Schwestermodell Weimarlux der in der damaligen DDR am meisten verbreitete Belichtungsmesser. Beide Geräte wurden in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Design- und Farb-Varianten angeboten - ein Eldorado für Sammler.
Technisch und in Ausstattung und Bedienung waren die in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre produzierten Belichtungsmesser nahezu identisch. Von den lieferbaren Varianten zeige ich hier einige Beispiele dieser formschönen und handlichen Belichtungsmesser und auch einige der variantenreichen Etuis. Die Weston Electric Instr. Co, Newark, USA, gegründet um 1890 von Edward Weston, war neben Gossen in Erlangen der weltweit führende Belichtungsmesserproduzent. Bevor 1933 der erste photoelektrische Weston-Belichtungsmesser das Licht der Welt messtechnich erfasste, produzierte Weston schon seit Jahren andere elektrische Messgeräte. Weston besaß zahlreiche Patente. Das Unternehmen in den USA beendet seine Tätigkeit in den 1970er Jahren. Ungeachtetdessen gab es jedoch auch in den Jahren danach noch WESTON-Belis. Diese entstanden in Enfield, nahe London bei The British Sangamo Co., einer Tochtergesellschaft von Sangamo USA. British Sangamo erwarb bereits in den 30er Jahren Vertriebsrechte für Weston Belis und kooperierte auch mit Ilford. Einige Master-Modelle gibt es sowohl aus US- und aus UK-Fertigung mit geringfügigen Unterschieden.
Dies nur zur Erklärung, weshalb Weston Belis auch aus UK-Produktion zu finden sind. Bei intensiverem Interesse an der Firmengeschichte finden Sie hier fast alles über Weston. Bei Weston entstand im Jahr 1933 etwa zeitgleich mit dem Gossen Photolux der erste Selen-Belichtungsmesser. In den Folgejahren kam eine Vielzahl oft recht eigenwilliger Belichtungsmessgeräte von Weston, mit denen sich allein schon eine Sammlung füllen lässt. Alle Weston-Belis sind anhand einer Modell-Nr. zu identifizieren, auch noch die aus britischer Produktion. Ich denke, ich habe sie nicht alle in meinem Sammlungsbestand ...
WESTON Ciné Exposure Meter Model 819

Mit dem Modell 650 brachte Weston im Jahr 1935 bereits sein 3 Modell heraus. Als Modell 819 war dieses Modell kurz darauf auch in einer Cine-Version für Filmkameras zu kaufen. Das Gehäuse unterscheidet sich nicht von der Photo-Version, die Skalen sind auf die Besonderheiten der Filmkameras abgestellt.
WESTON CADET Model 852

Eine Anleihe an den Electro Bewi war dieser CADET von Weston. Podlogar ordnet ihn in seinem Buch in das Jahr 1950 ein. Wäre da nicht die weiße Streuscheibe für Lichtmessung auf der Rückseite würde ich das Geburtsjahr aufgrund der Bauweise und der Daten einige Zeit zurück legen. Einerlei - mit seinem mit Belichtungszeiten und Lichtwerten bedruckten Gummiband wird er in gleicher Weise bedient, wie der Electro Bewi. Auch das Drehrädchen an der Front könnte vom Bewi übernommen worden sein.
Ansonsten ist auch dieser Cadet mit der rückseitigen Messzelle ein Gerät in typischer Weston-Bauweise. Der von der Anzeigenadel ermittelte Lichtwert zwischen 0-36 wird mit dem Gummiband der Skala für die Filmempfindlichkeit gegenübergestellt. Ganz oben können dann die Belichtungswerte abgelesen werden.
Werte: Empfindlichkeit 4-125 Weston (~ASA); Blenden2,8-16 (relative und internationale Werte); Belichtungszeiten 5-1/800 Sek.
WESTON DR MODEL 853

Mit Belichtungsmessern des US-Herstellers Weston Electric kann man allein schon eine Sammlung füllen. Hier ein Modell aus dem Jahr 1957 im schwarzen Bakelitgehäuse. Das Kürzel "DR" steht für Direct Reading, was heißen soll, dass die Belichtung direkt ablesbar sein soll. Dies wird - zumindest für die Belichtungszeit von 1/50 s (oder 1/30 s) - auch erreicht. Bei anderen Zeiten muss jedoch umgerechnet oder die unter dem Skalenfenster angebrachte Hilfstabelle für 5 Zeiten von 1/10 bis 1/200 s. benutzt werden.
Die Messzelle sitzt auf der Rückseite, was die Handhabung dieses Belis (bei dem ja nichts einzustellen ist) nicht unbedingt erschwert, aber etwas gewöhnungsbedürftig macht. Ungewöhnlich ist die Empfindlichkeitseinstellung mit einer Blendenscheibe, die - der Weston-Empfindlichlichkeitsskala entsprechend - vor das Messfenster gedreht wird.
Werte: Empfindlichkeit 10-125 WESTON (entspricht ~ ASA); Blenden 2-32, Zeiten (nach Geräte-Tabelle) 1/10 - 1/200.
WESTON DR MODEL 854

Einfallslosigkeit in der Gestaltung seiner Belichtungsmesser kann man dem US-Hersteller Weston Electric sicher nicht vorwerfen. Bei diesem eher wie ein Spielzeug wirkenden Messgerät musste ich zunächst eine Weile nach der Messzelle suchen. Bei üblichen Belis sitzt die ja vorn, beim Weston in der Regel unten. Doch weder vorn noch unten war ein Lichtfenster zu sehen, das die Anzeigenadel zum Handeln hätte überreden können ....
Dann die Erleuchtung - die Skala auf der Rückseite lässt sich axial verschieben und schon kommt in der oberen Hälfte eine Westontypische Messwabe zum Vorschein, aha! Da das Modell aus der Daystrom-Periode um 1959 im hübschen schwarz-grünen Kunststoffgehäuse mit dem Kürzel "DR" (steht für Direct Reading, was heißen soll, dass die Belichtung direkt ablesbar sein soll) bezeichnet ist, müssen Blende und Belichtungszeit auf einen Blick erkennbar sein. Konkurrent General Electric hatte mit dem Mascot schon sowas vorgelegt und Weston musste folgen. Hübscher als der Mascot ist dieser DR ja schonmal.
In der Tat ist die Direktablesung möglich, Weston hatte den Zeitenteil der lästigen Tabelle des Mascot auf seitliche Drehrädchen verlegt. Damit kann mit dem rechten Rädchen rasch zwischen 1/50 - 1/100 - 1/200 - 1/500 gewechselt werden. Doch - Überraschung - das linke Rädchen dreht sich mit, und da stehen andere Werte drauf - 1/25 - 1/50M - 1/100 - 1/250 - E.V.?? Und wozu die Schiebetabelle auf der Rückseite? Damit deckt man, je nach Filmempfindlichkeit die Messzelle ab - wie beim Modell 853 - so einfach geht das. Bei genauem Hinsehen - oder Blick in die Anleitung - bemerkt man, dass die Werte auf dem linken Rächen weiss und auf dem rechten gelb sind; das passt dann auch wieder zu den Tabellenangaben. E.V. wiederum ist eine Lichtwertreihe von 8-16. Alles nicht so einfach für Direktablesung ....
Werte: Empfindlichkeit 8-250 WESTON (entspricht ~ ASA); Blenden 1-45 je nach Einstellung; Zeiten 1/25 - 1/500 (andere Werte nach Tabelle oder umrechnen). 1/50M steht für "Movie-Camera".
WESTON Filmratings


Der US-Belichtungsmesserhersteller WESTON Electrical Instrument Co. in Newark hielt lange an einem eigenen System für die Filmempfindlichkeiten fest. Um dem Fotografen die Handhabung bei der Verwendung unterschiedlicher Filmmaterialien zu erleichtern, wurden regelmäßig kleine Tabellen herausgegeben. Hier zwei Ausführungen aus dem Jahr 1938 (links) und 1943 (rechts).
WESTON MASTER - Model 715

Der Master Model 715 ist das allererste Belichtungsmessermodell dieser Baureihe aus dem Jahr 1938 der WESTON ELEC. INST. CORP. Newark, USA. Zwar ist er noch größer und schwerer als die erfolgreichen Nachfolgemodelle, doch an der Art und Weise der Handhabung änderte sich nichts Grundlegendes. Zusammen mit dem zwei Jahre später im gleichen Gehäuse angebotenen Model 720 wird der Master I gelegentlich auch als die "Kriegsversion" bezeichnet.
Der Master I begründete die Weston-typische Bauweise mit dem klappbaren Bereichsumschalter über dem Messfenster auf der Rückseite. Zwar erfordert dies ein wenig Gewöhnung, doch ist die technische Lösung mit der gleichzeitigen Skalenumschaltung beim Aufklappen der rückseitigen Messabdeckung durchaus gelungen. Die beiden Skalen haben Lichtwerte von 25-1600 bzw. 0,2-50.
Die Bedienung der Rechenskalen erfordert spitze Finger und stabile Fingernägel.
Typisch für US-Belis sind die zahlreichen Empfindlichkeits- und Blendenwerte. Ist die Grundeinstellung für den verwendeten Film erstmal erfolgt, ist die Übertragung des angezeigten Lichtwertes auf die Skala (mit dem Fingernagel...) und die folgende Ablesung der Belichtungswerte einfach. Die Rechenskala hat für die Lichtwertübertragung 5 unterschiedliche motiv- und messabhängige Einstellmarkierungen.

Werte: Empfindlichkeit 0,3 - 800 WESTON; Blenden 1,5-32; Belichtungszeiten 100-1/1200 Sek.
Für die Modelle 715 und 735 bot Weston um 1950 für die sich als neue Messmethode abzeichnende Lichtmessung einen Einsatz für die Messzelle, den "Invercone"-Incident Light Adapter (Model 9925) an (Bild rechts)
WESTON MASTER II - Model 735



Der Master II, Model 735, ist der Begründer der legendären Master Serie von WESTON INSTRUMENTS, Newark, USA, aus dem Jahr 1946. Er löste das "Kriegsgerät" Master I von 1940 ab. Auch noch nach Jahrzehnten ist der Master ein formschönes Stück Technik und kann auch dann begeistern, wenn man sich mit der Art und Weise der Messwertermittlung am ausgestreckten Arm nicht so recht anzufreunden vermag. Die Weston-typische Bauweise mit dem Messfenster auf der Rückseite erfordert ein wenig Gewöhnung. Doch ist die technische Lösung mit der gleichzeitigen Skalenumschaltung beim Aufklappen der rückseitigen Messabdeckung durchaus gelungen. Die beiden Skalen haben Lichtwerte von 25-1600 bzw. 0,2-50. Bei dem ersten Modell hat die Messzelle noch eine offene Wabenstruktur, bei den Folgemodellen fand man eine andere Lösung.
Hingegen erfordert die Bedienung der Rechenskalen spitze Finger und ein rasches Nachwachsen abgebrochener Fingernägel. Diese Eigenart sollte die Master-Belis noch einige Jahrzehnte begleiten.
Typisch für US-Belis sind die zahlreichen Empfindlichkeits- und Blendenwerte. Ist die Grundeinstellung für den verwendeten Film erstmal erfolgt, ist die Übertragung des angezeigten Lichtwertes auf die Skala (mit dem Fingernagel...) und die folgende Ablesung der Belichtungswerte einfach. Die Rechenskala hat für die Lichtwertübertragung 5 unterschiedliche motiv- und messabhängige Einstellmarkierungen.
Werte: Empfindlichkeit 0,3 - 800 WESTON; Blenden 1,5-32; Belichtungszeiten 100-1/1200 Sek.
WESTON MASTER II - Model 735 DIAMOND

Hier eine Luxusversion des Weston Master II Modell 735 "DIAMOND". Gehäuse, Arbeitsweise und Werte stimmen mit der Normalversion völlig überein. Der Beli kommt jedoch in einer dunkelbraun-strukturierten Metalleffekt-Lackierung. Der Belichtungsmesser selbst trägt keine besondere Beschriftung, lediglich das Luxus-Bereitschaftsetui aus Leder ist mit "DIAMOND" bedruckt.
Werte wie Normalversion: Empfindlichkeit 0,3 - 800 WESTON; Blenden 1,5-32; Belichtungszeiten 100-1/1200 Sek.
WESTON MASTER II - Model 736 Cine-Version



Die zweite Version des Master II, das Model 736 von WESTON INSTRUMENTS, Newark, USA, folgte etwa im Jahr 1952. Während das Mess- und Arbeitsprinzip unverändert blieb, erfuhren die Skalen einige Neuerungen. Das Gehäuse und die Weston-typische Bauweise mit dem Messfenster auf der Rückseite blieben ebenfalls unverändert. Beim Aufklappen der rückseitigen Messabdeckung wird gleichzeitig die Messskala umgeschaltet. Auch wurde die Struktur der Abdeckung der Messzelle bedingt durch die neuen Anforderungen der Lichtmessung mit entsprechenden Diffusor-Vorsätzen verändert. Die beiden Skalen dieser Cine-Version haben jetzt Lichtwerte von 0-26 bzw. 0-16.
Die Bedienung der Rechenskalen erfordert auch beim Cine-Master spitze Finger und ein rasches Nachwachsen abgebrochener Fingernägel. Empfindlichkeits- und Blendenwerte entsprechen den anderen Anforderungen der Filmkameras. Die Rechenskala vermittelt anstelle der Verschlusszeiten Filmgangzahlen zwischen 6 bis 96 Bilder/s.
Werte: Empfindlichkeit 0,1 - 800 WESTON; Blenden 1-22 (international und relative Werte in einer Skala).
WESTON MASTER III - Model 737 Version 1
Der Weston Master in der Ausführung III, Model 737, zählt für mich zu den formal schönsten Belichtungsmessern überhaupt. Die Kombination aus gebürstetem Metall und Bakelit in Verbindung mit der ungemein handlichen Form und dem angenehmen Gewicht lässt das Herz eines Fotogeräte-Ästheten höher schlagen...
Die Art der Bedienung dämpft die Euphorie zwar wieder - man kann eben nicht alles haben. Dieser Master III ist bau- und funktionsgleich mit dem nachstehend beschriebenen. Es ist aber der letzte in eigenständiger Regie von WESTON INSTRUMENTS, Newark, produzierte Belichtungsmesser aus dem Jahr 1956. Für den Detailfanatiker - die Mittelabdeckung der Rechenscheibe ist bei dieser Version etwas größer als bei dem Daystrom-Nachfolger...
Die Bauweise ist ansonsten Weston-typisch mit dem Messfenster auf der Rückseite. Beim Aufklappen der rückseitigen Abdeckung der Messzelle wird zugleich die Empfindlichkeits-Skala auf der Vorderseite umgestellt (25-1600 / 0,2-50). Er verfügt über die bei US-Belis üblichen zahlreichen (unrealistisch niedrigen) Empfindlichkeits- und Blendenwerte. Wer fotografiert(e) schon mit einem Film mit 0,7 ASA bei Blende 12,7?
Werte: Empfindlichkeit 0,1 - 3200; Blenden 1-32 in 30 Stufen; Belichtungszeiten 100-1/1200 Sek.; Lichtwerte 1-18; Polaroid-LW 1-9.
WESTON MASTER III - Model 737 Version 2

Der Master III, Model 737, war der letzte Weston-Beli Made in U.S.A. von WESTON INSTRUMENTS etwa aus dem Jahr 1958, zu dieser Zeit aber schon eine Tochtergesellschaft der Daystrom Inc.
Der Master III ist ein schönes Stück Technik im gebürsteten Alu-Gehäuse mit Bakelitblende. Die Bauweise ist Weston-typisch mit dem Messfenster auf der Rückseite. Beim Aufklappen der rückseitigen Messabdeckung wird zugleich die Empfindlichkeits-Skala auf der Vorderseite umgestellt (25-1600 / 0,2-50). Typisch für US-Belis sind die zahlreichen (unrealistisch niedrigen) Empfindlichkeits- und Blendenwerte. Wer fotografiert(e) schon mit einem Film mit 0,16 ASA bei Blende 7?
Werte: Empfindlichkeit 0,1 - 3200; Blenden 1-32 in 30 Stufen; Belichtungszeiten 100-1/1200 Sek.; Lichtwerte 1-18; Polaroid-LW 1-9.
WESTON MASTER IV


Aus britischer Fertigung von Sangamo Weston Ltd., Enfield, Middsx, stammt diese Version des Weston Master nach Angabe auf der Geräterückseite. Tatsächlich stimmt dies nur für den Vertrieb, gemeinsam mit Ilford. Hergestellt wurde das Gerät jedoch in Japan bei Sekonic. Als Modell-Nr. ist S461-4 angegeben.
Die Bauweise ist Weston-typisch mit dem Messfenster auf der Rückseite. Beim Aufklappen der rückseitigen Messabdeckung wird zugleich die Empfindlichkeits-Skala auf der Vorderseite umgestellt (25-1600 / 0,1-25). Mit dem seitlichen Schiebeknopf kann die Messnadel in der Anzeigeposition arretiert werden (Knopf nach vorne schieben). Seltsamerweise wurden die zahlreichen (unrealistisch niedrigen) Empfindlichkeitswerte früherer Modelle zwischen 0,1 bis 6 ASA beibehalten. Insgesamt bietet der Weston 53 Filmempfindlichkeitsstufen.
Werte: Empfindlichkeit 0,1 - 16000 ASA in 53(!!) Stufen; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 64-1/1000 Sek., Lichtwerte 1-18.
WESTON MASTER IV Model 745 (US-Version)
Bei im übrigen gleicher Bauweise ist der Weston Master 4 als Model 745 auch in einer Version für den US-Markt zu finden. Erkennbar ist dies bei der mir vorliegenden Ausführung nur an einem anders beschrifteten Typenschild auf der Rückseite. Dieses Modell ist - nach dem Typenschild - Made in England.
WESTON MASTER V


In unveränderter Form kommt 1963 der letzte Weston Beli auf den Markt. Wie beim Vorgängermodell IV steht "Made in Great Britain" drauf, doch tatsächlich soll das Gerät bei Sekonic in Japan gebaut worden sein. Sangamo Weston Ltd., Enfield, Middsx, steht immer noch als Hersteller auf der Geräterückseite, Ilford nicht mehr. Als Modell-Nr. ist S461-5 angegeben.
Die Bauweise ist immer noch Weston-typisch mit dem Messfenster auf der Rückseite. Beim Aufklappen der rückseitigen Messabdeckung wird zugleich die Skala auf der Vorderseite umgestellt. Sie hat jetzt keine ASA-Werte mehr, sondern Lichtwerte (10-16 / 2-10). Der seitliche Schiebeknopf zur Arretierung der Messnadel macht einem Drucktaster platz. Die Empfindlichkeitsskala hat nun auch DIN-Werte. Immer noch umfasst sie eine Vielzahl unrealistisch niedriger ASA Werte (allein 10 von 0,1-0,7 ASA); die DIN Werte beginnen dagegen "erst" mit 1 ..... Auch bei den Blenden und Verschlusszeiten fallen die vielen Zwischenwerte auf.
Werte: Empfindlichkeit 1-42° DIN / 0,1 - 16000 ASA; Blenden 1-32 (31 Stufen); Belichtungszeiten 90-1/1200 Sek., Lichtwerte 1-18.
Der Diffusor für die Lichtmessung - passt für Master IV und Master V.
WESTON MASTER V Model 748 (US-Version)

Wie der Master IV ist auch der Weston Master V als Model 748 in einer Version für den US-Markt zu finden. Bei diesem Modell gibt es aber neben dem unterschiedlich beschrifteten Typenschild auch eine kleine Veränderung auf der Bedienungsseite. Der Sperrknopf für die Empfindlichkeitseinstellung ist hier anders ausgeführt, wie beim Vergleich der Fotos leicht festzustellen ist.
Wie bei der zuvor beschriebenen Version gibt das Typenschild auch hier "Made in Great Britain" an. Als Hersteller ist jedoch noch - wie bei den Modellen bis Master III - Weston in Newark, USA genannt.

Ab etwa Mitte der 1950er Jahre werden immer mehr Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung angeboten. Doch schaut man einmal genau hin, unterscheiden sich viele nur wenig. Viele sind auch nur Nachbauten deutscher Produkte.
Werte: Empfindlichkeit 11-30° DIN / 10-800 ASA; Blenden 1,4-32; Belichtungszeiten 1-1/1000 Sek.
Es dauerte bis zum Jahr 1955, bevor auch von den ostdeutschen Zeiss-Werken wieder ein Belichtungsmesser angeboten wurde. Dieser hatte dann aber mit dem vor den Kriegsjahren produzierten Ikophot - bis auf die Frontblende - nichts mehr gemein. Wenn man es genau nimmt, kommt dieser Belichtungsmesser auch nicht direkt aus den Zeiss Werken in Jena, vielmehr wurde er in Weimar produziert (dort wo später Werralux und Weimarlux hergestellt wurden).
Diese grüne Version des Zeiss-Jena-Belichtungsmessers aus den 1950er Jahren ist offenbar etwas jüngeren Datums als die zuvor beschriebene schwarze Version. Zwar gibt es keine bedeutsamen Unterschiede, jedoch ist das Gehäuse aus grünem Kunststoff, passend zur Werra-Kleinbildkamera. Die DIN-Angabe ist jetzt in Grad- und nicht mehr in /10-Werten. Außerdem wurde auf die Rastung der Skalenringe verzichtet.Wer sich für Belichtungsmesser im Detail interessiert, dem sei nochmals das Standardwerk von Miha Podlogar „Belichtungsmesser – Chronologie 1818-1970“ (ISBN 961-90338-0-9) ans Herz gelegt. Die Texte sind sowohl in deutscher und englischer Sprache. Es enthält neben vielen Namen und geschichtlichen Daten auch umfangreiche Funktionsbeschreibungen der verschiedenen Belichtungsmesserarten, Messverfahren usw..
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